Royal FloraHolland: Mehr Klarheit für die Mitglieder

Am Donnerstag, 25. März 2021 fand eine informelle Sitzung mit dem Mitgliederrat statt. Die wichtigsten Themen: Digitale Umweltregistrierung und -zertifizierung, das neue Vorgehen bei Floriday und das neue Mitgliedschaftsmodell.

Bei Royal FloraHolland gibt es sehr viel Redebedarf. Bild: GABOT.

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Der Vorstand von Royal FloraHolland hat den Mitgliederrat um eine Empfehlung zur Umsetzung der zwingenden Vorgabe einer digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung gebeten. Vor kurzem wurde entschieden, vorläufig keine Maßnahmen zur Durchsetzung der digitalen Umweltregistrierung durchzuführen. Wegen der entstandenen Unruhe bei einem Teil der Mitglieder möchte sich das Unternehmen mehr Zeit für die Durchführung nehmen. Der Mitgliederrat soll nun tätig werden, um zu einer Empfehlung zu kommen, die eine breite Unterstützung findet. Beim letzten Mal stimmte nur eine knappe Mehrheit des Mitgliederrates für die Empfehlung. Das stellte eine Widerspiegelung der breiten Diskussion unter den Mitgliedern dar.

Der Vorstand hat den Mitgliederrat außerdem über den Stand der Dinge bei einer Reihe strategischer Projekte informiert, insbesondere über die neue Vorgehensweise bei Floriday. Der Mitgliederrat vertraut darauf, dass wir mit dem neuen Kurs bei Floriday in die richtige Richtung gehen.

Lehren für das Regieteam Nachhaltigkeit

Ein weiterer Punkt betraf die Evaluierung des Regieteams Nachhaltigkeit. Die Funktion eines Regieteams besteht darin, bei komplexen Themen durch gemeinsame Kreativität zu Lösungsrichtungen zu gelangen. Ausgangspunkt ist dabei, das Wissen der Mitglieder mit der Professionalität des Unternehmens zu kombinieren. Von Ende 2018 bis Ende 2020 hat dieses Team, das aus Erzeugern und Mitarbeitern von Royal FloraHolland besteht, intensiv und gemeinschaftlich an der Vorbereitung der Empfehlung des Mitgliederrates zur verpflichtenden digitalen Umweltregistrierung und -zertifizierung gearbeitet. Dabei wurden die Mitglieder in mehreren Sitzungen zu den Punkten Realisierbarkeit und Zweckmäßigkeit konsultiert.

Bei der Evaluierung hat sich herausgestellt, dass die mit dem Mitgliederrat festgelegte Arbeitsweise, bestehend aus der Konsultation von Mitgliedern und der Einrichtung eines Regieteams, noch nicht optimal funktioniert. Weil dies das erste Regieteam war, ist das auch nicht so ungewöhnlich. Eine wichtige Lehre für die Zukunft besteht darin, dass es für alle Betroffenen klar sein muss, worin genau der Auftrag und die Fragen bestehen, über die das Regieteam die Regie führt, wie sein Mandat lautet und wann ein Regieteam zu bestehen aufhört.

Farbe bekennen bei der Mitgliedschaft

Das Regieteam Mitgliedschaft gab eine Rückkopplung zu den Konsultationssitzungen zu Beginn dieses Jahres. Die Mitglieder diskutierten dabei über die wichtigsten Ausgangspunkte für ein neues Mitgliedschaftsmodell. Die wesentliche Punkte, die dabei zur Sprache kamen, sind:

• Unterschied zwischen Mitglieds- und Nicht-Mitglieds-Anlieferern
• Friktion zwischen der Organisation als Genossenschaft und der Funktion eines neutralen Marktplatzes
• Unterschiedliche Bedürfnisse von Erzeugern, die sich immer mehr auseinander entwickeln
• Bedeutung der Genossenschaft
• Wie am besten mit der Loyalität zur Genossenschaft umzugehen ist
• Wie wir am besten für eine gute Bindung zwischen Mitgliedern und Genossenschaft sorgen können.

Das Regieteam hat für die unterschiedlichen Gartenbaubetriebe ermittelt, worin bei ihnen die wichtigsten Problempunkte betreffend die Mitgliedschaft liegen. Da diese Analyse abgeschlossen ist, ist es nun Zeit, Farbe zu bekennen. Anhand der Problempunkte und des Mehrwerts, den Royal FloraHolland bieten kann, wird das Regieteam mit dem gesamten Mitgliederrat in eine umfassende Diskussion eintreten, wie wir Mitglieder weiter an uns binden können.

Die nächste reguläre Sitzung des Mitgliederrates findet am 22. April 2021 statt.

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