METRO: Schneller Umsatzerholung

Die METRO AG hat im 3. Quartal 2019/20 einen flächenbereinigten Umsatzrückgang von -17,5% im Vergleich zum Vorjahr aufzuweisen.

METRO hat die Corona-Krise trotz deutlicher Umsatzrückgänge in der Lockdown-Phase bislang gut gemeistert. Bild: METRO.

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Bei der METRO AG haben sich die staatlichen Maßnahmen im Kontext der COVID-19-Pandemie insbesondere in der ersten Hälfte des 3. Quartals 2019/20 spürbar auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt.

Im April sank der flächenbereinigte Umsatz aufgrund des kompletten Lockdowns der Gastronomie auf rund 75% des Vorjahresumsatzes. Durch erste Lockerungen im Mai und einer von METRO aktiv unterstützten Umstellung der Gastronomie auf Take-away und Lieferangebote lag der Umsatz im Mai bei rund 80% des Vorjahres. Durch den erweiterten Neustart der Gastronomie lag der flächenbereinigte Umsatz im Juni wieder bei rund 95% des Vorjahresumsatzes. Mit Beginn des wiedererstarkenden Tourismusgeschäfts erreichte der METRO Gesamtumsatz zu Beginn des 4. Quartals wieder Vorjahresniveau. Die schnelle Erholung ist vor allem das Ergebnis des flexiblen Kanalangebotes mit Belieferungs- und Stationärgeschäft an METRO Kunden sowie der engen Zusammenarbeit mit den Kunden zur Überwindung der Krise. Nach Markteinschätzung1 entwickelte sich METRO in Deutschland und in einigen Ländern in Westeuropa besser als der Markt. Die Trader- und SCO-Kunden wachsen zudem kontinuierlich über Vorjahresniveau und tragen damit ebenfalls zu der positiven Entwicklung bei. In Lokalwährung ging der Gesamtumsatz im 3. Quartal 2019/20 um -17,4% zurück. Der berichtete Umsatz sank um -19,8% auf rund 5,6 Mrd. Euro. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 hingegen ging der flächenbereinigte Umsatz aufgrund des beschleunigten Umsatzwachstums vor der Pandemie lediglich um -5,0% zurück. In Lokalwährung ging der Gesamtumsatz im Neunmonatszeitraum 2019/20 ebenfalls um -5,0% zurück. Der berichtete Umsatz verringerte sich um -5,5% auf 19,1 Mrd. Euro.

Das bereinigte EBITDA ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen erreichte im 3. Quartal 2019/20 insgesamt 175 Mio. Euro(Q3 2018/19: 373 Mio. Euro). Der Ergebnisrückgang ist nahezu vollständig auf den Umsatzrückgang im Zusammenhang mit den staatlichen Restriktionen sowie auf ein verändertes Konsumverhalten als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Kompensierend wirkten sich Kosteneinsparungen u. a. im Zuge des Effizienzprogramms in der Hauptverwaltung sowie Lizenzerlöse aus der Partnerschaft mit Wumei in China aus. Im 3. Quartal 2019/20 sind 1 Mio. Euro (Q3 2018/19: 0 Mio. Euro) Transformationskosten angefallen. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 2 Mio. Euro (Q3 2018/19: 32 Mio. Euro). Das EBITDA erreichte unter Berücksichtigung der Transformationskosten und der geringeren Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen 176 Mio.Euro (Q3 2018/19: 404 Mio. Euro).

Im Neunmonatszeitraum lag das bereinigte EBITDA ohne Transformationskosten und Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen bei 834 Mio. Euro (9M 2018/19: 1.033 Mio. Euro). Die staatlichen Maßnahmen im Kontext der COVID-19-Pandemie wirkten sich hier bei der Mehrheit der Segmente negativ aus. Kompensierend wirkten sich Kosteneinsparungen u. a. im Zuge des Effizienzprogramms in der Hauptverwaltung, ein verbessertes Ergebnis in der Logistik, Lizenzerlöse aus der Partnerschaft mit Wumei sowie eine stabile Entwicklung in Deutschland und Russland aus. Im Neunmonatszeitraum 2019/20 sind 46 Mio. Euro (9M 2018/19: 0 Mio. Euro) Transformationskosten angefallen. Diese sind ausschließlich im Segment Sonstige angefallen und betreffen insbesondere die erfolgreiche Restrukturierung der Hauptverwaltung. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 3 Mio. Euro (9M 2018/19: 66 Mio. Euro). Das berichtete EBITDA erreichte 791 Mio. Euro (9M 2018/19: 1.099 Mio. Euro).

METRO profitierte im 3. Quartal 2019/20 von der Diversifizierung des Geschäftsmodells. Die Trader- und SCO-Umsätze entwickelten sich positiv auf einem Wachstumsniveau deutlich über dem Vorjahr, wobei der Umsatzzuwachs mit SCO-Kunden sogar im niedrigen zweistelligen Bereich lag. Die SCO-Kunden schätzen die hohe Produktqualität, die Warenverfügbarkeit und die Sicherheit. Die unabhängigen Händler profitieren nachhaltig von den Franchise-Programmen und vom E-Commerce-Angebot von METRO. Bei den HoReCa-Kunden wirkte sich in der Phase der Lockerungen der staatlichen Restriktionen die Präferenz für das stationäre Geschäft deutlich positiv aus. Dafür suchten die HoReCa-Kunden vermehrt die METRO Großmärkte auf, was zu einer überproportionalen Verschiebung zugunsten des stationären Geschäfts führte.

Olaf Koch, CEO der METRO AG, erklärt zur Geschäftsentwicklung: „METRO hat die Corona-Krise trotz deutlicher Umsatzrückgänge in der Lockdown-Phase bislang gut gemeistert und geht gestärkt aus ihr hervor. Anfang des 4. Quartals liefen die flächenbereinigten Umsätze bereits wieder auf Vorjahresniveau. Dazu beigetragen haben unter anderem die sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung in Russland, die Kanal-Flexibilität mit Stationär- und Belieferungsgeschäft, unser Beitrag zum erfolgreichen Neustart der Selbstständigen in der Gastronomie sowie die zahlreichen Maßnahmen zur Stärkung der unabhängigen Händler. Das zahlt sich jetzt aus. Das Trader- und SCO-Umsatzwachstum liegt bereits auf Vor-Pandemie-Niveau, die HoReCa-Umsätze liegen oberhalb des Marktniveaus. Damit hat sich METRO vom Wettbewerb abgekoppelt und zugleich durch die erfolgreich durchgeführten Transaktionen von METRO China und Real mit einem Netto-Mittelzufluss von 1,9 Mrd. Euro und entsprechender Entschuldung die Voraussetzungen für Dividendenkontinuität geschaffen. Wir haben jetzt die notwendige Visibilität für eine neue Prognose für das Gesamtjahr 2019/20, die wir in dieser Woche veröffentlicht haben.“ (METRO)

1 “Independent Market” von Food Service Vision, DWH, npdgroup CREST Panel, NPD / FEREALALBERGHI / INSTAT

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