Schloss Dyck: Zentrale Lossprechung

Zentrale Lossprechung für insgesamt 103 junge Gärtner auf Schloss Dyck. Die Mehrheit der Absolventen lernte in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.

Insgesamt 103 junge Gärtnerinnen und Gärtner wurden auf einer zentralen Feier im „Zentrum für Gartenkunst und Gartenkultur“ auf Schloss Dyck freigesprochen. Das Bild zeigt die Absolventen, die ihre Urkunden persönlich entgegen nahmen, mit den Ehrengästen. Bild: Christian Weber.

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Für insgesamt 103 junge Frauen und Männer aus dem Berufsschulbezirk Düsseldorf ist ihre gärtnerische Ausbildung erfolgreich zu Ende gegangen.

Im Rahmen einer zentralen Lossprechungsfeier auf Schloss Dyck wurden sie als Fachkräfte in den Berufsstand der Gärtner aufgenommen. Die überwiegende Mehrheit stellte mit 70 Absolventen die Fachrichtung Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Die anderen neuen Fachkräfte erlernten den Gärtnerberuf in den Fachrichtungen Friedhofsgärtnerei, Zierpflanzenbau, Baumschule, Staudengärtnerei und Gemüsebau. Bei der Lossprechung wurden drei Absolventen spartenübergreifend für ihre herausragenden Abschlussnoten besonders geehrt: die Friedhofsgärtnerin Lina Borges, der Landschaftsgärtner Olaf Reiners sowie der Friedhofsgärtner Christopher Biesenbach. Herausragende Prüfungsleistungen in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erbrachten zudem die jungen Landschaftsgärtner Daniel Becker und Leander Knie.

Letztlich stellten alle jungen Gärtnerinnen und Gärtner dar, wie vielfältig die Möglichkeiten in den diversen Bereichen des Gartenbaus sind. Darauf eingegangen wurde in einer Talkrunde, deren Moderation die ZDF-Redakteurin Stephanie Schmidt übernommen hatte und die dazu mit Lutz Lienenkämper (l.), Minister der Finanzen NRW, einen Vertreter der Landesregierung begrüßen konnte.

Wie der Minister deutlich machte, benötigt nicht nur der Gartenbau zunehmend Fachkräfte, die dazu in der Lage sind, auch mit den Händen etwas zu leisten. Aus seiner Sicht ist es wichtig, dass die Politik nicht nur über Hochschulabsolventen spricht, sondern auch vermehrt die Fachkräfte im Blick hat, die „losgesprochen werden können, weil sie richtig mit den Händen gearbeitet haben“. Die Lossprechung sei die Wertschätzung für die erbrachten Leistungen. Gärtner arbeiteten für die Natur, von der dann alles etwas haben. Wie breit das gärtnerische Leistungsspektrum angelegt ist, würde die Landesregierung laut Minister Lienenkämper gerne mit einer herausragenden Landesgartenschau im Jahr 2027 deutlich werden lassen. Überlegungen dafür gibt es bereits. Demzufolge sollen mehrere Ruhrstädte eingebunden werden. Für weitergehende Planungen sind laut Minister aber noch zahlreiche Gespräche zu führen.

Dass der heutige Nachwuchs auch ohne Großevents die Arbeit als Gärtner oft nicht nur als interessanten Beruf, sondern auch als Berufung sieht, erfuhr Moderatorin Stephanie Schmidt im Interview auf der Bühne mit dem jungen Landschaftsgärtner Marvin Hilgers und der Zierpflanzengärtnerin Leonie Ziomkowski. Hilgers hat zuerst eine Ausbildung in einem Büroberuf gemacht und merkte dabei, dass er dauerhaft doch etwas anderes arbeiten möchte. Nach einem Praktikum in einem Garten- und Landschaftsbau-Betrieb stand für ihn der Wechsel in den Gärtnerberuf fest. Dabei findet er es gut, den Kunden nahelegen zu können, bei der Gartengestaltung die ökologischen Aspekte stärker zu berücksichtigen. Leonie Ziomkowski hat beim Fotografieren im Royal Botanic Garden Edinburgh in Schottland ihre besondere Freude an Pflanzen entdeckt: „Man kann richtig kreativ sein. Und den Menschen die Natur näherbringen.“ Sie möchte der Ausbildung noch ein gartenbauliches Studium folgen lassen.

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Kommentare (1)


christopher biesenbach 24. Sep. | 19:54

Guten Tag Gibt es zufällig die Möglichkeit das Foto der Ehrung der Jahrgangsbesten zu bekommen ? Liebe Grüße Chris Biesenbach






 

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