Großbeeren: Arbeitskreis Spargel tagte im IGZ

Der Arbeitskreis Spargel der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) und im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) tagte vom 6. bis 7. September im Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzen (IGZ) e. V. in Großbeeren bei Berlin. Die drei Schwerpunkthemen Folieneinsatz, Nährstoffe und Bewässerung sowie Hygiene und Pflanzenschutz prägten die Tagung der Spargelspezialberater.

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Der Arbeitskreis Spargel der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) und im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) tagte vom 6. bis 7. September im Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzen (IGZ) e. V. in Großbeeren bei Berlin. Die drei Schwerpunkthemen Folieneinsatz, Nährstoffe und Bewässerung sowie Hygiene und Pflanzenschutz prägten die Tagung der Spargelspezialberater.

Das Thema Folieneinsatz stand im Focus der 74. Tagung des Arbeitskreises Spargel. „Ohne diese Technik wäre der Spargelanbau in Deutschland in vielen Regionen nicht möglich“, betonte der Vorsitzende des Arbeitskreises Joachim Ziegler. Argumente wie Bodenschutz, Ernteverfrühung, Ertragssicherung und Qualitätserhöhung des Spargels sprechen für das Arbeitsverfahren. Auch die Verbesserung der Wasser- und Nährstoffeffizienz ist dabei ein wichtiger Aspekt. Eine Beregnung in der Erntezeit ist nicht notwendig und Bodenerosion durch Wind wird unterbunden. Durch gezieltes Folienmanagement wird auch der Herbizideinsatz vor der Ernte unnötig. Durch den Einsatz von Schwarz/-weiß-Folie kann durch Temperatursteuerung im Damm Erntemenge und -zeitpunkt auf die Marktgegebenheiten angepasst werden.

Wenngleich auch der zunehmende Einsatz von Plastik ein umstrittenes gesellschaftspolitisches Thema ist, kann derzeit nicht bestätigt werden, dass durch den Folieneinsatz in der Landwirtschaft und im Gartenbau ein Umweltrisiko ausgeht. Die Mitglieder des Arbeitskreises fordern an dieser Stelle eine sachgerechte Aufklärung der Verbraucher und der Bevölkerung.

Zum Schwerpunkt Nährstoffe und Bewässerung stellte das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzen (IGZ) e. V. den Abschlussbericht zu Nährstoffmangelsymptomen bei Spargel eindrucksvoll vor. Diese Grundlagen des IGZ dienen den Spargelberatern zur genaueren Bestimmung der Nährstoffmängel, insbesondere bei den Spurenelementen und stellen die optimale Pflanzenernährung des Spargels sicher.

Abschließend stellte das Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) zum Thema Hygiene und Pflanzenschutz Untersuchungsergebnisse zur Betriebs- und Feldhygiene vor, welcher eine besondere Rolle zukommt. So sei es wichtig, scharfe Erntemesser einzusetzen und den Waschwasserwechsel mehrmals vorzunehmen. Der letzte Waschvorgang sollte mit Wasser, das Trinkwasserqualität aufweist, erfolgen. Ergänzend stellten Mitarbeiter des Julius Kühn Instituts (JKI) die Ergebnisse einer Evaluierungsstudie zum Virusbefall bei Spargel vor. Das Ziel der JKI-Arbeiten liegt in der Übertragung der Asparagus AV-1 Resistenz aus der Wildform in den Kulturspargel.

Abgerundet wurde die Tagung mit Betriebsbesichtigungen bei den Spargelbetrieben Jürgen Hoffmann in Diedersdorf und Karl-Ludwig Syring in Beelitz-Zauchwitz. (ZVG/BfG)

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