Bund deutscher Staudengärtner: 75-jähriges Jubiläum

1949 bereits sprachen sich 16 Staudenzüchter und -kultivateure aus West, Nord und Süd für eine Neugründung eines Staudenverbandes aus. Auf der "Staudenzüchter-Tagung" 1950 beschlossen die Herren, sich dem Frankfurter Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) anschließen zu wollen und eine Fachgruppe Stauden für Züchter und Produzenten zu schaffen.

Der Bund deutscher Staudengärtner: 75 Jahre und immer noch innovativ.

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1951 war es dann so weit: In Anwesenheit des ZVG-Generalsekretärs gründeten die Herren die „Sondergruppe Stauden“ und schilderten ihre Anliegen und Kompetenzen bei der Sortenbereinigung, Neuheitenprüfung in Versuchsgärten, Erstellung allgemeiner Verkaufs- und Lieferbedingungen, Entwicklung von Qualitätsbestimmungen und Werbemaßnahmen sowie Betriebsanerkennungen. Georg Arends und Karl Foerster wurden zu Ehrenmitgliedern gewählt. Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) startete auf einem Fundament persönlicher Verbindungen und bestehender fachlicher Grundlagen in Theorie und Praxis.

Die Hauptthemen und die kollegiale Verbundenheit von 1951sind heute noch Kern des BdS. In den folgenden 75 Jahren führten 8 Vorsitzende, davon eine Frau, und 9 Geschäftsführer, davon zwei Frauen, den Verband. Die Mitgliederzahl ist aktuell in etwa auf dem Stand der frühen Jahre - ca. 100. 16 Karl-Foerster-Ringe wurden verliehen und 26 Goldene Ehrennadeln. 1972 wird der „Staudengärtner“ in der Ausbildungsverordnung zum eigenen Bereich innerhalb der Fachrichtung Zierpflanzengärtner eingeführt und 1996 zur eigenständigen Fachrichtung in der Ausbildungsverordnung Gärtner.

Die 1992 eingeführte Aktion „Staude des Jahres“ wurde 2001 von einer Sorte auf jeweils eine Gattung erweitert. Die Ergebnisse der jahrzehntelangen Staudensichtungen werden 1999 in Form einer Stauden-CD verdichtet und systematisiert zusammengefasst.

Der Arbeitskreis Pflanzenverwendung gründet sich 1994 zeitgleich mit der BdS-Juniorengruppe. Die erste Staudenmischung „Silbersommer“ wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium 2006 mit dem Innovationspreis Gartenbau ausgezeichnet – heute sind zahlreiche Mischungen für unterschiedliche Standorte unter www.staudenmischungen.de herunterladbar.

Seit 2009 präsentieren sich der BdS und der Bund deutscher Baumschulen mit einem Gemeinschaftsstand auf der Messe Galabau in Nürnberg. 2017 kooperierte der BdS mit den Friedhofsgärtnern erstmals bei der IGA in Berlin zum Thema NaturRuh. Auf der BUGA in Mannheim und nun bei der IGA 2027 werden weitere Projekte gemeinsamer Arbeit präsentiert. Die umweltfreundliche Produktion in Staudengärtnereien ist Thema einer Journalistenreise 2019: bienenfreundlichen Kulturverfahren bei Stauden, geringer Verbrauch an Ressourcen durch kleine vorwiegend recycelte Töpfe und geringen Torfanteil im Substrat. Besonders insektenfreundliche Staudenmischungen stellt der Arbeitskreis Pflanzenverwendung 2021 zusammen.
2023 gestalten BdS-Mitglieder auf der BUGA in Mannheim erstmals eigene Pflanzkonzepte auch unter dem Aspekt der Artenvielfalt und Insektenfreundlichkeit. 2024 beginnt der BdS eine Kooperation mit dem Bienenschutz-Institut im Julius-Kühn-Institut in Braunschweig. Seit 2024 gestaltet der BdS den Meetingpoint auf der IPM mit wechselnden Partnern und stellt die Erkenntnisse aus den Versuchsergebnissen der eigenen Arbeitskreise und Kooperationen vor.

Aktuell besteht der Bund deutscher Staudengärtner aus den von externen Experten geführten Arbeitskreisen Sichtung, Pflanzenverwendung und Versuchsfragen sowie den selbst geleiteten Arbeitskreisen Ausbildung, Bundesgartenschauen, Daten, Friedhof, Markt sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

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