BGL: Erfahrungsaustausch deutscher Baumpflegeorganisationen

Vertreter der deutschen Baumpflegeorganisationen unter dem Dach der Interessenvertretung Deutsche Baumpflege (IDB) trafen sich in Augsburg.

Erfahrungsaustausch der IDB-Mitglieder in Augsburg. Bild: BGL.

Anzeige

Zum 37. Mal trafen sich Vertreter der führenden deutschen Baumpflegeorganisationen unter dem Dach der Interessenvertretung Deutsche Baumpflege (IDB) im Frühsommer in Augsburg, um über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren – seien es politische wie fachliche –, sich über Aktivitäten auszutauschen und zu netzwerken. Zehn Baumpflegeorganisationen gehören mittlerweile der IDB an, deren Vorsitz Michael Hartmann, gleichzeitig Vorsitzender des BGL-Arbeitskreises Baumpflege, innehat. Alle Verbände organisieren einmal jährlich ihre Mitgliederversammlungen, die meist interne Fortbildungen mit namhaften Referenten im Fokus haben. Themen wie Baumschutz auf Baustellen, Eichenprozessionsspinnerbekämpfung, Rußrindenkrankheit, allgemeine Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Baumpflege, aber auch Mitgliedergewinnung sind allen Treffen gemein. Die beiden Lehr- und Versuchsanstalten Heidelberg und Großbeeren berichteten auch von ausgebuchten European Tree Worker-/European Tree Technician- und Fachagrarwirt-Kursen. Über den Sachstand der vom BGL angestoßenen Novellierung der Fachagrarwirtprüfung berichtete zudem Michael Hartmann.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des European Arboricultural Council (EAC), die in Moskau stattfand, stieß auf reges Interesse bei den Mitgliedern. Zahlreiche deutsche Baumpflegefirmen nutzten die Gelegenheit, Moskau und vor allen Dingen die grünen Projekte der Stadt zu besichtigen, und nahmen an der Jahreshauptversammlung und den Fachexkursionen mit großer Begeisterung teil.

Ist in Deutschland ein neues Zertifizierungssystem zum Baumveteran-Spezialisten nötig? Nach einer Einführung in das Europaprojekt durch Dr. Junko Oikawa-Radscheit, der neuen Fachreferentin des EAC, wurde über Pro und Kontra dieser Zertifizierung, aber auch von Zertifizierungen in der Baumpflege im Allgemeinen sehr kontrovers diskutiert. Einige Vertreter lehnten die Zertifizierungsvielfalt in der Baumpflege ab und wünschten sich stattdessen eine Qualitätsverbesserung der etablierten Fortbildungen zum ETW/ETT bzw. zum Fachagrarwirt. Andere vertraten die Meinung, dass zum lebenslangen Lernen auch jede fachliche Zertifizierung gehöre.

Last but not least informierte Tanja Büttner, Fachreferentin der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) über den Bearbeitungsstand des Fachberichtes zum Artenschutz im Lebensraum Baum und zur Baumkontrollrichtlinie sowie über die neue Arbeitsgruppe Baubegleitende Baumpflege, die im Herbst 2019 ihre Arbeit aufnehmen wird. (BGL)

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.