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Freisprechung: Grüner Nachwuchs für Niedersachsen und Bremen
Freisprechungsfeier 2026 auf der Landesgartenschau Bad Nenndorf: 86 neue Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner & weitere Absolventen aus den grünen Berufen der Berufsschulstandorte Hannover, Northeim, Uelzen und Verden feiern ihren erfolgreichen Berufsabschluss. Ehrengast Jan-Philipp Beck, MdL (SPD, links im Bild), mit Moderator und Blumenfee Hannes Schrader Foto: VGL Niedersachsen-Bremen / Jan-Hendrik Boer.
Rund 330 junge Fachkräfte haben in diesem Jahr ihre Berufsabschlussprüfung in einem der grünen Berufe erfolgreich abgelegt – die meisten von ihnen als Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner (Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau), ergänzt durch Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtungen Friedhofsgärtnerei, Gemüsebau, Zierpflanzenbau und Baumschule sowie Werkerinnen und Werker im Gartenbau und Floristinnen. Einige Prüflinge legen ihre Abschlussprüfungen erst nach den Sommerferien ab, sodass die Gesamtzahl noch leicht steigen wird.
Die Feiern fanden an sieben Standorten in Niedersachsen und Bremen statt – von der Jugendherberge Lingen bis zum Japanischen Garten der botanika Bremen, vom Stadtpark Braunschweig bis zur Landesgartenschau Bad Nenndorf. Jede Feier hatte ihren eigenen Charakter, alle hatten eines gemeinsam: den verdienten Moment des Aufbruchs für junge Menschen, die mit Kopf, Herz und Händen einen Beruf mit Zukunft ergriffen haben.
Freisprechungen im Überblick
Die Feiern fanden zwischen dem 24. Juni und dem 4. Juli 2026 statt:
- 24. Juni 2026, Bremen – botanika Bremen, Japanischer Garten: 37 Absolventinnen und Absolventen der grünen Berufe, davon 22 Landschaftsgärtner/innen
- 27. Juni 2026, Emsland und Grafschaft Bentheim – Jugendherberge Lingen: 38 Gärtnerinnen und Gärtner sowie 4 Floristinnen, davon 32 Landschaftsgärtner/innen
- 30. Juni 2026, Hannover/Northeim/Uelzen/Verden – Landesgartenschau Bad Nenndorf: 86 Landschaftsgärtner/innen
- 1. Juli 2026, Braunschweig – Heinrich – Das Wirtshaus im Stadtpark: 20 Landschaftsgärtner/innen und 6 Werker im Gartenbau
- 2. Juli 2026, Stade – GaLaBau Schöne Zeiten oHG, Apensen: 18 Landschaftsgärtner/innen
- 3. Juli 2026, Osnabrück – Bredenstein GmbH, Melle: 51 Gärtnerinnen und Gärtner, davon 42 Landschaftsgärtner/innen
- 4. Juli 2026, Oldenburg und Ostfriesland – Gartenbau Theilen GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn: 69 Landschaftsgärtner/innen
Landschaftsgärtner/in – der stärkste grüne Ausbildungsberuf
Die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau stellt im Gärtnerberuf seit Jahren die größte Absolventengruppe: Etwa 80 Prozent aller Gärtner-Auszubildenden in Niedersachsen und Bremen entscheiden sich für sie. Der korrekte Ausbildungsberuf lautet „Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau" – im Sprachgebrauch etabliert hat sich die Bezeichnung Landschaftsgärtner/in. In der Abschlussprüfung erstellen die Prüflinge ein gärtnerisches Gesamtprojekt – von der Pflasterung über die Baumpflanzung bis zur Rasenfläche – und belegen ihr Fachwissen in schriftlichen und mündlichen Prüfungsteilen.
Politische Anerkennung auf breiter Front
An den sieben Freisprechungsfeiern sprachen Ehrengäste aus Politik, Verbänden und Berufsbildung. Ihre Botschaften unterschieden sich in der Formulierung, nicht aber im Kern: Die grünen Berufe leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu lebens- und liebenswerten Städten, zur Klimaanpassung und zur Artenvielfalt.
CDU-Landtagsabgeordnete Birgit Butter betonte in Stade: „Sie pflanzen Bäume, die künftig Schatten spenden und CO₂ binden. Sie schaffen Grünflächen, Lebensraum für Tiere und Insekten – kurz gesagt: Sie bauen nicht nur Gärten und Außenanlagen, Sie gestalten Zukunft."
Reinhold Hilbers (CDU), Ehrengast in Lingen: „Das, was Sie dort erreicht haben, nimmt Ihnen niemand wieder weg – und das haben Sie auch selbst gemacht!"
Jan-Philipp Beck (SPD), Ehrengast in Bad Nenndorf: „Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner schaffen etwas Bleibendes – Grünflächen, Parks, Lebensräume. Und die Betriebe des GaLaBaus sind mit ihren Beschäftigten und Auszubildenden ein bedeutender Teil unserer regionalen Wirtschaft."
Julia Retzlaff (SPD), MdL, in Braunschweig: „Die duale Ausbildung, wie wir sie in Deutschland umsetzen, ist eine wertvolle Besonderheit und wird in vielen anderen Ländern hoch angesehen."
Martin Schmidt, Vorsitzender der Regionalgruppe Bremen des VGL, gab den Bremer Absolventinnen und Absolventen einen eindringlichen Appell mit auf den Weg und machte deutlich, dass echte Nachhaltigkeit mehr bedeutet als grüne Außendarstellung – und dass die neuen Fachkräfte dabei eine besondere Verantwortung tragen.
Fachkräfte sind gesucht – Branche blickt optimistisch
Die Stimmung auf allen Feiern war nicht nur festlich, sondern auch zuversichtlich: Der Garten- und Landschaftsbau verzeichnet seit Jahren steigende Umsätze, der Fachkräftebedarf ist hoch – und arbeitslose Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner gibt es praktisch nicht. Die neuen Fachkräfte starten in einen Beruf mit stabiler Nachfrage und echten Perspektiven: Weiterbildungen zum Meister/zur Meisterin, zum Techniker/zur Technikerin oder ein fachbezogenes Studium stehen ihnen offen.

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