Lubera: Mehr neue Sorten zu IPM

Lubera zeigt Neuheiten auf der IPM 2019 in Essen.

Lubera® stellt mehr neue Sorten zur IPM vor.

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Aber geht es denn um Neuheit nur um der Neuheit willen? Wie viele neue Sorten braucht es noch, wäre es nicht viel einfacher, man würde bei den alten Sorten bleiben, die doch eine unglaubliche Vielfalt anbieten? Auf diese häufig gestellte Frage hat Markus Kobelt eine klare Antwort parat: „Gartenpflanzen, gerade auch die sogenannten Edibles, also Obst, Beeren und Gemüse stehen nicht im luftleeren Raum. Sie sind ein Kind ihrer Zeit, der Gesellschaft und ihres Gartenverständnisses. Und entsprechend braucht es neue Sorten. Dazu kommt: Bei vielen Obst- und Beerenarten hat die Züchtung, die genetische Verbesserung im speziellen Hinblick auf den Garten eben erst begonnen. Da ist noch unendlich viel Raum, um Pflanzen einfacher, besser und resistenter zu machen. Und manchmal gelingt uns sogar eine Überraschung, die weder wir noch unsere Kunden erwartet hätten.“ In diesem größeren Rahmen sind auch die vielen Neuheiten der Lubera-Züchtung für die IPM zu sehen, die ab Februar online auf Lubera.com erhältlich sein werden, und die dann bei gutem Erfolg nach 1 oder 2 Jahren auch als Jungpflanzen bei der Schwesterfirma Lubera Edibles zur Verfügung stehen.

Schlaraffia® Himbeeren

In der Himbeerzüchtung für den Garten sind in den letzten 10 Jahren 2 Tendenzen dominant. Einerseits ist die Herbsthimbeere in der Nachfolge von Autumn Bliss größer und viel ertragreicher gemacht worden, und andererseits hat gerade auch Lubera® Sorten gezüchtet, die speziell kompakt sind (unter einem Meter) und die Himbeerkultur auf Terrasse und Balkon ermöglichen. Markus Kobelt erzählt, wie er auf die Idee der Schlaraffia®- Himbeeren kam und eine ganze Gruppe von Himbeerselektionen in der eigenen Züchtung plötzlich mit andere Augen sah: „Ich wurde aufmerksam, als sich ein englischer Gartenjournalist sehr beredt darüber beklagte, dass die superkompakten Himbeeren keinen richtigen Ertrag gäben, dass da nicht kg-weise Früchte zu ernten seinen!“ Natürlich war sein Anspruch, dass eine Pflanze mit 50 oder 80cm Höhe gleich viel trage wie ein ausgewachsener, 2m hoher Strauch, ziemlich ungerecht. Aber die Bemerkung, so Markus Kobelt, habe einen wahren Kern: „Viele Hobbygärtner wollen nicht nur Naschen, sie möchten auch richtig ernten, sie möchten das ‚Genug‘ und vielleicht sogar das ‚Zuviel‘, die Hülle mit Fülle spüren – aber bitte ohne allzu viel Aufwand. Eben wie im Scharaffenland! Wieder Markus Kobelt: „Wir haben, einfach weil es dem Züchtungsteam in der Schweiz und in England so praktisch erschien, in den letzten Jahren mindestens ein Dutzend Züchtungsselektionen ausgewählt, die ca. 120-150cm hoch werden, die man bequem, sozusagen auf Armeslänge ernten kann, die dornenlos und nicht zuletzt extrem ertragreich sind. Die nur mittlere Höhe ergibt sich natürlich aus der viel größeren Fruchtbarkeit und in der Regel aus dem frühen Erntebeginn. Voila: Die richtigen Pflanzen für den kleinen Garten, aber natürlich auch im Topf kultivierbar. Und so wurde die Idee einer speziellen Himbeerfamilie für den einfachen Garten, für eine riesige Ernte und den unendlichen Genuss (aber ohne allzu viel Arbeit) Wirklichkeit.

