Syngenta: "Innovationen für die Natur"

Syngenta und The Nature Conservancy (TNC) gaben am 29. April ihre neue Zusammenarbeit unter dem Titel "Innovationen für die Natur" bekannt, mit der in den wichtigsten Agrarregionen weltweit die Bodengesundheit, die Ressourceneffizienz und der Schutz natürlicher Lebensräume verbessert werden sollen.

Syngenta zählt zu den führenden Agrarunternehmen weltweit. Bild: Syngenta.

Anzeige

Dabei werden die Forschungs- und Entwicklungskompetenzen von Syngenta mit dem Know-how von TNC in den Bereichen Wissenschaft und Naturschutz kombiniert, um nachhaltige Praktiken in der Landwirtschaft in größerem Maßstab umsetzen zu können. Syngenta und TNC arbeiten seit über einem Jahrzehnt bei verschiedenen Projekten zusammen, die die nachhaltige Landwirtschaft fördern. Mit dieser Zusammenarbeit soll veranschaulicht werden, wie Unternehmen ihre Geschäftsstrategie neu bewerten können, indem sie Nachhaltigkeit in ihre Entscheidungsprozesse einfließen lassen und neue Wege für die Zusammenarbeit mit Landwirten finden. Die Organisationen prüfen Investitionen in neue Lösungen für die Präzisionslandwirtschaft, den Zwischenfruchtanbau, die integrierte Schädlingsbekämpfung, biologische Lösungen, Fernerkundung und -analyse, verbessertes Saatgut und andere nützliche Methoden und Maßnahmen. TNC und Syngenta bündeln ihre Kräfte, um neue Innovationen und Technologien zu identifizieren und zu testen. Auf diese Weise sollen Landwirte und die Umwelt schneller und in größerem Maßstab von den Vorteilen profitieren können, als dies eine Organisation alleine ermöglichen könnte.

„Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit The Nature Conservancy auszubauen. Wir schätzen ihr Know-how im Bereich Naturschutz und ihren partnerschaftlichen und pragmatischen Ansatz, wie sie Landwirte bei der Integration nachhaltiger Konzepte unterstützen“, sagte Erik Fyrwald, Chief Executive Officer von Syngenta. „Mit dieser Zusammenarbeit möchten wir unsere Innovations-Pipeline auf größere ökologische Vorteile ausrichten und die landwirtschaftlichen Praktiken grundlegend verändern, um eine bessere Bodengesundheit, Ressourceneffizienz und Anpassung an den Klimawandel zu ermöglichen.“

Der Schwerpunkt dieser mehrjährigen Zusammenarbeit liegt darauf, bessere Ergebnisse beim Naturschutz zu erzielen. Dafür sollen das Vertriebsnetz und die Forschungs- und Entwicklungskompetenzen von Syngenta genutzt werden, ebenso wie Partnerschaften mit internationalen Organisationen, Landwirten und Gemeinschaften. Externe und unabhängige Experten werden – wo notwendig – hinzugezogen, um zu beurteilen, ob mit der Zusammenarbeit ein messbarer Nutzen für die Natur erzielt wird. Die Syngenta Stiftung für Nachhaltige Landwirtschaft, die Kleinbauern bei der Produktivitätssteigerung und besserem Marktzugang unterstützt, wird ebenfalls wesentlich an der Zusammenarbeit beteiligt sein.

„Nahrungsmittel nachhaltig anzubauen und zu produzieren ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir uns dem Klimawandel und anderen globalen Herausforderungen stellen und diese erfolgreich meistern wollen“, sagte Mark Tercek, Chief Executive Officer bei TNC. „Um die Natur zu schützen – und wir alle sind auf die Natur angewiesen –, muss überall in unserem Nahrungsmittelsystem mehr getan werden, um die Abholzung der Wälder zu verhindern, die Biodiversität zu schützen und die Bodengesundheit zu verbessern. Unsere Zusammenarbeit mit Syngenta ist ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt, wie zwei Organisationen mit unterschiedlichen Missionen und Zielen zusammenarbeiten und Innovationen neu definieren können.“

