Syngenta: Saatgutumsatz sinkt im 1. Halbjahr

Syngenta AG konnte ein wettbewerbsfähiges Ergebnis erzielen, trotz schwieriger globaler Bedingungen.

Syngenta zählt zu den führenden Agrarunternehmen weltweit. Unser Anspruch ist es, die Welt sicher zu ernähren und gleichzeitig unseren Planeten zu schützen. Bild: Syngenta.

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Erik Fyrwald, Chief Executive Officer, sagte:

„Im ersten Halbjahr dieses Jahres war die Landwirtschaft mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählten unter anderem die noch nie dagewesenen Überschwemmungen in den USA, welche die Aussaat erheblich hinausgezögert haben, und schwere Dürren in Australien und Indonesien. Die Landwirte stehen wegen handelspolitischer Streitigkeiten weiterhin unter Druck. Der Umsatz zu konstanten Wechselkursen ging im ersten Halbjahr 2019 gegenüber 2018 um 1% zurück. Die widrigen Wetterbedingungen wurden durch das starke Volumenwachstum in Lateinamerika weitgehend ausgeglichen.

Unser Innovationsschwerpunkt liegt weiterhin darauf, die Landwirte dabei zu unterstützen, mit den Folgen des Klimawandels zurechtzukommen. Diese äußern sich unter anderem in sich verändernden Wetterverhältnissen und wachsendem Schädlingsbefall. Im ersten Halbjahr wurde unter anderem VAYANTIS™ zur Fungizidbehandlung von Saatgut lanciert, um die Krankheiten Pythium und Phytophthora zu bekämpfen. Erste Zulassungen werden für 2020 in den USA und in Kanada erwartet. Außerdem wurde das Herbizid TAVIUM™ PLUS VAPORGRIP® TECHNOLOGY in den USA und Kanada zugelassen. In Asien arbeitet Syngenta mit lokalen Teams daran, rasch auf den zunehmenden Befall durch den Herbst-Heerwurm zu reagieren. Dabei hilft sie mit Beratungen und bietet integrierte Lösungen zur Schädlingsbekämpfung wie FORTENZA® DUO, Sorten mit Bt-Traits und biologische Pflanzenschutzmittel an.

Finanzielle Kennzahlen im 1. Halbjahr 2019

Konzernumsatz von USD 6,8 Mrd.

Der Umsatz betrug USD 6,8 Mrd. und ging damit gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 zu konstanten Wechselkursen (kWk) um 2% bzw. bereinigt um die Auswirkungen der Veräußerungen um 1% zurück. Ohne Veräußerungen wurde im Pflanzenschutzgeschäft ein zu kWk unveränderter Umsatz von USD 5,2 Mrd. erzielt. Der Umsatz im Saatgutgeschäft belief sich auf USD 1,6 Mrd. und sank damit gegenüber dem bereinigten Umsatz 2018 zu kWk um 3%.

EBITDA von USD 1,5 Mrd.

Das EBITDA betrug USD 1,5 Mrd. und ging damit gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 um 15% bzw. zu kWk und bereinigt um die Auswirkungen der Veräußerungen um 8% zurück. Der Grund für diesen Rückgang sind die schwierigen Wetterbedingungen in den USA und die gestiegenen Rohstoffkosten in China.

Reingewinn von USD 798 Mio.

Der Reingewinn betrug USD 798 Mio. gegenüber USD 1.209 Mio. im ersten Halbjahr 2018. Während die Restrukturierungen 2018 einen Gewinn aus kartellrechtlich bedingten Veräußerungen umfassten, beinhalten die Aufwendungen 2019 höhere Wertberichtigungen, die teilweise der Schließung eines Produktionsstandorts zuzuschreiben sind. Ohne Restrukturierung verringerte sich der Reingewinn um 6%. Das gesunkene operative Ergebnis und ein erhöhter Zinsaufwand als Folge der Anleihenemission 2018 wurden durch einen einmaligen latenten steuerlichen Neubewertungsgewinn aufgrund der Schweizer Steuerreform teilweise ausgeglichen.

Free Cashflow von -USD 0,33 Mrd.

Der Free Cashflow vor Akquisitionen und den Vergleichszahlungen im US-Rechtsstreit betrug -USD 0,33 Mrd. (erstes Halbjahr 2018: USD 0,71 Mrd.). 2018 beinhaltete der Free Cashflow Erlöse aus den kartellrechtlich bedingten Veräußerungen, während der Free Cashflow 2019 den Verkauf des Geländes am Hauptsitz von Syngenta in Basel beinhaltet. Darüber hinaus ist der Rückgang des Free Cashflow dem verspäteten und niedrigeren Umsatz in den USA, Couponzahlungen auf die im letzten Jahr emittierten Anleihen und höheren Steuerzahlungen zuzuschreiben.

Bereich Pflanzenschutz (Crop Protection): Umsatzentwicklung nach Regionen

Der Umsatz zu kWk in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 in einem schwierigen Marktumfeld um 1% zurückgegangen. Auf einen starken Saisonbeginn im Norden mit einer erhöhten Nachfrage nach Pflanzenschutz für Getreide folgte ein schwaches zweites Quartal.

In Nordamerika sank der Umsatz zu kWk unter dem Einfluss extremer Wetterbedingungen um 14%. In der ersten Hälfte wurden zwei neue Produkte lanciert: das Herbizid TAVIUM™ PLUS VAPORGRIP® TECHNOLOGY für den Einsatz bei Soja und Baumwolle sowie VAYANTIS™ zur Bekämpfung von Pythium und Phytophthora bei verschiedenen Nutzpflanzen.

In Lateinamerika setzte sich die allgemeine Dynamik von 2018 mit einem starken Volumenwachstum im Pflanzenschutzgeschäft fort, das durch schwächere Währungen teilweise neutralisiert wurde. Im ersten Halbjahr 2019 lag der Umsatz zu kWk um 28% höher als 2018.

In der Region Asien/Pazifik ging der Umsatz zu kWk vor allem aufgrund der Dürre in Australien und Indien sowie der schwierigen Marktbedingungen in Vietnam um 5% zurück.

China verzeichnete eine anhaltende Dynamik: Unterstützt durch erfolgreiche Einlizenzierungen erhöhte sich im Pflanzenschutzgeschäft der Umsatz zu kWk gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 um 11%.

Bereich Saatgut (Seeds): Umsatzentwicklung nach Regionen

In Europa, Afrika und dem Mittleren Osten zogen im Saatgutgeschäft die Umsätze zu kWk gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 um 1% an. Das Wachstum wurde durch schwierige Markt- und Kreditbedingungen im Osten neutralisiert. Der ausgewiesene Umsatz spiegelt auch ungünstige Währungseffekte wider.

In Nordamerika, wo die extremen Wetterbedingungen die Aussaat erheblich verzögert und die Anbaufläche reduziert haben, fiel der Umsatz im Saatgutgeschäft um 16% niedriger aus als im ersten Halbjahr 2018.

Lateinamerika verzeichnete ein Umsatzplus zu kWk von 4% mit Volumenwachstum und erfolgreicher Integration von Nidera™. Der ausgewiesene Umsatz spiegelt auch ungünstige Währungseffekte wider.

Die Region Asien/Pazifik, einschliesslich China, erhöhte ihren Umsatz zu kWk um 14% neuer Produkte und dem Wachstum im Gemüsesaatgeschäft zuzuschreiben. (Syngenta AG)

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