RLV: Hagelnetze lassen Apfelerzeuger ruhig schlafen

Nachdem die ersten Gewitter für dieses Jahr niedergegangen sind, beginnt für die Apfelerzeuger eine Zeit bangen Erwartens.

Ohne Hagelnetze ist der regionale Anbau in seiner Existenz gefährdet. Bild: Sabine Weis.

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Denn oft sind Gewitter mit Hagel verbunden. Ein Hagelschauer reicht bereits aus, um die Ernte des gesamten Jahres zu vernichten. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn) hin.

Einen sicheren Schutz vor Hagelschlag bieten Hagelnetze, die in immer größerem Umfang in den rheinischen Obstbaubetrieben eingesetzt werden. Nach der Blüte werden die Netze geschlossen, sodass Hagelkörner die jungen Früchte erst gar nicht erreichen. So wird die Ernte geschützt, die Verbraucher können mit einem guten Obstangebot rechnen.

Hagel ist der größte Feind der Obstbauern. Denn nicht nur die Früchte werden beschädigt, auch Blätter und teilweise das Holz werden in Mitleidenschaft gezogen. Dies führt dazu, dass die Obsternte auch in den Folgejahren nach einem Hagelschlag geschmälert wird.

Erst wenn die Ernte vollständig eingebracht ist, werden die Hagelnetze wieder zusammengerafft und über Winter an den dafür vorgesehenen Drähten zusammengebunden. Von daher entsteht ein großer Arbeitsaufwand, um die Früchte vor Hagelschlag zu schützen. Hinzu kommen erhebliche Investitionen in die Gerüstkonstruktion der Netze, die sehr stabil sein müssen, weil bei starkem Hagel große Hagelmengen in den Netzen gesammelt werden.

Da aber keine weiteren wirksamen Schutzmaßnahmen zur Verfügung stehen, bitten die Obsterzeuger alle Verbraucher um Verständnis für eine Einnetzung der Obstflächen. Ohne Hagelnetze ist der regionale Anbau in seiner Existenz gefährdet. (RLV)

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