"Boden des Jahres 2017": Hortisol (Gartenboden)

Im Rahmen des Weltbodentags wurde heute der Gartenboden (in der Fachsprache: "Hortisol") zum "Boden des Jahres 2017" ernannt.

Im Rahmen des Weltbodentags wurde heute der Gartenboden (in der Fachsprache: „Hortisol“) zum „Boden des Jahres 2017“ ernannt. „Mit den Händen in der Erde wühlen, säen, winzige Keimlinge heranziehen, Regenwürmer und Insekten beobachten, den Verlauf der Jahreszeiten spüren, unterschiedliche Gerüche wahrnehmen – viele Menschen haben über die Gartenarbeit Kontakt zum Boden. Hierbei können sie hautnah erfahren, was den Wert des Bodens ausmacht und wie der Boden durch eigene Bemühungen gesund erhalten, geschützt und in seiner Fruchtbarkeit verbessert werden kann“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Der Hortisol ist ein Kulturboden. Entstanden ist er durch jahrhundertelange Gartenkultur mit starker organischer Düngung, zum Beispiel durch Einarbeitung von Kompost oder Tierdung. Daneben haben auch tiefgründige Bodenbearbeitung, intensive Bewässerung und die hohe biologische Aktivität zur Ausbildung charakteristischer, humusreicher Horizonte geführt.

Im Hortisol lassen sich auch besonders viele Kleinstlebewesen und vor allem Regenwürmer nachweisen. Der ursprüngliche natürliche Bodentyp ist infolge der langen und intensiven Bodenbearbeitung oft nicht mehr erkennbar. Hortisole sind in traditionellen Gartenbaugebieten, Klostergärten sowie langjährig bewirtschafteten Haus- und Kleingärten zu finden.

Um die hohe Fruchtbarkeit dieser Böden zu erhalten, empfiehlt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus bedarfsgerecht zu düngen, Gartenabfälle zu kompostieren und Unkraut und Schädlinge natürlich zu bekämpfen: „Kompost belebt den Boden und liefert wichtige Nährstoffe. Der Einsatz teurer Mineraldünger wird bei der Kompostnutzung meist überflüssig. Chemische Pflanzenschutzmittel sollten im Garten am besten gar nicht eingesetzt werden. Durch unsachgemäße Anwendung können Blumen und Früchte belastet und nützliche Bodenlebewesen geschädigt werden.“

Der Weltbodentag wurde im Jahr 2002 von der Internationalen Bodenkundlichen Union ins Leben gerufen. Er ist ein gemeinsamer Aktionstag für den Boden, an dem jeweils auch der "Boden des Jahres" bekannt gegeben wird. Die Aktion „Boden des Jahres“ soll dazu beitragen, das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung der Böden zu stärken.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.

Nachrichten zum Thema

"Boden des Jahres 2017": Hortisol (Gartenboden)

Im Rahmen des Weltbodentags wurde heute der Gartenboden (in der Fachsprache: "Hortisol") zum "Boden des Jahres 2017" ernannt.

Im Rahmen des Weltbodentags wurde heute der Gartenboden (in der Fachsprache: „Hortisol“) zum „Boden des Jahres 2017“ ernannt. „Mit den Händen in der Erde wühlen, säen, winzige Keimlinge heranziehen, Regenwürmer und Insekten beobachten, den Verlauf der Jahreszeiten spüren, unterschiedliche Gerüche wahrnehmen – viele Menschen haben über die Gartenarbeit Kontakt zum Boden. Hierbei können sie hautnah erfahren, was den Wert des Bodens ausmacht und wie der Boden durch eigene Bemühungen gesund erhalten, geschützt und in seiner Fruchtbarkeit verbessert werden kann“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Der Hortisol ist ein Kulturboden. Entstanden ist er durch jahrhundertelange Gartenkultur mit starker organischer Düngung, zum Beispiel durch Einarbeitung von Kompost oder Tierdung. Daneben haben auch tiefgründige Bodenbearbeitung, intensive Bewässerung und die hohe biologische Aktivität zur Ausbildung charakteristischer, humusreicher Horizonte geführt.

Im Hortisol lassen sich auch besonders viele Kleinstlebewesen und vor allem Regenwürmer nachweisen. Der ursprüngliche natürliche Bodentyp ist infolge der langen und intensiven Bodenbearbeitung oft nicht mehr erkennbar. Hortisole sind in traditionellen Gartenbaugebieten, Klostergärten sowie langjährig bewirtschafteten Haus- und Kleingärten zu finden.

Um die hohe Fruchtbarkeit dieser Böden zu erhalten, empfiehlt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus bedarfsgerecht zu düngen, Gartenabfälle zu kompostieren und Unkraut und Schädlinge natürlich zu bekämpfen: „Kompost belebt den Boden und liefert wichtige Nährstoffe. Der Einsatz teurer Mineraldünger wird bei der Kompostnutzung meist überflüssig. Chemische Pflanzenschutzmittel sollten im Garten am besten gar nicht eingesetzt werden. Durch unsachgemäße Anwendung können Blumen und Früchte belastet und nützliche Bodenlebewesen geschädigt werden.“

Der Weltbodentag wurde im Jahr 2002 von der Internationalen Bodenkundlichen Union ins Leben gerufen. Er ist ein gemeinsamer Aktionstag für den Boden, an dem jeweils auch der "Boden des Jahres" bekannt gegeben wird. Die Aktion „Boden des Jahres“ soll dazu beitragen, das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung der Böden zu stärken.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.