RLV: Pflanzenschutzmittelrückstände konstant gering

Auch in 2017 wurden nur sehr selten zu hohen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln an in Deutschland und der EU hergestellten Lebensmittel nachgewiesen.

Häufig konsumierte Lebensmittel weisen seit Jahren kaum oder gar keine Überschreitungen auf. Bild: GABOT.

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In Deutschland und der EU erzeugte Lebensmittel waren in 2017 zum wiederholten Male nur sehr selten mit zu hohen Rückständen an Pflanzenschutzmitteln belastet. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) berichtet, belegen dies die Ergebnisse einer Untersuchung, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlicht hat.

Unterschiede gibt es laut RLV bei der Betrachtung verschiedener Kulturen und Erzeugnisse. Häufig konsumierte Lebensmittel wie Möhren, Kartoffeln oder Äpfel sowie beliebte saisonale Erzeugnisse wie Erdbeeren oder Kirschen weisen laut RLV seit Jahren kaum oder gar keine Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen auf. Besonders viele Überschreitungen gab es bei Tee (14,7 %), getrockneten Bohnen (9,5 %), frischen Kräutern (9 %) und Paprika (7,4 %).

Positiv ist der Trend bei Lebensmitteln, die für sensible Verbrauchergruppen vorgesehen sind. Insbesondere bei Säuglings- und Kleinkindernahrung wurden weniger Höchstgehaltsüberschreitungen nachgewiesen. Hier gelten besonders strenge Vorschriften und sehr niedrige Höchstgehalte für Pflanzenschutzmittelrückstände.

Im Rahmen der Kontrollen wurden 20.202 Lebensmittelproben auf Rückstände untersucht. In Proben aus Deutschland ist die Überschreitungsquote von 1,7 % im Vorjahr auf 1,1 % in 2017 gesunken, während sie bei Lebensmitteln aus den EU-Mitgliedsstaaten von 1,6 % auf 1,9 % leicht gestiegen ist. Bei Erzeugnissen aus Drittländern hingegen kam das BVL auf eine unveränderte Quote von 6,3 % der Proben, berichtet der RLV.  (RLV)

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