Gramoflor: Gut kombiniert - Torf reduziert

"Der Einsatz von Torf ist für den Erwerbsgartenbau noch immer unverzichtbar, so dass torfreduzierte Substrate und Erden derzeit das Mittel der Wahl sind", weiß Josef Gramann, der geschäftsführende Gesellschafter von Gramoflor.

Josef Gramann: "Gute Rohstoffe kommen aus eigenen Händen!" Bild: Gramoflor.

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Er ergänzt: „Zugunsten der Ressourcenschonung und der CO2-Einsparung sowie auch im Sinne der Kultursicherheit empfiehlt es sich, den fossilen Rohstoff Torf mit den nachwachsenden Rohstoffen Holzfaser und Kokos zu kombinieren. Diese Rohstoffe haben überzeugende Eigenschaften und eignen sich ideal für torfreduzierte Substrate. Dies haben sie bereits in der Praxis mit wirklich guten Ergebnissen bei ganz unterschiedlichen Kulturen bewiesen.“

Das Substratunternehmen Gramoflor aus Vechta verfügt über eigene Torfgewinnungsflächen in Norddeutschland, über eine eigene Holzfaseranlage und wird zudem bald in der Lage sein, den Rohstoff Kokos selbst aufzubereiten.

Es ist also die Kombination der drei Hauptrohstoffe Torf, Holzfaser und Kokos, die ein torfreduziertes Substrat zum Erfolg bringt. Und hierfür liefert Gramoflor über die reinen Rohstoffeigenschaften hinaus noch weitere gute Argumente:

Kokos – bessere Standards durch eigene Aufbereitung

Cocopeat (Kokosmark) und Kokosfasern sind in den Ursprungsländern wie Indien und Sri-Lanka als Reststoffe aus der Kokosverarbeitung ausreichend verfügbar und haben sich durch eine entsprechende Aufbereitung mittlerweile auch hervorragend als Torfersatzstoffe im Profigartenbau bewährt.

Die Herstellung der von Gramoflor bezogenen Rohstoffe erfolgt unter Berücksichtigung der Sozialstandards SA 8000. Der Transport dieses sehr kompakten Rohstoffes erfolgt unter Beachtung der CO2-Bilanz per Schiff zu in der Nähe der Produktionsstandorte liegenden Zielhäfen.

Ein weiterer Vorteil im Sinne der CO2-Bilanz ist außerdem, dass Kokos zu den nachwachsenden Rohstoffen gehört und eine Verwertung der Kreislaufwirtschaft entspricht.

Unter Berücksichtigung der hiesigen Umweltstandards und der jeweiligen Kulturanforderungen hat Gramoflor nun ein Verfahren entwickelt, um den Rohstoff Cocopeat (Kokosmark) selbst weiter aufzubereiten. Dadurch reduziert sich der Wasserverbrauch in den Ursprungsländern. Ein Großteil des sogenannten „Waschens“ findet ab 2019 in den eigenen Produktionswerken unter kontrollierten Bedingungen statt.

Gramoflor ist dann zudem in der Lage, das Cocopeat (Kokosmark) so aufzubereiten und in drei Typen zu unterscheiden, dass es im Hinblick auf den Salzgehalt und den physikalischen Eigenschaften noch genauer auf die jeweiligen Kulturanforderungen zugeschnitten werden kann. Dies ermöglicht eine Kontinuität bei den chemischen Eigenschaften und somit ein besonders hohes Qualitätslevel sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Angeboten werden drei Cocopeat-Qualitätsstufen:

Typ 30 für Anteile bis zu 30%, Typ 60 für Anteile bis zu 60% und Typ 100 für Anteile bis zu 100% sowie für besonders sensible Kulturen. Eine chemische Pufferung ist nach den Erfahrungen aus vielen Versuchen nach dem heutigen Stand nicht notwendig. Der Rohstoff ist somit biokonform.

