Signify: LED-Licht macht einen Unterschied

Eine gleichmäßigere Ernte, mehr Möglichkeiten der Klima- und Erntekontrolle und erhebliche Energieeinsparungen: Die Vorteile der LED-Belichtung scheinen schier endlos.

Dirk Willaert, Eigentümer der Hortis Gruppe. Bild: Signify.

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Doch wie funktioniert das eigentlich in der Praxis? Dirk Willaert, Inhaber der Hortis Group, spricht über seine Erfahrungen mit Full LED in Kombination mit dem GrowWise Control System von Signify (Euronext: LIGHT).

Die Hortis Group baut Tomaten an zwei Standorten in Belgien an: In Sint-Gillis-Waas und Moerzeke. Insgesamt verfügt das Unternehmen über 14 Hektar Anbaufläche, von denen 12 in Sint-Gillis-Waas liegen. Hier baut die Hortis Groep nun in der ersten Saison unter Full LED in Kombination mit dem GrowWise Control System von Signify an. Dirk Willaert erklärt, wie er zu dieser Entscheidung kam: "Ich hatte die Idee, dass ich mehr darauf hören muss, was die Anlage verlangt. Und das ist mehr Licht." Mittlerweile sind 2,5 Hektar in Sint-Gillis-Waas belichtet und man hat sich kürzlich entschlossen, die belichtete Fläche mit weiteren 2,5 Hektar Philips GreenPower LED-Spitzenbelichtung compact zu erweitern. Bevor die Hortis Group auf LED-Belichtung umstellte, gab es in diesem Teil des Gewächshauses keine Belichtung; jetzt wird dieser Bereich für den Anbau der Pflaumentomate Vivolia genutzt. Laut Willaert eine logische Wahl: "Es macht Sinn, Premium-Tomaten unter LED-Licht zu stellen, weil ein solches System eine finanzielle Investition erfordert. Es gibt einen größeren Markt für Spezialtomaten unter LED als zum Beispiel für Fleischtomaten."

Schneller, besser und gleichmäßiger

Die positiven Erfahrungen von Willaert mit Signify gaben den Ausschlag für die Wahl von Philips GreenPower LED-Toplighting compact in Kombination mit dem GrowWise Control-System. Die derzeit installierten Grow-Lampen haben eine Lichtstärke von 260 μmol/m2/s und brennen schätzungsweise 3.500 Stunden pro Jahr. Für Willaert sind die Flexibilität und die Geschwindigkeit, die das System für seine Ernte bringt, die wichtigsten Vorteile: "Das Licht macht wirklich einen Unterschied. Sie können den Sommer einfach imitieren und damit die Zeit, die die Tomaten zum Wachsen brauchen, verkürzen. Wir haben die Vivolia-Pflanzen am 10. Oktober in das Gewächshaus gesetzt und konnten bereits zwei Monate später die ersten Früchte ernten. Das hat uns positiv überrascht." Aber auch die Qualität des Ernteguts profitiert, so Willaert: "Da man mit LED unter kühleren Bedingungen im Vergleich zur traditionellen SON-T-Belichtung wachsen kann, erhält man Pflanzen mit einer tiefgrünen Farbe, die vor Gesundheit strahlen. Das sorgt auch für ein besonders schmackhaftes und frisch aussehendes Produkt, das für die Verbraucher im Laden attraktiv ist."

Dimmen auf die gewünschte Lichtmenge

Willaert fand es auch wichtig, dass die LED-Lichten auf die gewünschte Lichtintensität gedimmt werden können. Das GrowWise Control-System von Signify bietet diese Möglichkeit und ermöglicht ein gleichmäßiges Lichtniveau über den ganzen Tag (und sogar über eine ganze Wachstumsperiode). Diese Dimmoption ermöglicht es dem Gärtner  auch, seine Pflanzen langsam aufzuwecken, indem er den Rhythmus der Sonne nachahmt, oder die Grow-Lampen bis zu 10% effizienter zu nutzen. Willaert: "Weil man mit diesem System in Kombination mit dem natürlichen Licht eine konstante Lichtmenge zu den Pflanzen bringt, erhält man eine gleichmäßigere Produktion. An einem sonnigen Tag z.B. hat man es energetisch schnell mit 1000 Joule/cm2/Tag oder 15 mol/m2 Tageslicht zu tun. Schaltet man dann die Lampen auf volle Pulle, kommt man auf nicht weniger als 2.000 Joule/cm2/Tag, insgesamt 30 mol/m2. Bei einer herkömmlichen schachbrettartigen Anordnung der Lampen würde das niemals zu einer gleichmäßigen Lichtverteilung für das Erntegut führen. Jetzt, wo wir dimmen können, ist es jedoch möglich, das Licht gleichmäßig über den Bestand zu verteilen." Das reduziert natürlich auch den Stromverbrauch, da die Lampen jeweils nur die Intensität liefern müssen, die die Anlage in diesem Moment benötigt.

Klimaveränderung

Natürlich bringt die Umstellung auf ein neues Belichtungssystem auch die nötigen Herausforderungen mit sich. "Am Anfang mussten wir wirklich schauen, was in Bezug auf die Lichtdimmung am besten ist", sagt Willaert. "Jetzt, wo die Tage länger werden, müssen wir wieder anfangen, daran zu arbeiten. Insofern geht es im ersten Jahr darum, viel auszuprobieren." Auch die Kultivierung selbst hat sich verändert: "Man muss rechtzeitig einen Feuchtigkeitsspalt im Schirm haben. Durch die Belichtung mit LEDs schafft man ein viel feuchteres Klima und braucht dann minimale Lüftungspositionen, um die Feuchtigkeit von unten abzuführen." Da das Klima auch feuchter ist, wirkt sich dies auch auf die Pollenqualität aus. Willaert hat beschlossen, in der nächsten Vegetationsperiode weitere Hummelnester zu platzieren: "Der Einfluss der künstlichen Belichtung auf das Verhalten der Hummeln muss ohnehin noch genauer untersucht werden", schließt er ab.

Für Willaert hat Full LED auf jeden Fall die Zukunft, denn man kann die Ernte besser kontrollieren und ganzjährig produzieren. Zudem passt eine solche Entwicklung, die auch ohne Dimmfunktion deutlich weniger Energie benötigt als die klassischen SON-T-Lampen, zu den Zielen, die sein Unternehmen seit jeher verfolgt: "Wir wollen dem Verbraucher 12 Monate im Jahr ein Top-Produkt anbieten können, das umweltschonend produziert wird und trotzdem alle Anforderungen erfüllt. Innovation in Sachen Nachhaltigkeit ist der Schlüssel dazu. Unsere BHKWs waren in dieser Hinsicht schon sehr wichtig und die dimmbare Full-LED-Technologie ist ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung!" (Signify)

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