Schloss Dyck: Zentrale Lossprechung für insgesamt 96 junge Gärtner

Für insgesamt 96 junge Frauen und Männer – überwiegend aus dem Berufsschulbezirk Düsseldorf – ist ihre gärtnerische Ausbildung erfolgreich zu Ende gegangen.

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Für insgesamt 96 junge Frauen und Männer – überwiegend aus dem Berufsschulbezirk Düsseldorf – ist ihre gärtnerische Ausbildung erfolgreich zu Ende gegangen. Im Rahmen einer zentralen Lossprechungsfeier auf Schloss Dyck wurden sie als Fachkräfte in den Berufsstand der Gärtner aufgenommen.

Die überwiegende Mehrheit der Absolventen stellte die Fachrichtung Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Die anderen neuen Fachkräfte erlernten den Gärtnerberuf in den Fachrichtungen Friedhofsgärtnerei, Zierpflanzenbau, Baumschule, Staudengärtnerei und Gemüsebau. Bei der Lossprechung wurden drei Absolventen spartenübergreifend für ihre herausragenden Abschlussnoten besonders geehrt: Die Baumschul-Gärtnerin Maren Gehl (Fa. Gindler), die Zierpflanzengärtnerin Maria Kaltenbach (Landeshauptstadt Düsseldorf) und der Zierpflanzengärtner John Sattelberger (Klinikum Langenfeld). Herausragende Prüfungsleistungen in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erbrachten die jungen Landschaftsgärtner: Andreas Kamp (Fa. Larbalette & Rothe), Tim Schwarz (Fa. Meyer) und Maurice Krampe (Jakob Leonhards Söhne).

Letztlich stellten alle jungen Gärtnerinnen und Gärtner dar, wie vielfältig die Möglichkeiten in den diversen Bereichen des Gartenbaus sind. Darauf eingegangen wurde in einer Talkrunde, deren Moderation die ZDF-Redakteurin Stephanie Schmidt übernommen hatte und die mit dem 1. Vizepräsidenten des Landtags NRW und Staatsminister a. D. Eckard Uhlenberg sowie Lutz Lienenkämper, Landtagsabgeordneter und ebenfalls Staatsminister a. D., prominente Gäste aus Düsseldorf begrüßen konnte.

Wie die Landtagsabgeordneten deutlich machten, sind vor allem zwei Dinge für die Menschen im Land wünschenswert – dass viel Grün für Wohlbefinden sorgt und die jungen Gärtnerinnen und Gärtner mit Freude ihrem Beruf nachgehen und damit zugleich andere Menschen erfreuen, wie Eckhard Uhlenberg zu Verstehen gab. Und Lutz Lienenkämper hat immer wieder seine Freude daran, wie „Profis Garten machen“. Er arbeitet selbst gerne im Garten – „ich kann es aber nicht“. Wie er betonte, haben die jungen Gärtner einen Beruf mit Zukunft ergriffen: „Politiker werden nach vier Jahren abgewählt“, so Lienenkämper humorvoll – dies sei mit der Natur nicht möglich, da sie immer weiter für Arbeit sorgt. Und laut Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, ist es immer wieder sinnvoll, dass die neuen gärtnerischen Fachkräfte im Ambiente der 200 Jahre alten Gärten von Schloss Dyck von ihren Pflichten als Auszubildende freigesprochen werden.

Dass die Ausbildung zum Gärtner viel Spaß macht aber auch nicht immer einfach ist, erfuhr Moderatorin Stephanie Schmidt im Interview auf der Bühne mit der jungen Friedhofsgärtnerin Katharina Bollmann und dem Landschaftsgärtner Maurice Krampe. Die junge Frau ist direkt nach der Schule in die gärtnerische Ausbildung gegangen, denn sie wusste bereits frühzeitig, dass sie beruflich „etwas mit Garten machen“ wollte. Maurice Krampe hatte nach dem Abitur zuerst ein Studium aufgenommen, später aber gemerkt, dass es dabei zu vieles gab, was nicht seinen Interessen entsprach. Er erhielt bei der Firma Jakob Leonhards Söhne in Wuppertal die Chance auf eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Schnell war er sich sicher, nunmehr die richtige Wahl getroffen zu haben. (pcw) 

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