Dieses von Gramoflor angestrebte Konzept wurde durch die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung umfangreich geprüft und konnte auch in Praxisversuchen überzeugen. Im Laufe des Jahres wird es in den Markt gehen und dann den Kunden aus dem Profigartenbau zur Verfügung stehen. Die Zielsetzung ist dann außerdem, die anvisierten Qualitätsansprüche durch die RAL-Gütesicherung prüfen und durch Anerkennung bestätigen zu lassen.

Qualitätsholzfaser aus eigener Produktion

„Der konsequente Weg der Torfreduzierung durch vorwiegend nachwachsende Rohstoffe wurde im vergangenen Jahr vor allem auch durch die Investition in eine eigene Holzfaseranlage mit modernster Technik gefestigt“, erläutert Josef Gramann, „so dass wir über eine eigene und gütegesicherte Qualitätsholzfaser verfügen.“

Aus Holzhackschnitzeln von gesicherter Qualität aus dem Sägewerk wird durch eine thermisch-mechanische Auffaserung ein für den Gartenbau besonders gut geeigneter Substratrohstoff. In die Entwicklungsarbeit sind dabei die Erfahrungen der letzten Jahre mit eingeflossen und die thermische Vorbehandlung ist ein wichtiger Verarbeitungsschritt zum Erreichen von eigenen Top-Qualitäten.

Bereits seit vielen Jahren stehen bei Gramoflor verschiedene sog. „Torffraktionen“ zur Verfügung, die je nach Kultur eine einstellbare Substratstruktur von superfein bis supergrob ermöglichen.

Nach diesem Beispiel ist nun auch die Qualitätsholzfaser LIGNOFIBRE® in den drei Varianten: mittelgrob-ungefärbt, mittel-gefärbt und extrafein-gefärbt erhältlich und bei torfreduzierten und auch torffreien Substraten kann somit ebenfalls ideal auf die unterschiedlichen Kulturanforderungen eingegangen werden.

Während bei einigen Profisubstraten, wie z.B. bei Containerkulturen, eine deutlich faserige Struktur ausdrücklich gewünscht ist, so soll sie bei z.B. Anzuchtsubstraten und Hobbyerden doch eher fein und die Holzfaser sollte nicht unbedingt sichtbar sein. Gerade für Presstöpfe und Vermehrungs- und Topfsubstrate im 9er und 11er Topf ist eine sehr feine Struktur besonders gut geeignet, denn diese ermöglicht eine sehr homogene Struktur und Optik. Für eine im Substrat sichtbare Torfreduktion eignet sich wiederum die ungefärbte Variante, die bereits für Bio-Substrate eingesetzt werden kann.

In diesem Jahr werden auch die gefärbten Varianten in Bio-Qualität verfügbar sein.

Torfeinsatz mit gutem Gewissen

Gramoflor verfügt seit vielen Jahrzehnten über eigene Torfgewinnungsflächen in Norddeutschland und hier liegt auch nach wie vor der Fokus.

„Die eigene Gewinnung und Renaturierung nach dem selbst entwickelten und heute von Vertretern namhafter Naturschutzorganisationen anerkannten „Ober-Unterfeld-Verfahrens“ ist die bevorzugte Wahl“, erklärt Josef Gramann. Er ergänzt: „Und dieses Engagement wird Gramoflor auch zukünftig weiter fortsetzen.“

In Norddeutschland wird somit über den Torfabbau auf vormals landwirtschaftlich vorgenutzten Flächen wieder ein Moor aufgebaut. Lebende Hochmoore werden so im Sinne des Moor- und Klimaschutzes engagiert entwickelt und diese Arbeit wird später in die Hände der im Jahre 2012 von Gramoflor ins Leben gerufenen Stiftung Lebensraum Moor gegeben.

Josef Gramann fasst zusammen:

„In der Aussage Gut kombiniert – Torf reduziert! steckt so viel drin, was wir unseren Kunden auch weiterhin an Empfehlungen für einen nachhaltigen und auch effektiven Weg der Torfreduzierung mitgeben möchten. Nachwachsende Rohstoffe wie die Holzfaser und vermehrt auch Kokos aus einer umweltverträglichen Aufbereitung sind hier auf jeden Fall die Mittel der Wahl.“

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