BayWa: In Unterfranken 2011 sehr erfolgreich

Die BayWa Unterfranken stellte bei ihrem jährlichen Pressegespräch sehr erfolgreiche Geschäftszahlen für 2011 vor: Der Umsatz lag bei 662 Mio. Euro und damit um gut 10% höher als im Jahr 2010 (600 Mio. Euro).

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Die BayWa Unterfranken stellte bei ihrem jährlichen Pressegespräch sehr erfolgreiche Geschäftszahlen für 2011 vor: Der Umsatz lag bei 662 Mio. Euro und damit um gut 10% höher als im Jahr 2010 (600 Mio. Euro). Zum Umsatzplus trugen alle Bereiche bei: Agrar, Technik, Energie, Baustoffe und Bau & Gartenmarkt. Für das laufende Jahr gehen die Verantwortlichen in der Region von einem Geschäftsverlauf auf dem gleichen Niveau aus. Der Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa ist in Unterfranken an 67 Standorten mit 1.406 Mitarbeitern vertreten. Auch 2011 lag die Ausbildungsquote mit 9,6% gut über dem bundesweiten Durchschnitt von 6,6%. Die BayWa plant 2012 in Unterfranken Investitionen von rund 7 Mio. Euro. Zu den größten Posten zählt der Neubau eines Baustoffbetriebs in Kitzingen. Weiter Aufwind gab es bei der BayWa für das Thema erneuerbare Energien. 

„Mit dem Geschäftsjahr 2011 sind wir äußerst zufrieden“, unterstrich Richard Nörpel, Leiter des Regionalen Verwaltungszentrums (RVZ) für die BayWa in Franken, bei der Präsentation der Geschäftszahlen am Donnerstag in Giebelstadt. Weiter sagte er: „Die insgesamt gute Wirtschaftslage, die nachhaltig positive Stimmung in der Landwirtschaft und die anziehende Baukonjunktur konnten wir gut nutzen.“ Der Gesamtumsatz von 662 Mio. Euro lag deutlich über dem Vorjahr. Der umsatzstärkste Bereich bei der BayWa in Unterfranken ist der Agrarhandel, der einen Anteil von 34% beisteuert. Vom Energiebereich kommen 25%, die Sparte Baustoffe trägt 22% bei. Es folgen Technik mit 14% und Bau & Gartenmarkt (5%). Die Verantwortlichen der BayWa in Unterfranken sind optimistisch, den Erfolgskurs auch im laufenden Geschäftsjahr fortzusetzen – wenn auch die Auswirkungen der Euroschuldenkrise auf die Konjunktur schwer abzuschätzen sind. 

Für 2012 Investitionen von rund 7 Mio. Euro geplant
Im Jahr 2011 tätigte die BayWa in Unterfranken Investitionen von gut 32 Mio. Euro. Davon gingen rund 60% an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr stehen Investitionen von 7 Mio. Euro an. „Mit einem hohen Investitionsvolumen, stabil hoher Ausbildungsquote und langfristig solider Geschäftsentwicklung können wir unsere Position als verlässlicher Wirtschaftsakteur in Unterfranken weiter ausbauen“, betonte Richard Nörpel. Unter den insgesamt 1.406 BayWa-Mitarbeitern in Unterfranken sind 135 Azubis. Die Ausbildungsquote der BayWa in der Region liegt bei insgesamt 9,6%; die Sparte Technik erreichte sogar 17%. 

Agrar: Großinvestition Schweinfurt Hafen abgeschlossen
Der Agrarbereich erzielte im Jahr 2011 in Unterfranken einen Umsatz von 222 Mio. Euro (Vorjahr 202 Mio. Euro). Das Umsatzwachstum ergab sich unter anderem durch höhere Getreidepreise und eine deutlich anziehende Nachfrage nach Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Die Erntemengen beim Getreide lagen deutlich unter den Vorjahreswerten, beim Raps lag der Durchschnittsertrag 2011 lediglich bei 1,64 Tonnen pro Hektar. Der Langzeit-Durchschnitt beträgt 3,5 Tonnen. In den ersten Monaten des Jahres 2012 ergab sich beim Getreide eine Nacherfassung, die leicht über dem Vorjahresniveau liegt, wie Reinhard Stierkorb schilderte, Spartengeschäftsführer Agrar. „Die Preisentwicklung beim Getreide bleibt weiter volatil – wir unterstützen die Landwirte durch langfristige Verträge dabei, sich gegen die sprunghafte Entwicklung abzusichern“, merkte Stierkorb an. Angesichts von Erzeugerpreisen auf hohem Niveau sei die Stimmung in der Landwirtschaft insgesamt sehr optimistisch, derzeit in Teilen Unterfrankens allerdings etwas eingetrübt durch Frostschäden auf den Feldern und fehlende Niederschläge. 

