Die Kartoffeln: Unser Superfood!

„Die Kartoffel ist ein Superfood! Sie enthält wertvolle Inhaltstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, Stärke, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Aufgrund ihres hohen Wassergehalts von rund 80% ist die Kartoffel zudem kalorienarm. Sie enthält kein Cholesterin und so gut wie kein Fett“, zählt der stellvertretende Vorsitzende der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA), Leo von Kameke, nur einige Vorzüge der Kartoffel anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April 2021 auf.

Die Kartoffel ist ein Superfood! Bild: GABOT.

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Für viele Menschen gehört die Kartoffel deshalb zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Für Abwechslung auf dem Teller sorgen die unzähligen Varianten der Zubereitung. So vielfältig wie die Zubereitung ist auch das Sortenspektrum, denn Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Jede Kartoffelsorte ist individuell und durch ihre spezifischen Eigenschaften charakterisiert. Damit stehen für jede der zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten die optimalen Sorten zur Verfügung. In Deutschland sind rund 550 Sorten für den Anbau zugelassen.

Jede zugelassene Sorte hat einen langen Weg hinter sich. Von der ersten Kreuzung bis zur Markteinführung vergehen etwa 15 Jahre. Eine Kartoffelsorte muss sehr vielen Ansprüchen gerecht werden. Neben den Qualitätsmerkmalen, wie dem Geschmack, und den äußeren Merkmalen, wie Farbe und Größe, haben weitere Eigenschaften eine hohe Bedeutung. Der Kartoffelzüchter beobachtet und selektiert daher viele verschiedener Eigenschaften.

„Im Hinblick auf den Klimawandel und den damit verbundenen Herausforderungen sind widerstandsfähige Sorten gefragt, die mit den sich ändernden Klimabedingungen zurechtkommen“, führt von Kameke beispielhaft an. Der Weg einer neuen Kartoffelsorte könnte mit Hilfe der neuen Züchtungsmethoden deutlich verkürzt werden. In Deutschland und in der EU insgesamt sind diese vielversprechenden Techniken de facto aber nicht anwendbar. „Zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen wird die Pflanzenzüchtung aber einen wichtigen Baustein darstellen“, so von Kameke. „Die Herausforderungen der Welternährung, der Klimaveränderung sowie einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Landwirtschaft sind zu groß, um uns vor den wesentlichen Innovationen zu verschließen. Bei der Suche nach Lösungen braucht es daher alle Werkzeuge der Pflanzenzüchter.“

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