Pflanzenverpackung: Mehrwegtrays sind nachhaltiger

Mehrweg-Pflanzentrays haben geringere Umweltauswirkungen als Einweg-Pflanzentrays. Das ergab eine Studie, die im Auftrag der Royal FloraHolland durchgeführt wurde.

Mehrweg-Pflanzentrays sind nachhaltiger. Bild: Royal FloraHolland.

Royal FloraHolland legt großen Wert auf einen zukunftsbeständigen Zierpflanzensektor, in dem Blumen und Pflanzen mit Respekt vor Mensch und Umwelt angebaut und gehandelt werden. Darum arbeitet man zusammen mit Plantion und dem VBN an einem Branchenplan zur Verstärkung der Nachhaltigkeit von Verpackungen für den Zierpflanzenanbau. Als Teil dieses Plans hat man Blonk Consultants mit einer unabhängigen Studie zu den Umweltleistungen von Einweg- und Mehrweg-Pflanzentrays beauftragt.

Vergleich der Umweltleistungen

Blonk Consultants führte eine Lebenszyklusanalyse (abgekürzt als LCA) auf der Grundlage internationaler Richtlinien durch. Bei dieser Analyse wurden die Umweltleistungen von Pflanzentrays (Einweg- und Mehrweg-Trays) während ihrer gesamten Lebensdauer untersucht und miteinander verglichen, also von der Produktion bis zur Abfallverwertung. Die LCA verdeutlicht, wie die einzelnen Trays in Bezug auf Umweltaspekte wie Klimawandel und Wasserverbrauch liegen. Darüber hinaus zeigt die Studie auch auf, wo bei Einweg- und Mehrweg-Pflanzentrays das größte Verbesserungspotenzial angesiedelt ist.

Bessere Umweltergebnisse für Mehrwegbehälter

Die Studie besagt, dass Mehrweg-Trays bessere Umweltergebnisse erzielen als Einweg-Trays. Bei Einweg-Trays wirken sich vor allem die Produktion des Kunststoffs und die Abfallphase am stärksten auf die Umwelt aus. Möglichkeiten zur Verringerung der Umweltauswirkung bieten daher eine Reduzierung des Gewichts pro Tray und eine Optimierung des Recyclings. Bei Mehrwegbehältern tragen insbesondere der Transport und das Reinigungsverfahren (Floratino) zu den Umweltauswirkungen bei.

Was macht die Royal FloraHolland mit den Ergebnissen?

Die Studie inspiriert Royal FloraHolland, zusammen mit Kettenpartnern und beteiligten Parteien den Verpackungsverbrauch möglichst effizient und nachhaltig zu gestalten. Dazu setzet man ganz konkret folgende Maßnahmen ein:

  • Marktforschung zu Mehrweg-Pflanzenverpackungen: Welche Gründe gibt es, Mehrweg-Pflanzenverpackungen zu wählen? Gibt es Probleme? Und wie stimuliert man die Benutzung von Mehrweg-Pflanzenverpackungen?
  • Studie zur Materialverringerung bei Normpack: Resultiert die Durchführung einer anderen Konstruktion (Brücke) bei den Serien Normpack 200 und 400 in einer Materialverringerung unter Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit?
  • Studie zum Recycling von Einweg-Trays in Deutschland und den Niederlanden: Wie viel Einweg-Trays werden am Ende der Kette recycelt? Und wie kann man diesen Prozentsatz erhöhen?

Gemeinsame Verantwortung

Welche Verpackung letztlich gewählt wird, hängt natürlich von den Benutzern, Anlieferern und Kunden bzw. Endkunden ab. Indem Royal FloraHolland Informationen über die Umweltleistungen der Pflanzentrays teilet, bietet man Anhaltspunkte für diese Entscheidungen. (RFH)

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