World Horti Center: Webinar zum Brexit

In einem Webinar am 29. Oktober 2020 im World Horti Center berichten Experten über die Folgen des Brexits für die Zierpflanzenbranche.

Großbritannien hat die EU am 31. Januar 2020 verlassen. Bild: Royal FloraHolland.

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Beim Brexit geht es nicht nur um mögliche Einfuhrzölle. Die wirtschaftlichen Konsequenzen gehen viel weiter. In einem Webinar im World Horti Center berichten Experten über die Folgen für die Zierpflanzenbranche. Für Royal FloraHolland wird Eline van den Berg die Impactanalyse erläutern, die in das Unternehmen durchgeführt hat. Das Webinar findet am 29. Oktober 2020 statt.

Großbritannien hat die EU am 31. Januar 2020 verlassen. Bis zum 31. Dezember 2020 läuft noch eine Übergangsfrist. Während dieser Frist muss sich Großbritannien weiter an die EU-Regeln und Gesetze halten. Nach diesem Stichtag gelten die EU-Regeln für Großbritannien nicht mehr, und durch neue Grenzen, höhere Einfuhrkosten, komplexere Verfahren und mehr Kontrollen werden sich die Geschäftsbeziehungen zu dem Land gravierend ändern.

Der Brexit hat eventuell gravierende Folgen für Gärtnereibetriebe in den Niederlanden, die auch andere Betriebe treffen können. Kann man sich in der relativ kurzen Übergangsfrist darauf vorbereiten? Was ist beim Handel, der Einfuhr nach und der Ausfuhr aus Großbritannien zu erwarten? Gemeinsam mit Experten von Partnerorganisationen beleuchtet das World Horti Center in diesem Webinar die wirtschaftlichen Folgen des Brexits.

Gravierende Folgen

Eline van den Berg berichtet für Royal FloraHolland über die Impactanalyse, die das Unternehmen durchgeführt hat. "Aus dieser Analyse ergibt sich, dass die teureren niederländischen Zierpflanzenprodukte gravierende Folgen für den Markt und für unsere Wettbewerbsposition in Großbritannien haben". In der Analyse werden die Veränderungen des Prozesses betrachtet, über den Blumen und Pflanzen nach Großbritannien transportiert werden. Dieser wird sich durch zusätzliche Kosten verteuern.

"Diese Auswirkungen des Brexits auf die Zierpflanzenbranche werden wenig beachtet. Deshalb haben wir eine Übersicht erstellt, was sich alles verändern wird und in welchem Ausmaß Blumen für Großbritannien dadurch teurer werden. Zu denken ist dabei an höhere Zölle, Einfuhrabgaben, Währungsverluste und die Verzögerung des Prozesses durch Grenzkontrollen."

Experten haben das Wort

Neben Eline van de Berg erläutern auch andere Experten die wirtschaftlichen Folgen des Brexits:

- Nigel Jenney von Fresh Produce Consortium, dem betroffenen Wirtschaftsverband in Großbritannien, stellt seine Vision zur Entwicklung des Marktes für Frischprodukte vor. Welche Sicht auf den Brexit haben die britischen Handelspartner?

- Stefan Koopman von der Rabobank berichtet über den Wert des britischen Pfund und ob es sich erholen oder seine heutige Schwäche beibehalten wird. Dabei erläutert er auch einige makroökonomische Folgen des Brexits.

- Gert Mulder ist Brexit-Koordinator bei GroentenFruit Huis und sieht große logistische Probleme für den Export von Gemüse und Obst nach Großbritannien voraus. Er wird dabei verschiedene Lösungen und Szenarien darstellen.

- Winand Quaedvlieg, der für VNO-NCW als ständiger Vertreter in Brüssel tätig ist, skizziert das politische Bild des Brexits. Ohne Gesetze und Regeln weiß niemand mehr, woran er ist, und ein freier Warenverkehr existiert nicht mehr.

- Suse van Kleef, Korrespondentin in Großbritannien u. a. für NOS und die Tageszeitung AD, wird als Moderatorin vermitteln, was der Brexit für die Zierpflanzenbranche bedeutet.

Sie sind herzlich eingeladen, an diesem Webinar am 29. Oktober 2020 von 15.00 bis 17.00 Uhr teilzunehmen. Eine Anmeldung ist notwendig. Mit der Teilnahme sind keine Kosten verbunden.

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