Lubera: Mehr Züchtungsprogramme

Züchtung von neuen Sorten ist der Motor von Lubera, dem schweizerisch-deutschen Obst- und Beerenspezialisten.

Züchtung von neuen Sorten ist der Motor von Lubera, dem schweizerisch-deutschen Obst- und Beerenspezialisten. Bild: Lubera.

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Lubera stellt die Obst- und Beerenzüchtung für den Hausgartenmarkt vom Kopf auf die Füsse. Wurden früher vor allem Sorten im Garten eingeführt, die zunächst für den Erwerbsanbau gedacht waren, züchtet Lubera immer mit Fokus auf den Hobbygärtner – und Erwerbanbausorten sind allenfalls ein Nebenprodukt. Dieses Züchtungskonzept wird bei Lubera aktuell auf weitere Züchtungsgebiete übertragen (Stichwort ‚Edibles‘) und auch weiter intensiviert.

Züchtung von neuen Sorten ist der Motor von Lubera, dem schweizerisch-deutschen Obst- und Beerenspezialisten. Seit 2016 werden die Weichen gestellt, um hier die Pipeline nochmals entscheidend zu erweitern. Zunächst wurden und werden die Züchtungsprogramme in house und in Partnerschaften weiter ergänzt und vergrößert. Neben der Doppelführung der Himbeerzüchtung in Buchs und in East Malling werden jetzt auch zwei Programme für Brombeeren geführt (ebenfalls in Buchs und East Malling). In den letzten Jahren ist ein Heidelbeerzüchtungsprogamm gestartet worden, und ganz allgemein wird der Fokus von Obst und Beeren im engeren Sinne auf ‚Edibles‘, auf alles Essbare ausgeweitet:

Unter anderen wird neuerdings der Rhabarber züchterisch bearbeitet, und auch bei ausgewählten Nischenthemen wie Eleagnus und Tee (Camelia sinensis) wird intensive Kreuzungs- und Selektionsarbeit geleistet.

Dabei werden auch die Klassiker nicht vernachlässigt, pro Jahr werden zwischen 8.000 und 15.000 Apfel- und Birnensämlinge aus kontrollierten Kreuzungen produziert und in den nächsten Jahren wird eine ganze Linie von neuen vegetativ vermehrten rosablühenden, besser schmeckenden Zier- und Nutzerdbeeren für die verschiedensten Verwendungszwecke (Garten, Bodendecker, Topf, Klettererdbeeren, Ampeln) eingeführt.

Die Partnerschaft mit Northwoods Nursery (Oregon) sichert den Nachschub an besonderen Obstarten, aber beide Baumschulen züchten gemeinsam auch ganz intensiv an robusteren Pfirsichsorten.

Gardening first

Die Fokussierung der Züchtung auf den Hausgartenmarkt hat sich für Lubera in den letzten 15 Jahren ausbezahlt und wird weiterhin konsequent umgesetzt. Ein gutes Beispiel für die Priorisierung des Gartens ist die Züchtungszusammenarbeit mit East Malling: Hier hat Lubera spezielle eigene Sorten für den Hausgartenmarkt ausgelesen und bringt die ersten zwei Sorten (Primeberry® Malling Happy, die dornenlose Riesenhimbeere und Primeberry® Malling Passion) aktuell auf den Markt.

Markus Kobelt, der Gründer und Züchter von Lubera meint dazu: „Diese Sorten hätten für den Erwerbsanbau keine Chance gehabt: Malling Passion ist viel zu dunkel und hat ein ganz anderes Aroma als die klassischen Himbeeren, und Malling Happy wäre letztlich zu weich. Aber beide sind für unseren Markt, den Hausgarten, absolut geeignet und bringen Fortschritt (Fruchtgrösse und Fruchtqualität bei Malling Happy) und mehr Variation und Auswahl (Malling Passion)."

Gleichzeitig sind aber in East Malling auch zwei Erwerbsanbausorten gezüchtet worden, die nun eingeführt werden, spezifisch ausgelesen für die Erfordernisse des Erwerbsanbaus in England, Zentraleuropa und auch Südeuropa: Malling Charme und Malling Bella. Diese Sorten werden bei Lubera nun nicht automatisch ins Sortiment übernommen, sondern werden zuerst auf ihre Hausgarteneignung überprüft.

Schneller und breiter zum Hobbygärtner

„Unsere Züchtung und Züchtungspipeline ist zu groß, um nur uns zu dienen“, führt Markus Kobelt aus. "Diese Erkenntnis sei in den letzten Jahren gereift und werde aufs Frühjahr hin auch zu einigen Änderungen in der Vertriebsstruktur führen. Letztlich ist es unser Ziel, dass europäische Gärtner schneller und umfassender auf Lubera Sorten zugreifen können als bisher." Wie das genau geschehen wird, lässt sich der Lubera Geschäftsführer noch nicht entlocken. Markus Kobelt: „Schließlich müssen wir auch auf der IPM 2018 noch einige neue Nachrichten zu verkünden haben“.

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