Floridata: Exportwert gesunken

Der niederländische Verband der Großhändler für Floristikprodukte berichtet, dass der niederländische Blumen- und Pflanzengroßhandel mit einem Rückgang von 10% ins neue Jahr gestartet ist.

Niederländische Blumen- und Pflanzenhändler konnten zu Jahresbeginn weniger Ware exportieren. Bild: GABOT.

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Der niederländische Blumen- und Pflanzengroßhandel beginnt das neue Jahr mit einem Rückgang von 10%. Das berichtet der niederländische Verband der Großhändler für Zierpflanzenprodukte auf Basis der Exportstatistik von Floridata. Der Exportwert sank im Januar auf 422 Mio. Euro. Der Vorlauf zum Valentinstag sorgte für hohe Kaufpreise. Trotz des rauen Winterwetters kam es zu keinen größeren Lieferverzögerungen und die Händler blicken positiv auf diese Zeit zurück", sagt Matthijs Mesken, Direktor des VGB.

Die niederländischen Blumen- und Pflanzenhändler schnitten im Januar weniger gut ab. Topfpflanzen schnitten mit einem Rückgang von 15% auf 143 Mio. Euro schlechter ab als Schnittblumen mit einem Rückgang von 8% auf 279 Mio. Euro. Der Januar hatte zwei Handelstage weniger als im letzten Jahr", sagt Wesley van den Berg, Geschäftsführer von Floridata.

Schwankungen Januar geprägt von Schließungen und Brexit

Vor allem in Deutschland gab es einen starken Rückgang von 17%. Der Export von Pflanzen an Gartencenter und Baumärkte ist unter anderem wegen des Lockdowns nahezu zum Erliegen gekommen. Der Export in das Vereinigte Königreich ging mit 4% zurück, wobei Topfpflanzen schlechter abschnitten als Schnittblumen. Schnittblumen werden ab dem 1.1.2021 wegen des Brexit teuer bezahlt, da auf die Durchfuhr von Nicht-EU-Blumen ein Einfuhrzoll von 8% erhoben wird. Die meisten Pflanzen wurden im Dezember gekauft, da in Großbritannien ab dem 1. Januar eine Sperre und phytosanitäre Auflagen gelten", erklärt Matthijs Mesken. Ein kleiner Rückgang von 1% bei den Exporten nach Frankreich verdeutlicht die Lockerung der Corona-Maßnahmen seit Ende November, wodurch die Nachfrage nach Pflanzen sogar gestiegen ist. Italien zeigt eine leichte Erholung mit einem Exportwachstum von 6%.

Vorlauf zum Valentinstag mäßig positiv

Die Händler blicken verhalten positiv auf die Zeit vor dem Valentinstag, einem der wichtigsten Geschenkmomente für Blumen und Pflanzen. Die Einkaufspreise für Blumen waren höher als im letzten Jahr, was es schwierig macht, Margen zu erzielen", sagt Paul van den Oever von Kariflex B.V., der auf dem europäischen Markt aktiv ist. Trotz höherer Blumen- und Luftfrachtpreise haben wir ein leicht höheres Volumen und einen deutlich höheren Umsatz erzielt", berichtet Carlo Vijverberg, Geschäftsführer von Florca B.V. Das Blumenexportunternehmen ist auf Luftfracht zu fernen Zielen spezialisiert und zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. "Die meisten unserer Valentinsbestellungen sind vor dem Wintersturm vom letzten Wochenende abgegangen. Die Sendungen, die letzten Dienstag und Mittwoch abgefahren sind, waren glücklicherweise nicht von der Kälte und dem Schnee betroffen", ergänzt Carlo Vijverberg. "Auch bei Kariflex kamen alle Lieferungen zum Valentinstag bei den Kunden an. Das Winterwetter hat uns etwas mehr Mühe gekostet, aber keine größeren Verzögerungen verursacht", sagt Paul van den Oever. (Floridata)

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