CIOPORA: Rosenzüchter fordern Beachtung des geistigen Eigentums

Dreizehn führende Schnittrosenzüchter, die in der CIOPORA und ihrer Sektion Schnittrosen IRBA organisiert sind, haben die Akteure der Rosenbranche aufgefordert, die Rechte des geistigen Eigentums der Züchter weltweit zu beachten und zu respektieren.

Unterzeichnende Züchter - Mitglieder von CIOPORA und der CIOPORA-Sektion für Kulturpflanzen IRBA/Cut Rose.

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Der offene Brief, der an Schnittrosenvermehrer, Züchter und ihre Verbände verteilt wurde, schärft das Bewusstsein für Züchterrechte im Vorfeld des Valentinstags 2022, dem Höhepunkt des weltweiten Rosenkonsums.

Die Rosenzüchter sehen sich zunehmend mit der unerlaubten Vermehrung ihrer geschützten Rosensorten in verschiedenen Ländern konfrontiert. Diese illegale Praxis verletzt nicht nur die Exklusivrechte der Züchter, sondern untergräbt auch den Fortschritt im Gartenbau und wirkt sich negativ auf den Handel aus. Indem sie in die Entwicklung neuer und verbesserter Rosensorten investieren, legen die Züchter den Grundstein für die Entwicklung des weltweiten Gartenbaus. Die neuen und verbesserten Rosensorten mit höherem Ertrag, Resistenz gegen abiotischen Stress, längerer Lager- und Vasenlebensdauer und trendigen Farben verschaffen den zugelassenen Züchtern und Vermehrern Wettbewerbsvorteile und Einkommensprämien.

In dem offenen Brief wird betont, wie wichtig die vorherige Genehmigung des Titelinhabers für jede Verwendung oder jeden Verkauf einer geschützten Sorte ist, einschließlich Schnittblumen oder anderer Pflanzenteile. Pflanzenmaterial, das aus einer nicht genehmigten Quelle stammt, stellt eine Züchterrechtsverletzung dar, und zwar sowohl in dem Land, in dem es erzeugt wird, als auch in den Ländern, in denen es verkauft wird. Während die Pflanzen, die ohne Genehmigung vermehrt oder gepflanzt wurden, illegal sind und entwurzelt werden können, sind auch die geernteten Schnittblumen illegal und können in Gebieten, in denen das Züchterrecht in Kraft ist, entweder an den Grenzen vom Zoll oder an den Lager- und Verkaufsstellen beschlagnahmt werden. Die Züchter fordern daher alle Personen und Unternehmen auf, sich zunächst immer an den Inhaber des Züchterrechts zu wenden und eine schriftliche Genehmigung und eine entsprechende Lizenz einzuholen.

CIOPORA-Generalsekretär Dr. Edgar Krieger sagt: "Wenn Züchter hervorragende neue Sorten auf den Markt bringen, sollten sie sich darauf verlassen können, dass ihre Partner ihren Teil der Abmachung einhalten. Was die Schnittrosenzüchter fordern, ist die Verpflichtung des Sektors zu fairen Geschäftspraktiken, bei denen die Züchter eine ausreichende Rendite für ihre hohen Investitionen in die Züchtung erhalten können." Der Vorsitzende der CIOPORA Crop Section Cut Rose IRBA Bruno Etavard kommentiert: "Rosen am Valentinstag zu verschenken ist zu einem ultimativen Ausdruck der Liebe geworden. Der offene Brief ist ein Appell der Züchter für mehr Transparenz, Fairness und gegenseitigen Respekt in der Rosenproduktion und im Handel."

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