Ter Laak: Baut 5 ha-großes Tageslicht-Gewächshaus

Die niederländischen Brüder Eduard und Richard ter Laak erweitern ihren Phalaenopsis-Produktionsbetrieb um ein 50.000 m2 großes Tageslicht-Gewächshaus.

Phalaenopsis-Produktionsbetrieb Ter Laak

Richard ter Laak

Jungpflanzenanzucht

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Die niederländischen Brüder Eduard und Richard ter Laak erweitern ihren Phalaenopsis-Produktionsbetrieb um ein 50.000 m2 großes Tageslicht-Gewächshaus. Seit 2013 nutzt man bei ter Laak für die Junfpflanzenanzucht bereits ein 4.000 m2 großes "DaglichtKas". Jetzt ist man bei Ter Laak bereit, voll in diese Technik zu investieren, wobei die mit dem bestehenden Gewächshaus gemachten Erfahrungen genutzt werden sollen. Die Firmen Technokas und Bode Project- en Ingenieursbureau haben das Tageslicht-Gewächshaus-Konzept entwickelt und realisieren nun dieses Projekt. Der Bau beginnt Mitte Februar 2017; die Bauarbeiten sollen im Jahr 2018 abgeschlossen werden.

"Wachstum in der Fläche ist bei Ter Laak Orchideen nicht das Allerwichtigste, aber dieser Schritt passt zu unserem Anspruch und der Strategie. Das Tageslicht-Gewächshaus macht es möglich, weitere Energieeinsparungen zu realisieren und in moderne Automatisierung zu investieren, um unsere Kunden zufriedenzustellen," sagt Richard Ter Laak.

Der vorhandene Standort von Ter Laak ist bereits mit Anlagen und Technologien für einen optimalen Energieeinsatz ausgestattet. Mit dem 2013 gebauten "DaglichtKas" wurde dies weiter optimiert. In den ersten Jahren wurden Energieeinsparungen von mehr als 50% bei der Wärme und 30% Stromeinsparungen bei die Beleuchtung realisiert. Darüber hinaus hat sich auch die Pflanzenqualität verbessert.

Das Tageslicht-Gewächshaus ist komplett mit Doppelglas verglast. Energieschirme sind nicht installiert. Das Dach hat eine spezielle Installation, bestehend aus Linsen (im Doppelglas) und beweglichen Panels. Es funktioniert wie eine Schirminstallation: Das ganzes Tageslicht wird auf eine Linie konzentriert und durch die beweglichen Panels gesammelt. Falls zu viel Licht vorhanden ist, wird das Licht direkt umgelenkt, so dass nur diffuses Licht übrig bleibt. Eine Schirminstallation an der Außenseite wird nicht benötigt. Das konzentrierte Sonnenlicht erwärmt die Panels und sammelt Energie aus dem Gewächshaus. Diese Energie wird in den verschiedenen Systemen (Brunnen, Wärmepumpe, Puffersysteme) gespeichert und verwendet. Das Ergebnis ist ein Gewächshaus mit wenig bis gar keinem Nettoenergieverbrauch, das zu jeder Zeit ein optimales Treibhausklima mit optimalem Licht für die Pflanze schafft.

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