Greenyard: Solides Geschäftsjahr 2020

Greenyard schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit solidem Umsatzwachstum, gestärkter Bilanz und höheren Ambitionen und Ausblick für das neue Geschäftsjahr ab.

Der Konzernumsatz erreichte 4.416,2 Mio. Euro, ein Plus von 8,7% im Vergleich zum Vorjahr.

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Die Ergebnisse 2020/2021 sind ein Meilenstein für Greenyard. Die Beschleunigung des Umsatzwachstums ist auf die Stärkung des integrierten Kundenmodells im Fresh-Segment zurückzuführen, wobei die langfristigen Beziehungen zu den größten Einzelhändlern in Europa weiter entwickelt und ausgebaut wurden. Darüber hinaus stieg der Umsatz im Segment Long Fresh für Convenience-Produkte und frische Tiefkühlfrüchte.

Außergewöhnliches Netzwerk und klare Beschaffungsstrategie

Um kurze Lieferketten zu gewährleisten, arbeitet Greenyard eng mit seinen Erzeugern  zusammen. Durch den kontinuierlichen Aufbau von Partnerschaften mit einem starken globalen Netzwerk von engagierten Gärtnern ist das Unternehmen in der Lage, die Qualität und Quantität der Produkte für seine Kunden das ganze Jahr über zu gewährleisten. Um dies zu unterstützen, wurde ein konzernweites Beschaffungsprojekt gestartet. Dieses Projekt wird es dem Konzern ermöglichen, kommerzielle Programme weiterzuentwickeln und Effizienzgewinne zu erzielen, indem die Größe und Erfahrung des Konzerns genutzt wird.

Der Konzernumsatz erreichte 4.416,2 Mio. Euro, ein Plus von 8,7% im Vergleich zum Vorjahr. Das bereinigte EBITDA von Greenyard (nach IFRS 16) betrug 156,9 Mio. Euro. Greenyard verzeichnete keine EBITDA-Anpassungen im Zusammenhang mit COVID-19, da die Margen aus den zusätzlichen Mengen mehr oder weniger durch zusätzliche Kosten ausgeglichen wurden.

Der Umsatz mit Fresh wuchs um +10,1% im Vergleich zum Vorjahr, wobei der Umsatz innerhalb des integrierten Kundenmodells um 22,3% wuchs, angetrieben durch die weitere Entwicklung einiger dieser neueren langfristigen Beziehungen. Das Umsatzwachstum bei Einzelhandelskunden wurde in den meisten Regionen durch COVID-19-Maßnahmen verschiedener lokaler Regierungen vorangetrieben, die zu einer Verlagerung hin zu mehr Heimkonsum in Verbindung mit einem erhöhten Bewusstsein der Verbraucher für einen gesunden Lebensstil führten.

Im Segment Long Fresh konnte Greenyard ein deutliches Mengenwachstum mit Einzelhandelskunden erzielen. Gleichzeitig litt das Unternehmen unter dem vorübergehenden Verlust von Volumina bei Foodservice-Kunden (von 20% des Umsatzes im AY 19/20 auf 13% im AY 20/21). In der Tat führten die Quarantänemaßnahmen als Reaktion auf COVID-19 ab den letzten Wochen des vergangenen Geschäftsjahres zu einer Verlagerung vom Außer-Haus-Konsum zum In-Haus-Konsum.

Investitionen

Die jährlichen Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 48,3 Mio. Euro, nach einem niedrigeren Investitionsjahr von 36,1 Mio. Euro im Vorjahr. Im Bereich Fresh betrafen die Investitionen vor allem die ERP-Implementierung, die Automatisierung und die effizienzsteigernde Infrastruktur im Distributionszentrum Ridderkerk, die Reifezellen im Distributionszentrum Boom und das Büro in Hamburg. Im Bereich Tiefkühlkost investierte Greenyard in neue Schäl- und Sortierlinien, Verpackungsautomatisierung an verschiedenen Standorten, eine neue Verpackungshalle in Großbritannien und Investitionen zur Einhaltung neuer Vorschriften für die Beschichtung von Tiefkühlgemüse. Im Geschäftsjahr 20/21 ist Greenyard weiterhin sehr streng bei der Genehmigung von Investitionen, hat es aber dennoch geschafft, das Investitionsprogramm einzuhalten und die Bedürfnisse der verschiedenen Unternehmen zu erfüllen.

Ausblick

Basierend auf den aktuellen Erwartungen und Annahmen für die kommenden Jahre, einschließlich eines möglichen leicht negativen Einflusses auf das Volumen seiner Kunden durch die Wiedereröffnung von Hotels, Restaurants und Bars im Falle einer langsamen und allmählichen Wiedereröffnung des Foodservice-Kundensegments, erwartet Greenyard, dass sein bereinigtes EBITDA (nach IFRS 16) für das Gesamtjahr zum 31. März 2022 auf 165,0 Mio. Euro steigen wird, verglichen mit der ursprünglichen Prognose von 160,0 Mio. Euro (nach IFRS 16). Aufgrund der Veräußerung von Greenyard Prepared Netherlands hat der Konzern beschlossen, keine Anpassung der bereinigten EBITDA-Prognose und der Ambitionen für diese Veräußerung vorzunehmen, so dass diese in der erhöhten angekündigten Prognose enthalten sind. Greenyard bekräftigt sein Ziel, das bereinigte EBITDA des Konzerns (nach IFRS 16) bis März 2025 auf 190,0 Mio. Euro zu steigern. Ohne Berücksichtigung der Leasingschulden soll der Verschuldungsgrad des Konzerns bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 auf 2,5x sinken, unter anderem durch den Eigenkapitalwert in Höhe von 17,0 Mio. Euro, der für die Veräußerung von Greenyard Prepared Netherlands eingehen wird.

Greenyard ist finanziell wieder gesund und bereit für nachhaltiges Wachstum.(Greenyard)

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