Was die Agrarinvestitionen anbelangt, schlug die Erweiterung des Betriebs Schweinfurt Hafen mit rund 6,4 Mio. Euro zu Buche. Dort wurden die Kapazitäten im Getreide- wie im Düngerbereich deutlich ausgeweitet. Die neuen Anlagen wurden im Oktober 2011 eingeweiht. 4,4 Mio. Euro entfallen auf eine neue Saatgut-Aufbereitungsanlage für den Betrieb in Römhild. Hier konnte Stierkorb eine Teilinbetriebnahme für das Frühjahr 2012 vermelden, die komplette Fertigstellung steht im zweiten Halbjahr 2012 an. Um den mobilen Service für Landwirte weiter auszubauen, schaffte die Sparte Agrar für 200.000 Euro eine neue Mahl- und Mischanlage an, mit der vor Ort auf den Höfen spezielle Futtermischungen aufbereitet werden. 

Technik: In Volkach neues Zentrum für Weinbautechnik
Die gute Ertragssituation und die nachhaltig positive Stimmung in der Landwirtschaft schlugen sich auch positiv auf den Umsatz der Sparte Technik nieder. Er belief sich 2011 auf 95 Mio. Euro (Vorjahr: 86 Mio. Euro). „Insbesondere im zweiten Halbjahr 2011 gab es sehr positive Auswirkungen auf die Nachfrage nach Landmaschinen und Serviceleistungen“, sagte Spartengeschäftsführer Günter Schuster. 

Im Landtechnikgeschäft hat die BayWa die Spezialisierung weiter vertieft. Die 23 Technikbetriebe in Unterfranken bieten die komplette Palette zu den Produkten von AGCO (Fendt, Massey Ferguson und Challenger) – von neuen Geräten über Gebrauchtmaschinen bis hin zu Reparatur und Service. Claas-Produkte werden ausschließlich über die Standorte der Claas Main-Donau GmbH & Co. KG vertrieben, an der der BayWa-Konzern die Mehrheit hält. „Die Rückmeldungen in unseren Werkstätten zeigt, dass die Kunden von dieser weiteren Spezialisierung weiter profitieren: Sie bekommen noch besseren Service und werden noch schneller bedient – etwa wenn es um Ersatzteile geht“, so Günter Schuster. In diesem Jahr werde die Zertifizierung aller Technikbetriebe nach AGCO-Händlerstandards abgeschlossen. 

Der Spartengeschäftsführer kündigte weiter an, dass am Standort Volkach ein Weinbautechnik-Zentrum entstehen wird. Der vorhandene Betrieb wird um rund 2.500 m2 erweitert, eine Ausstellungshalle und ein Bürogebäude werden neu gebaut. „Wir wollen den Weinbauern in der Region Mainfranken das komplette Spektrum an Spezialgeräten bieten – von Maschinen zur Bodenbearbeitung bis zur Kellereitechnik. Wartung und Reparatur natürlich inklusive“, so Schuster. In das Weinbautechnik-Zentrum, das den Betrieb im 2. Quartal 2013 aufnehmen soll, wird die BayWa rund 850.000 Euro investieren. Vier neue Arbeitsplätze sind geplant. Zudem steht ein Büroanbau in Gerolzhofen an. Investitionssumme: 200.000 Euro. 

Aufgrund vorliegender Daten und insgesamt guter Stimmung in der Landwirtschaft rechnen die Sparten Technik und Agrarhandel auch für das laufende Jahr mit einer hohen Investitionsbereitschaft auf Seiten der Kunden, wenn auch die Auswirkungen der derzeitigen Frostschäden auf den Feldern und der Trockenheit abzuwarten seien. 

Energie: Diesel- und Schmierstoffabsatz legt zu
Durch die starke Konjunktur verzeichnete die Sparte Energie einen Anstieg beim Diesel- wie beim Schmierstoffabsatz. Die abgesetzte Heizölmenge ging dagegen preisbedingt zurück, der Umsatz stieg aufgrund des hohen Preisniveaus trotzdem. Insgesamt lag der Umsatz im Energiebereich 2011 bei 162 Mio. Euro (Vorjahr 148 Mio. Euro). 

