Heidelbeere: Das sensible Früchtchen

Die blauen Früchte haben jetzt Saison. Heidelbeeren sind bei Verbrauchern besonders beliebt für sommerliche Speisen oder zum direkten Verzehr.

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Heidelbeeren gehören zu den Heidekrautgewächsen. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen der Kulturheidelbeere (/Vaccinium corymbosum/) und der wild wachsenden Waldheidelbeere (/Vaccinium myrtillus/), die auch Blaubeere genannt wird. Die Waldheidelbeere ist europaweit in lichten Nadelwäldern, Hochmooren und Heiden zu finden und wächst an bis zu 50 cm hohen Halbsträuchern.

Die schwarzblauen Beeren sind erbsengroß und sehr aromatisch. Ihr Saft ist aufgrund des blauen Farbstoffs Anthocyan intensiv blau gefärbt. Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie gehören zu den Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Ballaststoffe, Fruchtsäuren, Mangan, Mineralstoffe wie Magnesium, Vitamin E und Vitamin C. Waldheidelbeeren werden in Osteuropa, aber auch in Deutschland wild gesammelt. Im Handel sind sie allerdings nur selten zu finden. Die Früchtchen aus dem Wald sollten immer gut gewaschen werden, da sie mit Eiern des Fuchsbandwurms verunreinigt sein können.

Im Supermarkt bekommt der Verbraucher viel häufiger die Kulturheidelbeere. Sie ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet und stammt nicht von der heimischen Waldheidelbeere ab. Die kirschgroßen Früchte wachsen an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern und haben einen deutlich süßeren, aber weniger intensiven Geschmack. Das Fruchtfleisch ist fest und hat nur wenige Kerne. Bei den Mineralstoffen und Vitaminen bestehen kaum größere Unterschiede. Das Anthocyan steckt allerdings nur in der Haut, während Saft und Fruchtfleisch farblos sind. Das hat den Vorteil, dass man beim Essen kaum blaue Zähne bekommt.

Noch bis Ende Oktober sind Heidelbeeren von heimischen Erzeugern erhältlich. Da die Früchte sehr empfindlich sind, sollten sie vorsichtig transportiert und rasch verbraucht werden.

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