Hannover: Vernetzungstreffen für Biodiversitätsberaterinnen und -berater

Wie können Landwirtinnen und Landwirte mehr Biodiversität in die landwirtschaftliche Produktion integrieren und damit Geld verdienen? Und wie kann man durch Biodiversitätsberatung Potentiale heben und die Akzeptanz für Natur- und Artenschutz verbessern?

Biodiversität gemeinsam in Niedersachsen voran bringen. Bild: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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Um diese und andere Fragen ging es heute bei dem Vernetzungstreffen Biodiversitätsberatung, das das Landwirtschaftsministerium in den Räumen der Landwirtschaftskammer in Ahlem ausrichtete. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte konnte sich ein Bild über die aktuellen Entwicklungen machen, während sich die rund 70 Beraterinnen und Berater, die vor allem betriebswirtschaftlich beraten, über die bisherigen Erfahrungen, praktischen Möglichkeiten und Herausforderung der speziellen Biodiversitätsberatung in Niedersachsen austauschten.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte: „Die Transformation der Landwirtschaft muss auch dringend Ziele der Biodiversität in landwirtschaftlichen Produktionsverfahren berücksichtigen. Spezielle Biodiversitätsberaterinnen und -berater vernetzen derzeit Landwirtinnen und Landwirten und Engagierte aus dem Naturschutz. Wir wollen mit der Veranstaltung herausfinden, wie die Biodiversitätsberatung der verschiedenen Institutionen in Niedersachsen weiterentwickelt werden kann. Wie können wir praxisorientierte Hilfestellung auf den einzelnen Betrieben im Sinne des „Niedersächsischen Weges" voranbringen?"

Allen Partnern des Niedersächsischen Wegs sei die Beratung zum Biotop- und Artenschutz sehr wichtig. Ziel sei es, die koordinierende Beratung flächendeckend in Niedersachsen anbieten zu können. Für die erforderliche Finanzierung werde sie sich mit allen Kräften innerhalb der Landesregierung einsetzen.

In der anschließenden Diskussionsrunde, an der neben Agrarministerin Staudte und der Präsident der Landwirtschaftskammer Gerhard Schwetje teilnahm, wurde deutlich, dass es vor Ort vor allem flexible regionale Lösungen braucht, um Betriebe für die Umsetzung von Maßnahmen zu begeistern. „Die Beratung für Biotop- und Artenschutz leistet mit der Entwicklung der Ziel- und Maßnahmenkonzepte auf Landkreisebene einen wichtigen Beitrag, um die knappen Mittel für Naturschutzmaßnahmen effektiv und zielgerichtet in der Fläche einzusetzen", betonte Kammerpräsident Schwetje. „Weil unsere Beratung auf die jeweilige Situation des Betriebs eingeht und eine Vielfalt von Möglichkeiten bietet, bestärkt sie die Bäuerinnen und Bauern bestmöglich in ihrer Motivation, Natur- und Artenschutz bei ihren Produktionsprozessen stets mitzudenken."

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