METRO: Flächenbereinigte Umsatzzuwächse

Mit leichten flächenbereinigten Umsatzzuwächsen hat METRO in den 9 Monaten zu Ende Juni 2018 ein insgesamt solides Geschäftsergebnis erreicht. Im Großhandel hat METRO erneut den Umsatz gesteigert und weist für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres ein flächenbereinigtes Plus von 1,2% aus.

Mit leichten flächenbereinigten Umsatzzuwächsen hat METRO in den 9 Monaten zu Ende Juni 2018 ein insgesamt solides Geschäftsergebnis erreicht.

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Im 3. Quartal wuchs bei METRO das Großhandelsgeschäft auf vergleichbarer Fläche um 1%. Die berichteten Umsätze werden insbesondere durch Wechselkurseffekte belastet. Im Konzern (also einschließlich Real) steigerte METRO den Umsatz in den 9 Berichtsmonaten flächenbereinigt um 0,7 %, wobei Real Einbußen zu verzeichnen hatte. Im 3. Quartal ging der flächenbereinigte Konzernumsatz insbesondere wegen der Osterverschiebung leicht um 0,5% zurück. Das EBITDA des Konzerns im Neunmonatszeitraum erreichte 1.071 Mio. Euro, in Q3 302 Mio. Euro.

Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG, erklärt zu den vorgelegten Zahlen: "Das dritte Quartal bestätigt den positiven Trend in der großen Mehrheit unserer Geschäftseinheiten. Es zeigt auch, dass wir einzelne Fehlentwicklungen rasch und effektiv korrigieren. Wir haben im Großhandel, der bezogen auf den Umsatz für 80% unserer Geschäftsaktivitäten steht, unsere positive Entwicklung beim flächenbereinigten Umsatz fortgesetzt. Die EBITDA-Marge unseres Großhandelsgeschäfts liegt stabil bei guten 4,7%. Russland ist und bleibt für METRO ein wichtiger Markt. Die von uns eingeleiteten Maßnahmen zeigen erste Wirkung bei Umsatz und Ergebnis. Auf dieser verbesserten Basis setzen wir unsere Anstrengungen in Russland konsequent fort. In Westeuropa einschließlich Deutschland sehen wir im dritten Quartal einen temporären nachteiligen Umsatzeffekt in Groß- und Einzelhandel bedingt durch die Verschiebung des wichtigen Ostergeschäftes. Real hat nach der Kündigung des Zukunftstarifvertrages zunächst deutliche Lohnsteigerungen verbucht, mit der neuen Tariflösung aber die Voraussetzungen für langfristig wettbewerbsfähige Lohnkostenstrukturen geschaffen. Dies ist gemeinsam mit dem erfolgreichen Markthallen-Konzept und dem weiterhin rasant wachsenden Online-Marktplatz von Real die Basis für substanzielle Wertsteigerung. Angesichts der insgesamt soliden Entwicklung bestätigen wir den Ausblick für das Geschäftsjahr 2017/18."

METRO beim flächenbereinigten Umsatz weiter über Vorjahr

METRO hat im Neunmonatszeitraum 2017/18 den flächenbereinigten Umsatz um 0,7% gesteigert, der von der positiven flächenbereinigten Entwicklung bei METRO Wholesale getragen wurde. Der berichtete Umsatz verringerte sich aufgrund negativer Wechselkurseffekte um -1,4% auf 27,6 Mrd. Euro. Im 3. Quartal 2017/18 verringerte sich der flächenbereinigte Umsatz von METRO leicht um -0,5%. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Osterverschiebung zurückzuführen. Der berichtete Umsatz verringerte sich aufgrund negativer Wechselkurseffekte um -3,7% auf 9,0 Mrd. Euro.

Das betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen erreichte im Neunmonatszeitraum 2017/18 insgesamt 1.063 Mio. Euro (9M 2016/17: 1.121 Mio. Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf negative Währungseffekte sowie Ergebnisbelastungen im Zusammenhang mit der Kündigung des Zukunftstarifvertrages bei Real zurückzuführen. Auch der Umsatzrückgang in Russland hatte einen Effekt, der allerdings im 3. Quartal im Vergleich zum Vorquartal durch eingeleitete Maßnahmen gemindert werden konnte. Es wurden Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen von 8 Mio. Euro (9M 2016/17: 127 Mio. Euro) vereinnahmt. Das EBITDA im Neunmonatszeitraum erreichte 1.071 Mio. Euro (9M 2016/17: 1.248 Mio. Euro).

Im 3. Quartal 2017/18 betrug das EBITDA ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen 302 Mio. Euro (Q3 2016/17: 379 Mio. Euro). Es fielen keine nennenswerten Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen an (Q3 2016/17: 9 Mio. Euro). Das EBITDA beträgt 302 Mio. Euro (Q3 2016/17: 389 Mio. Euro). Dies ist insbesondere zurückzuführen auf die Ergebnisbelastungen im Zusammenhang mit der Kündigung des Zukunftstarifvertrags bei Real.

