Nach der Flut: Verwüstung, Schlamm und Entsetzen

Verheerende Bilder von total zerstörten Ortschaften, Landstraßen und Brücken gehen seit Donnertag, den 15. Juli durch die Medien.

Neben dutzenden an Überschwemmungsschäden im überschaubaren Bereich, gab es auch einzelne, sehr massiv betroffene Gartenbaubetriebe. Bild: GV.

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Bereits seit Dienstag brachte ein Starkregengebiet insbesondere dem Westen Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz Unmengen an Niederschlägen. Bäche und kleinere Flüsse entwickelten sich in nur wenigen Stunden zu reißenden Strömen und sogar Dämme einzelner Talsperren drohen zu brechen, zu einem Dammbruch bei Heinsberg kam es bereits. Auch die Gartenbau-Versicherung berichtet von Schäden.

Vereinzelt massive Schäden auch im Gartenbau

Die Gartenbau-Versicherung hat sich sofort ein Bild von der Situation im Gartenbau gemacht. Demnach spielen sich die massiven Schäden überwiegend im Bereich des allgemeinen Lebens ab. „Die Situation ist katastrophal – der Gartenbau ist aber nicht flächendeckend betroffen“, berichtet Manfred Klunke, Vorstandvorsitzender der Gartenbau-Versicherung, der am Wochenende die am stärksten geschädigten Betriebe aufsuchte. „Wir haben es mit einzelnen Betrieben zu tun, bei denen es zu massiven Schäden durch das Hochwasser gekommen ist. Nach derzeitigem Stand dürfte sich diese Anzahl auf drei Betriebe belaufen. Wir sind bei den betroffenen Familien und Betrieben und fühlen mit ihnen in ihrem großen Schicksal.“ Durch den raschen Anstieg der Pegelstände setzte eine Flutwelle die in den Tälern befindlichen Gärtnereien bis zu 3 m unter Wasser. Zurück blieben Chaos und eine bis zu 20 cm hohe Schlammschicht. Um den Betrieben möglichst schnelle Hilfe zukommen zu lassen, kam es seitens der Gartenbau-Versicherung bereits am Tag der Besichtigung zur Aushändigung erster Vorauszahlungen.

In weiteren geschätzt 50 Betrieben verursachten die starken Regenfälle Schäden im überschaubaren Bereich – mit den typischen Bildern, wie vollgelaufene Keller und Flächen die zeitweise unter Wasser standen.

Versicherungsschutz überprüfen

Die Gartenbau-Versicherung (GV) rät ihren Mitgliedern dringend, den Versicherungsschutz zeitnah mit ihrem örtlichen Außendienst der GV zu prüfen. Dies gilt wegen der gestiegenen Preise insbesondere auch hinsichtlich der Höhe der Versicherungssummen. Schäden durch Hochwasser und Starkregen können durch eine Sturmversicherung, die auch Schutz gegen sonstige Elementarschäden beinhaltet, oder bei Freilandkulturen durch die Mehrgefahrenversicherung abgedeckt werden. Sie sind bei der Gartenbau-Versicherung – soweit nicht vorhersehbar – an quasi keine Voraussetzungen geknüpft. „Anders als bei vielen anderen Versicherern besteht diese Möglichkeit für alle Betriebe, unabhängig von der Lage des jeweiligen Gartenbauunternehmens“, unterstrich Christian Senft, Vorstand für den Versicherungsbetrieb und betont: „Die Gartenbau-Versicherung orientiert sich im Sinne der echten Gefahrengemeinschaft eines Versicherungsvereins dabei nicht an dem vierstufigen Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen ZÜRS, das deutsche Versicherer in der Regel anwenden.“ (GV)

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