ZVG: Baumpfleger raten zu beständiger Baumkontrolle

Einheimische Bäume werden durch Sommerhitze und mangelnde Wasserversorgung anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen und sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden.

Inbesondere Stadtbäume leiden im Sommer. Bild: GABOT.

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Der Klimawandel setzt einheimischen Bäumen in Stadt, Wald und Gärten nachhaltig zu. Nicht nur die mangelnde Wasserversorgung stresst Ahorn, Fichte und Co in heißen Sommern. Die Bäume werden anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlingen, sogenannten Schwächeparasiten. Der Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V. (FgB) rät daher Kommunen und privaten Baumbesitzern, ihre Bäume immer wieder zu beobachten, ob sie einen Befall zeigen, um frühzeitig handeln zu können.

Der Fachverband fordert außerdem ein Umdenken bei der Anlage von Baumalleen. „Es ist insbesondere im Zusammenhang mit Kalamitäten und der Feinstaubproblematik nicht mehr sinnvoll, Alleen, deren Anlage Generationen erfreuen soll, wie Monokulturen anzulegen“, erklärt der Vorsitzende des Fachverbandes geprüfter Baumpfleger, Jörg Cremer.

Baumpfleger sehen bereits seit Jahren, dass Baumarten wie Ahorn, Rosskastanie, Ulme, Birke oder Buche erheblich unter neuen und sich stark ausbreitenden Schwächeparasiten leiden oder absterben. „Gerade die Problematiken von Platanen oder auch Rosskastanienalleen sollte uns eines Besseren belehren“, so Cremer. Die Baumarten müssten neu auf ihre Eignung für die verschiedenen Standorte unter neuen Klimabedingungen geprüft werden. Cremer ist überzeugt, dass eine Baumartenvielfalt auf guten, wertig angelegten Baumstandorten mit unterschiedlichen Kronenformen besonders in der Stadt eine Zukunft hat. (ZVG/FgB)

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