Teil der Zusammenarbeit zwischen Syngenta und TNC sind Projekte zur Verbesserung der Ressourceneffizienz, der Bodengesundheit und des Schutzes von Biotopen in den folgenden wichtigen landwirtschaftlichen Regionen:

  • Argentinien: In der Region Chaco wird der Schwerpunkt auf dem Erhalt der Biodiversität und der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen liegen. Das Projekt zielt auf den Wiederaufbau und den Erhalt des natürlichen Lebensraums Wald ab, was zur Regulierung des Nährstoffkreislaufs und Eindämmung von Schädlingen beiträgt. Zudem werden dadurch Windschutzstreifen gegen die Bodenerosion geschaffen, die Kohlendioxidabscheidung ermöglicht und die Qualität von Süßwasser verbessert. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden Syngenta und TNC Richtlinien mit bewährten Verfahrensweisen (Best Practices) und eine Anleitung für die Landwirte ausarbeiten.
  • Brasilien: Im Zuge der Zusammenarbeit werden neue Studien über den Nutzen von geschützten und wieder aufgeforsteten Lebensräumen für Landwirtschaft und Naturschutz erstellt. Auf diese Weise werden die wirtschaftlichen Vorteile bewährter landwirtschaftlicher Praktiken erforscht und weitergegeben, wobei der Fokus auf der Verbesserung der Flächenproduktivität degradierter Weideflächen liegt.
  • China: In Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen und Wissenschaftlern wird der Fokus auf die Bodengesundheit und Flächenproduktivität in ariden Kartoffelanbaugebieten gerichtet. Die Organisationen bewerten und testen die ökologischen und industriellen Folgen des durchgehenden Kartoffelanbaus und arbeiten an der Erforschung eines wissenschaftsbasierten, nachhaltigen Fruchtfolge-Modells für die Region.
  • Kenia: Im dicht bevölkerten Murang’a County außerhalb von Nairobi arbeitet das Team mit Landwirten zusammen, um Maßnahmen für das Auffangen und die Speicherung von Regenwasser umzusetzen, was eine Bewässerung außerhalb der Saison ermöglichen soll. Auf diese Weise können die Landwirte ihre Einnahmen erhöhen. Darüber hinaus wird so die Bodenerosion verringert, was der Fruchtbarkeit des Bodens, den Ernteerträgen und der Wasserqualität zugutekommt. Im Rahmen des Projekts werden auch Bodenanalysen vorgenommen, und die Landwirte erhalten eine Schulung in Methoden der integrierten Schädlingsbekämpfung. Damit können die Landwirte den Nutzen der Bewässerung außerhalb der Saison maximieren.
  • USA: Im Rahmen der Zusammenarbeit werden über landwirtschaftliche Einzelhändler, die Produkte von Syngenta vertreiben, Naturschutzmaßnahmen vermittelt wie das Nährstoffmanagement, die Bewirtschaftung von Feldrändern und der Schutz von Biotopen sowie entsprechende Anreize geschaffen. Zunächst wird der Schwerpunkt auf der Landwirtschaft an den Wasserläufen des Saginaw Bay und Western Lake Erie liegen.

Zu Beginn des Monats gab Syngenta bekannt, ihre Innovationen zu beschleunigen, um damit auf die zunehmenden Herausforderungen von Landwirten auf der ganzen Welt wie Klimawandel, Bodenerosion und abnehmende Biodiversität sowie auf die sich verändernden Erwartungen und Ansichten der Konsumenten in Bezug auf landwirtschaftliche Technologien zu reagieren. Dabei wird sich das Unternehmen auf folgende Schwerpunkte konzentrieren: Innovationen, die sich an den Bedürfnissen der Gesellschaft und Natur orientieren; möglichst geringe Produktrückstände in Nutzpflanzen und in der Umwelt; Investitionen, wo sie für Landwirte und Natur wichtig sind. Dieser Ansatz – und die Zusammenarbeit mit TNC – baut auf dem Plan für verantwortungsvolles Wachstum (The Good Growth Plan) auf. Damit ging Syngenta sechs Verpflichtungen bis 2020 ein in Bereichen, in denen unbedingt Verbesserungen erzielt werden müssen, um die Zukunft der Landwirtschaft und des Ökosystems der Erde zu sichern. (Syngenta)

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.