Weiter an strategischer Bedeutung gewonnen hat im BayWa-Konzern das Thema erneuerbare Energien. Die BayWa ist bei der Projektierung und Finanzierung von Großanlagen im Bereich Photovoltaik, Windkraft und Biogas inzwischen einer der größten Dienstleister europaweit. Dass die BayWa beim Einsatz erneuerbarer Energien selbst mit gutem Beispiel vorangeht, hat sie 2011 unter anderem an den Standorten Aschaffenburg, Karlstadt und Werneck gezeigt. Dort wurden rund 1,5 Mio. Euro in Photovoltaikanlagen auf BayWa-Dächern investiert und rund 0,6 MW Leistung realisiert. 

Baustoffe: Energieeffizienz bleibt Schwerpunkt
Energieeffiziente Modernisierung von Gebäuden: Dieses Thema steht für den Baustoffbereich nach wie vor im Mittelpunkt. 2011 profitierte die Sparte zudem von der anziehenden Baukonjunktur und von der günstigen Witterung. Der Umsatz lag 2011 bei 151 Mio. Euro (Vorjahr: 134 Mio. Euro). Viel Bewegung ist im Photovoltaik-Markt (PV-Markt). „Das teils dramatische Hin und Her um die Einspeisevergütung und die unsteten politischen Rahmenbedingungen sorgen bei Kunden wie beim Fachhandwerk für Verunsicherung“, betonte Anton Haaf, Spartengeschäftsführer Baustoffe. Und er fügte hinzu: „Trotz weiterer Absenkung der Einspeisevergütung bleiben insbesondere kleine PV-Anlagen für Hausbesitzer rentabel – weil auch die Modulpreise weiter sinken.“ Künftig müssen die Betreiber von Photovoltaik-Aufdachanlagen einen größeren Anteil des produzierten Stroms selbst verbrauchen. „Dazu erstellt die BayWa derzeit Praxislösungen zum Beispiel für die Warmwasseraufbereitung“, so Haaf. 

Was die PV-Absatzmenge in Unterfranken anbelangt, gab es von 2010 auf 2011 einen Anstieg von 3,4 auf knapp 5,5 MW. Der Umsatz entwickelte sich nicht in derselben Relation, weil die Modulpreise sanken. Geht es um eine PV-Anlage oder eine energieeffiziente Fassadensanierung, unterstützt die BayWa Privatkunden mit so genannten „Komplett-Sorglos-Paketen“. Definierte Leistungspakete werden dabei zusammen mit dem regionalen Fachhandwerk umgesetzt. Das Thema energetische Gebäudesanierung wird laut Einschätzung von Haaf weiter an Bedeutung gewinnen. 

Von 2011 auf 2012 verschoben hat sich die Baustoff-Investition in Kitzingen. Dort wird ein komplett neuer Betrieb entstehen, fünf neue Arbeitsplätze sind geplant. Die Investitionssumme liegt bei 2 Mio. Euro. 

Bau & Gartenmarkt: Neu aufgestellt ins Jahr 2012
Eine strategische Neuausrichtung hat die BayWa bei den Bau- & Gartenmärkten vorgenommen. Weil die Märkte aufgrund fehlender Umsatzgröße und eines wettbewerbsintensiven Marktumfelds nicht profitabel zu betreiben waren, wurden sie zu Beginn des Jahres 2012 in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert. Die BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH & Co. KG ist ein Joint Venture mit dem Baumarkt-Betreiber Hellweg. Die Zusammenarbeit der Einzelhandelsspezialisten bringt positive wirtschaftliche Impulse für die Unternehmen und Vorteile für die Kunden. Die 56 ausgegliederten Märkte wie auch die Franchise-Standorte firmieren weiterhin unter der Marke BayWa. 

Unter dem Dach der BayWa hatten die Bau- & Gartenmärkte in Unterfranken 2011 einen Umsatz von 32 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 30 Mio. Euro). In den neuen Bau & Gartenmarkt in Aschaffenburg (Eröffnung im Juli 2011) wurden rund 20 Mio. Euro investiert. Und Investitionen in die BayWa-Märkte stehen auch in neuer Konstellation an. An bestehenden und neuen Standorten sind in den nächsten Jahren Investitionen im zweistelligen Millionenbereich geplant. (Quelle: BayWa AG)

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