FGL S.-H.: Sommerreise führt in verborgene Grachtengärten Amsterdams

Vom 15. bis zum 17. Juni 2018 findet Sommerreise des FGL S.-H. nach Amsterdam statt.

Die Mitglieder des FGL S.-H. nutzten während der „Open Tuinen Dage“ die Gelegenheit, niederländische Gartenkunst in den berühmten Grachtengärten zu erleben. Foto: FGL S.-H.

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Seit nahezu drei Jahrzehnten ist sie Tradition: die jährliche Sommerreise des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL S.-H.). Das Konzept: Fernab des Arbeitsalltags den kollegialen Austausch mit fachlicher Inspiration zu verbinden. Hierfür steuert der Verband mit seinen Mitgliedern jedes Jahr gartenbaulich reizvolle Ziele an. Vom 15. bis zum 17. Juni 2018 reisten die schleswig-holsteinischen Landschaftsgärtner nach Amsterdam, wo sie anlässlich der „Open Tuinen Dagen“ die sonst im Verborgen liegenden Gärten der Grachtenhäuser besichtigten.

Dass die Wahl des diesjährigen Ziels auf die niederländische Hauptstadt fiel, hat aus Sicht von Achim Meierewert, Geschäftsführer des FGL S.-H., mehrere gute Gründe: „Wie die Briten haben auch die Niederländer eine ganz besondere Affinität zu Gärten und Gartengestaltung. Dass wir während der Amsterdamer Tage der offenen Gärten die Möglichkeit hatten, niederländische Gartenkunst in den berühmten Grachtengärten zu erleben, hat uns die Entscheidung leicht gemacht.“

Die „Open Tuinen Dage“, also die Tage der offenen Gärten, werden jedes Jahr am dritten Juniwochenende vom Amsterdamer Museum Van Loon veranstaltet. An drei Tagen öffnen rund 30 Grachtengärten ihre Pforten für Besucher und offenbaren ein ansonsten verborgenes Stück Amsterdam. Denn für gewöhnlich liegen die schönsten Gärten der Stadt vor Blicken geschützt hinter den imposanten Grachtenhäusern. „Wenn man zu Fuß oder per Boot die Fassaden der Häuser passiert, ist nicht zu erahnen, dass sich hinter vielen der historischen Gebäude wunderschöne grüne Oasen verbergen“, so Meierewert.

Mit ihrer Dauerkarte für alle drei Tage erkundeten die 14 Teilnehmer der diesjährigen Sommerreise die zu Fuß zugänglichen Grachtengärten und ihre Kleinode. Denn als vor rund 400 Jahren der Grachtengürtel angelegt wurde, entwarf man nicht nur stattliche Häuser und prächtig blühende Gärten, sondern auch außergewöhnliche Gartenhäuser, pittoreske Lauben und Remisen. Neben den historischen Gartenhäusern gab es auch moderne Modelle zu bewundern, die sich harmonisch in Umgebung einfügen. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Hingabe und Traditionsbewusstsein die heutigen Besitzer ihre Grachtengärten erhalten und weiter gestalten. Dies steht in krassem Kontrast zu einigen fragwürdigen Trends in Deutschland, wo zum Beispiel immer mehr Grünflächen komplett verkieselt werden“, sagte der Präsident des FGL S.-H., Mirko Martensen.

Abgerundet wurde die Sommerreise des FGL S.-H. durch eine Grachtenfahrt per Boot, eine Stadtrundfahrt per Bus und eine Stadtführung zu Fuß. Auch für individuelle Stadterkundungen blieb den Teilnehmern genug Zeit, bevor sie abends zum gemeinsamen Essen wieder zusammenkamen. „Wir haben uns Amsterdam zu Lande und zu Wasser erschlossen und wunderbare Gartengestaltung zu Gesicht bekommen. Alle waren entspannt und haben die Reise genossen“, so das Fazit von Achim Meierewert zum Ende der Tour. Nach der Sommerreise ist vor der Sommerreise: „Wohin die Fahrt 2019 geht, ist noch offen. Die Planungen laufen jetzt an“, sagte Achim Meierewert. (Galabau)

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