Royal FloraHolland: 2020 nur 2,9% Umsatzrückgang

Im Jahr 2020 wurden auf dem Royal FloraHolland-Marktplatz 11,4 Mrd. Blumen und Pflanzen gehandelt- ein Rückgang von 7,8% im Vergleich zu 2019.

Trotz eines Umsatzrückgangs herrschte bei Royal FloraHolland auch im Jahr 2020 rege Betriebsamkeit. Bild: GABOT.

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Die Preise waren jedoch um 5,3% höher. Der Produktumsatz sank daher nur um 2,9% auf einen Wert von 4,6 Mrd. Euro. Der geringere Produktumsatz ist hauptsächlich auf den Nachfragerückgang im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Mai zurückzuführen. Das geringere Angebot bedeutete jedoch auch, dass die Einnahmen aus Dienstleistungen für Royal FloraHolland geringer waren. Unter anderem dank erheblicher zusätzlicher Einsparungen führte dies letztlich zu einem Verlust von 5,8 Mio. Euro. Das ist deutlich weniger als im letzten Jahr befürchtet wurde. Das zeigt der Jahresbericht 2020, der am  23. April 2021, veröffentlicht wurde.

Vereinte Kräfte

Im Jahr 2020 wurde der Zierpflanzensektor durch das Coronavirus von noch nie dagewesenen Ereignissen getroffen. CEO Steven van Schilfgaarde: "Noch nie in der langen Geschichte unserer Genossenschaft blieben so viele Blumen und Pflanzen von einem Tag auf den anderen unverkauft. Durch gemeinsame Anstrengungen waren wir der erste und fast einzige Sektor, der einen Notfallfonds eingerichtet hat. Dieses Sicherheitsnetz hat dafür gesorgt, dass Erzeuger und Käufer weiterhin nach vorne schauen konnten. Die Branche hat sich im vergangenen Jahr von ihrer besten Seite gezeigt. Ich bin daher enorm stolz auf die große Widerstandsfähigkeit, die der Sektor und unsere Genossenschaft gezeigt haben."

Im Jahr 2021 wird Royal FloraHolland weiterhin in strategische Projekte investieren, wie die digitale Handelsplattform Floriday und Landelijk Veilen. Van Schilfgaarde: "Der Kern der Strategie ist, dass wir uns in den kommenden Jahren von einem physischen Marktplatz zu einer digitalen B2B-Floristikplattform wandeln werden. Mit Floriday sorgen wir dafür, dass wir gemeinsam den stärksten Marktplatz der Welt erhalten. Bei der weiteren Umsetzung der Strategie beziehen wir die Erzeuger und ihre Abnehmer noch stärker als bisher ein. Wir suchen mehr nach maßgeschneiderten Lösungen und weniger nach Einheitsgröße. In unserer Genossenschaft suchen wir gemeinsam nach Lösungen. Deshalb habe ich viel Vertrauen in die Zukunft: Nicht nur in die Zukunft der Royal FloraHolland, sondern auch in die des niederländischen Gartenbausektor als Ganzes."

Finanzielle Ausgangssituation

Der dramatische Rückgang der internationalen Nachfrage in im März und April 2020 sorgte für große Verunsicherung bei den Mitgliedern des Genossenschaft. CFO David van Mechelen: "Im Jahr 2020 ist jeder in der Branche mit herausfordernden Marktbedingungen konfrontiert worden. Die Auswirkungen von Corona haben in den ersten Monaten allen weh getan und für viel Unsicherheit gesorgt. Es folgten für viele gute Monate, beginnend um den Muttertag herum. Danach erholte sich der Markt schnell. Infolgedessen sank der Produktumsatz auf dem Marktplatz im Vergleich zu 2019 nur um 2,9%. Der gute Umsatz wurde durch eine gute Preisgestaltung und trotz geringerem Angebot verursacht. Dieses geringere Angebot führte jedoch zu einem Rückgang unserer Dienstleistungserlöse. Außerdem mussten wir zusätzliche Kosten für die Umstrukturierung und Fortführung des Betriebs und anderer Dienstleistungen im Rahmen der Corona-Vorschriften aufbringen und waren mit höheren krankheitsbedingten Fehlzeiten konfrontiert. Diese Faktoren zusammen führten zu einem Verlust von 5,8 Mio. Euro. Der Verlust wurde durch zusätzliche - teilweise temporäre - Kosteneinsparungen begrenzt. Corona wird auch im Jahr 2021 noch Einfluss auf die Royal FloraHolland haben. Unsere vorsichtige Erwartung für dieses Jahr ist, dass wir in der Lage sein werden, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen." (Royal FloraHolland)

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