Im Interview: Tim Erdman

Tim Erdmann, IPD Experte für Schnittblumen, stellt im Interview das Angebot der IPD-Unternehmen auf der IFTF vor, die vom 3. bis 5. November im niederländischen Vijfhuizen stattfindet.

Tim Erdmann, IPD Experte für Schnittblumen. Bild: IPD, Tim Erdmann.

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Herr Erdmann, in wenigen Wochen startet die IFTF in Vijfhuizen. Was macht das Produktangebot der IPD- Aussteller aus? Was sind aus Ihrer Sicht einige der Highlights?

Das Besondere an den IPD-Ausstellern ist die Kombination aus großer Produktvielfalt und unterschiedlichen regionalen Stärken. Die 17 Unternehmen aus Kenia, Südafrika, Ecuador und Kolumbien bieten neben klassischen Rosen auch eine breite Auswahl an Summer Flowers und saisonalen Produkten.

Ecuador hat sich als Top-Destination für hochwertige Rosen bewährt und auch in diesem Jahr sind Farmen mit einer hohen Bandbreite von klassischen Sorten bis hin zu Neuheiten im Markt (z.B. Dragonfly, Princess Crown) auf der IFTF. Aus Kolumbien und Kenia gibt es ebenfalls ein spannendes Angebot: In diesem Jahr sind Hortensien aus Kolumbien und eine Vielzahl von im Markt beliebten Summer Flowers aus Kenia (z.B. Hypericum, Craspedia, Eryngium) stark vertreten. Zusätzlich bringt Südafrika mit Proteen und weiteren Fynbos-Produkten aus dem Cape Floral Kingdom ein Sortiment nach Europa, das sich deutlich von klassischen Schnittblumenangeboten unterscheidet.

Für europäische Einkäufer ist gerade diese Kombination interessant: Neben etablierten Produkten können sie neue Sorten, saisonale Besonderheiten und Nischenprodukte kennenlernen und damit ihr Sortiment differenzieren.

Inwieweit erfüllen die Unternehmen im IPD-Programm die Anforderungen des europäischen Marktes? Wie stellen Sie sicher, das Angebot und Nachfrage korrespondieren?

Die Unternehmen im IPD-Programm werden gezielt auf eine Zusammenarbeit mit europäischen Geschäftspartnern vorbereitet. Dabei geht es nicht allein um die Qualität der Blumen, sondern um die gesamte Exportfähigkeit eines Unternehmens. Dazu gehören unter anderem zuverlässige Produktionsmengen und Lieferfähigkeit, eine professionelle Nacherntebehandlung und Kühlkette, Rückverfolgbarkeit, Zertifizierungen und die Einhaltung europäischer Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanforderungen.

Gleichzeitig schauen wir sehr genau darauf, welche Produkte und Mengen tatsächlich zur Nachfrage europäischer Importeure passen. Wir kennen die Anforderungen unserer Zielmärkte und gleichen diese mit dem Profil der Unternehmen ab. So geht es nicht einfach darum, möglichst viele Produzenten auf den europäischen Markt zu bringen, sondern die richtigen Geschäftspartner miteinander zu verbinden.

Die IFTF ist dafür ein wichtiger Baustein: Im direkten Austausch können Aussteller und Einkäufer sehr konkret besprechen, welche Produkte, Qualitäten, Mengen und Liefermodelle für eine Zusammenarbeit infrage kommen.

Das IPD ist nun bereits das 6. Mal auf der IFTF. Welche Erwartungen haben Sie an die Fachmesse? Warum lohnt sie sich für die IPD-Unternehmen aus Ihrer Sicht?

Die IFTF ist für uns vor allem eine Plattform für konkrete Geschäftsanbahnung. Unser Ziel ist es, die IPD-Unternehmen mit europäischen Importeuren, Großhändlern und anderen relevanten Marktpartnern zusammenzubringen und daraus langfristige Geschäftsbeziehungen zu entwickeln. Gerade für kleinere und mittelständische Produzenten aus den Partnerländern ist die Messe eine wichtige Gelegenheit, sich dem europäischen Markt professionell zu präsentieren und direktes Feedback von potenziellen Kunden zu erhalten. Gleichzeitig können die Unternehmen besser verstehen, welche Produkte, Qualitäten und Services aktuell nachgefragt werden.

Unsere Erwartung ist deshalb nicht allein eine hohe Besucherzahl, sondern vor allem viele relevante Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern und konkrete Follow-ups nach der Messe. Dass das IPD nun bereits zum sechsten Mal auf der IFTF vertreten ist, zeigt auch die Bedeutung, die wir dieser Plattform für die internationale Geschäftsanbahnung im Schnittblumensektor beimessen.

Vielen Dank!

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