Das auf die METRO entfallende Periodenergebnis erreichte im Neunmonatszeitraum 2017/18 238 Mio. Euro (9M 2016/17: 240 Mio. Euro). Im dritten Quartal 2017/18 lag es bei 57 Mio. Euro (Q3 2016/17: 75 Mio. Euro).

Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag im Neunmonatszeitraum 2017/18 bei 0,66 Euro (9M 2016/17: 0,66 Euro). Im 3. Quartal 2017/18 lag das EPS bei 0,16 Euro (Q3 2016/17: 0,21 Euro).

Die bilanzielle Nettoverschuldung betrug zum 30. Juni 2018 insgesamt 3,9 Mrd. Euro (30. Juni 2017: 3,8 Mrd. Euro).

METRO Wholesale wächst flächenbereinigt und stark in der Belieferung

Der flächenbereinigte Umsatz von METRO Wholesale legte im Neunmonatszeitraum 2017/18 um 1,2% zu. Hierzu trugen insbesondere die Geschäfte in Deutschland, Osteuropa ohne Russland und Asien bei. Bedingt durch nachteilige Wechselkursentwicklungen insbesondere in Russland, in der Türkei und in Asien verringerte sich der berichtete Umsatz um -1,3% auf 22,1 Mrd. Euro.

Im 3. Quartal 2017/18 stieg der flächenbereinigte Umsatz von METRO Wholesale um 1,0%. Zu dem Wachstum trugen Asien und insbesondere Osteuropa ohne Russland mit einem zweistelligen Wachstum in der Türkei, der Ukraine und Rumänien bei. In Deutschland und Westeuropa machte sich das fehlende Ostergeschäft bemerkbar. Bedingt durch nachteilige Wechselkursentwicklungen insbesondere in Russland und der Türkei verringerte sich der berichtete Umsatz um -2,8% auf 7,3 Mrd. Euro.

In Russland ging der flächenbereinigte Umsatz im Neunmonatszeitraum 2017/18 deutlich um -7,0% zurück. Der berichtete Umsatz lag bedingt durch negative Wechselkurseffekte bei -16,4%. Das 3. Quartal 2017/18 zeigte im Vergleich zum Vorquartal eine spürbare Trendverbesserung: Durch geeignete Maßnahmen konnte der flächenbereinigte Umsatzrückgang deutlich verlangsamt werden (-3,2%). Der berichtete Umsatz sank wechselkursbedingt um -19,5%.

Der flächenbereinigte Umsatz in Deutschland stieg im Neunmonatszeitraum 2017/18 um 1,2%. Der berichtete Umsatz stieg um 0,5%. Im 3. Quartal 2017/18 verringerte sich der flächenbereinigte Umsatz in Deutschland insbesondere bedingt durch die Osterverschiebung um -1,7%. Der berichtete Umsatz ging um -2,4% zurück.

Das Geschäft mit den Kernkundengruppen Horeca (Hotels, Restaurants, Caterer) und Trader entwickelte sich weiter positiv und zeigte ein deutliches Wachstum. Bei Horeca stieg der flächenbereinigte Umsatz im Neunmonatszeitraum um 3,8%, im 3. Quartal um 3,3%. Bei den Trader-Kunden wuchs der flächenbereinigte Umsatz in den Fokusländern (Bulgarien, Tschechien, Indien, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei) im dritten Quartal um 3,7% (9M: -0,6%), hier zeigt sich die Trendverbesserung in Russland.

Das Belieferungsgeschäft von METRO Wholesale entwickelte sich sehr dynamisch, und der Umsatz stieg im Neunmonatszeitraum 2017/18 um ca. 17% auf 3,9 Mrd. Euro. Beigetragen hat dazu insbesondere die Akquisition von Pro à Pro. Damit beträgt der Umsatzanteil des Belieferungsgeschäfts nunmehr 18%. Im 3. Quartal 2017/18 wuchs der Umsatz um rund 10 % und erreichte einen Umsatzanteil von ca. 19%.

Das EBITDA ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen erreichte im Neunmonatszeitraum 2017/18 insgesamt 967 Mio. Euro (9M 2016/17: 1.030 Mio. Euro). Dies entspricht einer währungsbereinigten Veränderung von -22 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung in Russland in Höhe von -64 Mio. Euro (währungsbereinigt -37 Mio. Euro) ist im Wesentlichen umsatzbedingt.

