BMEL-Tagung: Wasser im Gartenbau

Eine Tagung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigte die Herausforderungen und auch Lösungen zum Thema Wasser im Gartenbau.

Wasser im Gartenbau: BMEL-Tagung zeigt Herausforderungen und Lösungen. Bild: GABOT.

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Die Veränderung der Wasserverfügbarkeit durch die Folgen der Klimakrise stellt den Gartenbau vor neue Herausforderungen. Gefragt sind neue und praktikable Ansätze – von der Feststellung des Wasserdargebots und des Wasserbedarfs in den Regionen bis zur innerbetrieblichen Organisation der Gartenbaubetriebe. Das zeigte die gemeinsame Tagung „Herausforderung Wasserverfügbarkeit und Anpassungsoptionen im Gartenbau“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Thünen-Instituts, an der rund 100 Personen aus Praxis, Wissenschaft, Wasserwirtschaft sowie aus Politik und Behörden teilnahmen.

Silvia Bender, Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, sagt dazu: „Die zunehmende Wasserknappheit stellt den Gartenbau vor Herausforderungen. Aufgrund der häufiger auftretenden Perioden von Hitze und Trockenheit erhöht sich der Bewässerungsbedarf im Gartenbau deutlich. Dabei steht der Gartenbau infolge der klimabedingt sinkenden Wasserverfügbarkeit in starker Konkurrenz zu anderen Wasserverbrauchern. Um die Ernten langfristig zu sichern, brauchen wir daher innovative Ansätze, um die Wasserverfügbarkeit zu erhöhen und die Bewässerung im Gartenbau effizienter zu machen. Die Speicherung von Wasser aus Niederschlägen oder überschüssigem Oberflächenwasser wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Tagung hat gezeigt, welche Potentiale gehoben werden können und wie praxistaugliche Lösungen aussehen. Wir unterstützen das mit unserer Förderung im Rahmen der GAK.“

Auf der Tagung wurde unter anderem die Möglichkeit zur Verbindung von Hochwasserschutz und technischer Bevorratung anhand von bereits realisierten Forschungsprojekten in Bayern aufgezeigt. Der Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen in Niedersachsen berichtete, wie eine gute und gelungene Zusammenarbeit zwischen Privatwirtschaft und öffentlicher Hand aussehen kann. Aufgezeigt wurde auch, dass die Anreicherung des Grundwassers in Überschusszeiten und Entnahmen in Trockenzeiten technisch möglich und vielerorts realisierbar ist. Zudem gewinnen überbetriebliche Wasserinfrastrukturen an Bedeutung, zu deren Ausbau vielerorts die Arbeit von Wasser- und Bodenverbänden benötigt wird.

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