DBV: Diskussion über künftige GAP

Schlanke Umsetzung, vorzeigbare Ergebnisse, mehr Verantwortung der Mitgliedstaaten.

IGW-Diskussion über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik. Bild: DBV.

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Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) muss künftig einfacher werden. Dies wird vor allem in den Händen der Mitgliedstaaten liegen, die künftig mehr Verantwortung bekommen. Die GAP muss ziel- und ergebnisorientierter werden, um sie der Gesellschaft besser erklären zu können. Schließlich muss sie sich, gerade was die Förderung ländlicher Räume über die 2. Säule angeht, mehr auf den Handlungsbedarf vor Ort konzentrieren. Da sich die Verhandlungen über die GAP nach 2020 noch hinziehen, brauchen die Landwirte in der EU zügige Entscheidungen über verlässliche Übergangsregelungen. Das sind die Ergebnisse einer DBV-Podiumsdiskussion auf dem Erlebnisbauernhof der Internationalen Grünen Woche (IGW), die Dr. Martin Scheele, in der Europäischen Kommission zuständig für Grundsatzfragen der ländlichen Entwicklungspolitik und der Neuausrichtung der GAP, und Udo Hemmerling, Stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, bestritten.

Gerade aus Sicht der Landwirtschaft braucht die GAP eine starke Vereinfachung. „Wenn der Aufwand für Kontrollen bis zum 80-fachen dessen ausmacht, was an fehlerbedingten Rückforderungen wieder eingenommen wird, dann läuft etwas schief“, so Udo Hemmerling vom Bauernverband. Künftig aber sollen die Kontrollen und die Regelungsdichte von den Mitgliedstaaten festgelegt werden. „Wir müssen das nicht alles in Brüssel festlegen“, sagt Martin Scheele von der Kommission. Nach den Vorschlägen für die GAP nach 2020 werde sich die Kontrolle der Kommission auf die Funktionsfähigkeit der nationalen Umsetzungs- und Kontrollsysteme konzentrieren.

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