Das EBITDA ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen ging im 3. Quartal 2017/18 insbesondere durch die Osterverschiebung und eine negative Währungsentwicklung auf 345 Mio. Euro (Q3 2016/17: 357 Mio. Euro) zurück. Dies entspricht einer währungsbereinigten Anstieg von 6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung in Russland in Höhe von -14 Mio. Euro (währungsbereinigt 0 Mio. Euro) ist auf einen verbesserten Umsatztrend gegenüber Q2 und einen positiven Einmaleffekt in Höhe von rund 10 Mio. Euro zurückzuführen.

Real mit starkem Wachstum im Online-Geschäft

Der Umsatz von Real verringerte sich im Neunmonatszeitraum 2017/18 flächenbereinigt um -1,0% insbesondere aufgrund eines rückläufigen stationären Geschäfts. Der berichtete Umsatz ging um -1,5% auf 5,4 Mrd. Euro zurück. Im 3. Quartal verringerte sich der flächenbereinigte Umsatz deutlich um -6,6%. Dieser Rückgang ist insbesondere auf das fehlende Ostergeschäft und auf eine temporäre Beeinträchtigung der Warenverfügbarkeit zurückzuführen. Der berichtete Umsatz sank um -7,2%.

Sehr positiv entwickelte sich weiterhin der Onlineumsatz. Dieser stieg im Neunmonatszeitraum 2017/18 um rund 34% und erreichte damit einen Umsatzanteil von ca. 2%. Im 3. Quartal 2017/18 stieg der Umsatz um rund 30% und erreichte entsprechend einen Umsatzanteil von ca. 2%.

Im Neunmonatszeitraum 2017/18 lag das EBITDA ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen bei 129 Mio. Euro (9M 2016/17: 121 Mio. Euro). Im Vorjahr waren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 46 Mio. Euro enthalten. Dem gegenüber standen Ergebnisbelastungen im Zusammenhang mit der Kündigung des Zukunftstarifvertrages im aktuellen Jahr.

Im 3. Quartal 2017/18 erreichte das EBITDA ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen -7 Mio. Euro (Q3 2016/17: 33 Mio. Euro). Dieser Rückgang erklärt sich wesentlich durch die mit der Kündigung des Zukunftstarifvertrages einhergehende Erhöhung des Tarifentgelts für die Mitarbeiter, die bereits vor Wirksamwerden der Umstrukturierung am 8. Juni 2018 für Real tätig waren, sowie durch die - ebenfalls durch die Kündigung des Zukunftstarifvertrages bedingte - Abgrenzung von unter dem Zukunftstarifvertrag vorübergehend reduzierten Urlaubsgeld- und Weihnachtsgeldansprüchen für das Jahr 2018. Dies führt in einem ersten Schritt zu deutlich höheren Personalkosten in diesem und dem nächsten Quartal sowie im kommenden Geschäftsjahr. Allerdings werden sich die Personalkosten auf Zeit reduzieren, je mehr das seit dem 8. Juni 2018 geltende, neue Tarifsystem greift. Nach diesem neuen Tarifsystem werden Mitarbeiter, die seit dem 8. Juni 2018 neu eingestellt werden, nach dem wettbewerbsfähigen Tarifvertrag bezahlt, welcher zwischen der DHV und dem Arbeitgeberverband AHD abgeschlossen wurde. Zwischenzeitlich sind über 1.250 neue Mitarbeiter unter dem DHV-Tarifvertrag eingestellt worden. Damit kann die Personalkostenlücke zu anderen Wettbewerbern im deutschen Lebensmitteleinzelhandel nach und nach geschlossen werden.

METRO bestätigt Ausblick für das Geschäftsjahr 2017/18

In Bezug auf den Gesamtumsatz rechnet die METRO AG für das Geschäftsjahr 2017/18 mit einer Wachstumsrate von mindestens 0,5%. Für METRO Russland erwartet die METRO davon abweichend eine Umsatzentwicklung deutlich unter Vorjahr. Für Real erwartet die METRO bei der Umsatzentwicklung eine leichte Verbesserung gegenüber der des Vorjahres.

Der Vorstand der METRO AG geht nach einem Zuwachs von 0,5% beim flächenbereinigten Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2016/17 weiterhin von einer im Vergleich zum Vorjahr leicht höheren Wachstumsrate aus. Hierbei erwartet die METRO für METRO Russland eine Entwicklung merklich unter der des Vorjahres.

Der Vorstand der METRO AG geht davon aus, das EBITDA (währungsbereinigt und ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen) der METRO gegenüber dem Vorjahreswert von 1.436 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017/18 leicht zu steigern. Gegenläufig dazu wird für METRO Russland mit einem starken Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Die METRO geht davon aus, dass sich die heterogene Entwicklung bezogen auf das Ergebnis im weiteren Geschäftsjahresverlauf fortsetzen wird, wobei bei Real die Kündigung des Zukunftstarifvertrags das Ergebnis im 2. Halbjahr stark belasten wird.

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