Himbeeren wie aus dem Schlaraffenland gibt es vorerst ab diesem Frühjahr in zwei Sorten: Schlaraffia® ‘Plentiful’ ist ganz einfach super ertragreich. Kurz bevor die ersten Früchte reif werden, Ende Juli, sieht man hier fast keine Blätter mehr vor lauter Jungfrüchten und Blüten. Wer ernten will, wer auch noch Konfitüre neben dem täglichen Birchermüesli machen möchte, ist hier perfekt bedient. Schlaraffia® ‘Naschmich’ ist die die Himbeer-gewordene Versuchung: Sie reift als eine der ersten Himbeeren, in gewissen Jahren schon ab Mitte Juli, die Ruten stehen stabil, einzeln, aufrecht, stramm, oben voll von Früchten für eine konzentrierte Ernte, in der Größe nur knapp kleiner als Malling Happy®. Die Sorte ‘Naschmich‘ schreit gerade danach, genascht zu werden. Der Unterschied zu Schlaraffia® Plentiful: Hier bei ‘Naschmich’ haben wir eine viel konzentriertet Ernte, grössere Früchte und aufrechtere Ruten, dort geniessen wir eine stärker verzweigte Pflanze, eine länger anhaltende Reifezeit, die man optisch fast schon als riesige Fruchtwelle wahrnimmt.

Die Zukunft der Sommerhimbeeren

Die großen Fortschritte der Herbsthimbeeren haben eine Zeitlang fraglich erscheinen lassen, ob man wirklich noch weiter in die Sommerhimbeerenzüchtung investieren will. Aber die konzentrierte Ernte zu Beginn des Sommers, das ausgezeichnete Aroma, aber mehr noch die neue Plage der Kirschessigfliegen, die sich im Spätsommer noch mehr vermehren und so die Herbsthimbeeren am stärksten befallen, hat bei Lubera zu einem Umdenken geführt. Die erste neue Sommerhimbeere aus der gemeinsamen Züchtung mit East Malling ist SummerChef®. SummerChef® reift für eine Sommerhimbeere relativ spät, wird erst Ende Juni bis Mitte Juli reif, aber das Aroma ist das beste Himbeeraroma, das man bei Lubera je genossen hat. Nur wer‘s ausprobiert, wird es je erfahren. Die Ruten - und das ist bei Sommerhimbeeren besonders wichtig, da hier der Schneideaufwand viel größer ist - sind weitgehend dornenlos, die höckrigen Stachelüberresten stören nicht weiter beim Ernten und Schneiden.

Fresh-T® - Echter Tee als Gartenpflanze

Lubera hat einige Jahre verschiedene Teeherkünfte (Camelia sinensis) auf ihre Härte getestet und die Wahl ist schließlich auf eine Sämlings Population aus Südkorea gefallen. In Norddeutschland kann Fresh-T®, wie Lubera seine Teepflanze nennt, problemlos ohne Winterschutz kultiviert werden, in Süddeutschland und in der Schweiz ist die Kultur im Kübel angebracht, damit im Winter problemlos ein leichter Winterschutz (an einem milden, aber schattigen Ort) angebracht werden kann. Pflanzt man auch in Süddeutschland aus, kann Fresh-T® unter -15°C auch mal zurückfrieren, regeneriert dann im Frühling aber gut wieder aus den Basisknospen. Es ist deshalb sehr wichtig, tief zu pflanzen oder die Pflanze über den Winter sogar anzuhäufeln oder mit einem Laubhaufen zu schützen. Warum aber nennt Lubera seinen echten Tee Fresh –T®. Weil darin gerade der Unterscheid zwischen echtem Gartentee und dem bekannten Teegenuss besteht: Der frische Tee im und aus dem Garten ermöglicht einen Tee, wie man ihn noch nicht kennt. Der Tee ist historisch und bis heute gewelkt, oxidiert, fermentiert, getrocknet und verarbeitet worden, zunächst einmal vor allem, um ihn lagerfähig und transportier- und handelbar zu machen. Jetzt im eigenen Garten wird zum ersten Mal ein wirklich frischer Tee möglich mit frischen Blättern und mit frischen Blüten, ein ganz neuer Genuss.

Der Neuheitenschub für den Sommer

Natürlich hat Lubera auch für die zweite Hälfte der Vegetationsperiode eine breite Palette von Neuheiten vorbereitet, die man schon ein erstes Mal auf der IPM vorstellen möchte.

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