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Leinefelde-Worbis: "Ein Gartenschaujahr geht zu Ende"
Die Gartenschau machte damit nicht nur die Vielfalt der Gartenkultur sichtbar, sondern auch die Leistungsfähigkeit der gesamten Grünen Branche.
Aus Sicht der Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH (FöGes) war das Gartenschaujahr eine starke Gemeinschaftsleistung, welche vor fast einem Jahrzent mit der Unterstützung der FöGes ihren Lauf nahm. Die Landschaftsarchitektur, Garten- und Landschaftsbau, Gartenbau, Floristik und Forstwirtschaft machten mit ihren verschiedenen Beiträgen die eigenen Stärken für jeden sichtbar und trugen damit einen großen Teil zum Gesamtbild der Gartenschau bei. Einen Schwerpunkt für die Gäste bildeten die acht Schaugärten des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. Sie zeigten beispielhaft, wie moderne Gärten auf den Klimawandel, den Erhalt der Artenvielfalt und veränderte Nutzungsansprüche reagieren können. Dabei reichte die Bandbreite von essbaren Gemeinschaftsgärten und familienfreundlichen Rückzugsorten bis hin zu naturnahen, ressourcenschonenden und pflegeleichten Lösungen. Zugleich machten die Beiträge das handwerkliche Können, die Pflanzenkenntnis und die gestalterische Kompetenz der beteiligten Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner erlebbar. Das Lehr- und Versuchszentrum Gartenbau Erfurt und der Landesverband Gartenbau Thüringen e. V. begleiteten das Gartenschaujahr mit fachlichen Informationen, Demonstrationen und Bildungsangeboten rund um Pflanzenverwendung und Produktionsgartenbau. Diese Angebote wurden von den Besucherinnen und Besuchern am Gärtnertreff rege wahrgenommen.
Ein außerordentliches Erlebnis war es für die 36 jungen Facharbeiterinnen und Facharbeiter sowie Werkerinnen und Werker aus allen sieben gärtnerischen Fachrichtungen, ihre Abschlusszeugnisse im Rahmen der zentralen Freisprechungsfeier am 2. Oktober auf der Landesgartenschau entgegenzunehmen.
Zu den besonderen gärtnerischen Anziehungspunkten gehörten neben den Schaugärten des FGL und des Gartenbaus auch die Blumenschauen im Blumenblock, die von Beginn an zu den ausgesprochenen Publikumslieblingen zählten. Zwölf wechselnde Ausstellungen verbanden dort Floristik, Kunst und Stadtgeschichte. Auch die Freilandpflanzungen sowie der „Stadtacker“ von Jonas Leibeling vermittelten Pflanzenwissen und zeigten, wie Nutzpflanzen und essbare Kulturen in zeitgemäße Gartenkonzepte eingebunden werden können.
Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen, Landesverband Thüringen e. V., brachte als Gesellschafter der Fördergesellschaft seine planerische und fachliche Perspektive ein. Das Zusammenspiel von Landschaftsarchitektur und ausführendem Garten- und Landschaftsbau bildete die Grundlage für Freiräume, die über das Veranstaltungsjahr hinaus Bestand haben. Dazu gehören die renaturierte Ohne-Aue, neue Grünverbindungen, der weiterentwickelte Lunapark, Tüffers Garten sowie neue Spiel-, Sport- und Aufenthaltsbereiche.
„Die Landesgartenschau hat gezeigt, dass hochwertige grüne Räume nur im Zusammenspiel vieler Fachrichtungen entstehen. Landschaftsarchitektur entwickelt die planerischen Leitideen, Garten- und Landschaftsbaubetriebe setzen sie fachgerecht um, Gartenbau und Floristik schaffen vielfältige Pflanzen- und Ausstellungserlebnisse. Ausbildung, Forschung und Verbandsarbeit vermitteln das notwendige Wissen und sichern die Fachkräfte von morgen“, erklärt die Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH.
Die Fördergesellschaft dankt allen beteiligten Verbänden, Betrieben, Planungsbüros, Beschäftigten und Ehrenamtlichen. Ihr gemeinsamer Einsatz hat ein vielfältiges Gartenjahr ermöglicht und zugleich bleibende Grünräume für Leinefelde-Worbis geschaffen. Die Landesgartenschau hinterlässt damit nicht nur schöne Erinnerungen, sondern steht zugleich für nachhaltige Stadtentwicklung, wertvolle fachliche Impulse und ein starkes Zeichen für die gesamte Grüne Branche.

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