IGA 2027-Balkonwettbewerb: "Grüne Hölle" und Freizeitoase

Rund 130 Balkone aus 32 Ruhrgebietsstädten waren im Rennen - Thorsten Schorn zeichnet Gewinnerin der Kategorie "Ökopionier*innen" in Dortmund aus.

Thorsten Schorn und Gewinnerin Nele auf ihrem gern „Grüne Hölle“ genannten Balkon an der Rheinischen Straße in der Dortmunder Innenstadt. Bild: © IGA 2027.

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Das ist sie, die grüne Hölle?“, fragt Fernseh- und Radiomoderator Thorsten Schorn während er einen Balkon in der Dortmunder City betritt. „Das ist sie“, bestätigt Nele unterm schattigen Blätterdach, die ihren Balkon oft liebevoll so nennt. Zwölf Quadratmeter, und doch gibt es hier an jeder Ecke etwas zu entdecken. Tomaten und mexikanische Minigurken wachsen neben Kräutern und Passionsblumen, dazwischen leuchtet der rote Fuchsschwanz. Sogar Borussia Dortmund hat seinen Anteil an der grünen Vielfalt: Ein Gelber Sonnenhut auf dem Balkon geht auf Saatgut zurück, das der BVB einst seinen Mitgliedern zum Geburtstag schenkte.

Thorsten Schorn ist an diesem Tag nicht nur als interessierter Besucher gekommen. Als Vorsitzender der Jury des IGA 2027-Balkonwettbewerbs #MeinIGABalkon hatte er eine besondere Aufgabe: Er überreichte Nele persönlich die Urkunde für den 1. Platz in der Kategorie „Ökopionier*innen“. Sie und die weiteren Gewinner*innen erhalten außerdem zwei Dauerkarten für die IGA 2027. Die Sparkassen in NRW unterstützen mit Geldpreisen. IGA-Sponsor REWE stellt Einkaufsgutscheine zur Verfügung.

130 Balkone zeigen die grüne Vielfalt des Ruhrgebiets

Mit der Preisübergabe in Dortmund geht der IGA 2027-Balkonwettbewerb zu Ende. Rund 130 Balkone aus 32 Städten des Ruhrgebiets wurden für #MeinIGABalkon eingereicht. Gesucht waren nicht die größten oder perfekten Balkone. Im Mittelpunkt standen Ideen, die zeigen, was auch auf wenigen Quadratmetern möglich ist – ökologisch, kreativ oder als Ort für Begegnung und gemeinsames Leben. Zunächst wählte die Fachjury die besten Beiträge aus. Anschließend entschied die IGA-Onlinecommunity in einem öffentlichen Voting über die Gewinner*innen der drei Kategorien. Dabei wurden insgesamt rund 2.000 Stimmen abgegeben.

„Die Balkone im IGA-Wettbewerb haben uns gezeigt, wie viel Persönlichkeit und Ideen selbst auf wenigen Quadratmetern Platz finden“, sagte Juryvorsitzender Thorsten Schorn. „Hinter jedem Balkon stecken Menschen, die mit viel Liebe, Kreativität und manchmal auch einer gehörigen Portion Experimentierfreude ihren ganz persönlichen Lieblingsort geschaffen haben. Als Jury haben wir die herausragendsten Balkone ausgewählt und der Community zur Abstimmung gegeben. Und für mich ist es ein echtes Erlebnis gewesen, Gewinnerin Nele in Dortmund zu besuchen, die mir stolz ihren Siegerbalkon präsentiert hat.“

Vom eigenen Balkon zur IGA 2027

Mit #MeinIGABalkon hatte die IGA 2027 Menschen im gesamten Ruhrgebiet eingeladen, bereits vor der Eröffnung selbst aktiv zu werden. Der Wettbewerb ist Teil von MEIN GARTEN, der Community-Ebene der IGA 2027. Sie macht Engagement sichtbar, fördert den Austausch und bringt die Gartenausstellung schon heute in die Nachbarschaften und zu den Menschen nach Hause.

„Wer etwas zum Blühen bringen will, braucht nicht unbedingt einen eigenen Garten. Manchmal reichen schon ein paar Quadratmeter Balkon, gute Ideen und die Lust, etwas daraus zu machen. Wie unterschiedlich das aussehen kann, haben die vielen Beiträge eindrucksvoll gezeigt – vom kleinen Dschungel über die Wohlfühloase bis zum Treffpunkt für Familie und Freunde. Genau diese Kreativität und Vielfalt wollen wir mit der IGA 2027 sichtbar machen. Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinnerinnen und Gewinner und ein großes Dankeschön an alle, die mitgemacht haben“, sagte Friederike Faas, Leitung Veranstaltung und Mein Garten der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH.

Kategorie „Ökopionier*innen“: Ernten mitten in der Stadt

Beim Blick auf die üppige Vegetation überrascht der Name für Neles Balkon kaum: Zwischen drei Häuserwänden hat sie sich ihren eigenen kleinen Dschungel geschaffen. Obstbäume haben bereits Äpfel, Kirschen und Pflaumen getragen, hinzu kommen Tomaten, Paprika, Chilis, Erdbeeren, Kräuter und zahlreiche Blühpflanzen. Eine Regentonne sammelt Wasser, während Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten zwischen Geranien, Glockenblumen, Lavendel, Sonnenhut und vielen weiteren Pflanzen Nahrung finden.     

Kategorie „Kreative Köpfe und Macher*innen“: Wohlfühloase mit Kirchturmblick

Der erste Platz in der Kategorie „Kreative Köpfe und Macher*innen“ geht an Ewelina aus Datteln. Üppige Blumen, ein Olivenbaum und liebevoll ausgewählte Dekorationen machen den Balkon zu einer persönlichen Wohlfühloase. Dazu kommt ein besonderer Ausblick auf den Kirchturm. Entstanden ist ein Ort zum Genießen, Entspannen und Träumen – den übrigens auch Cocker-Spaniel Paul zu schätzen weiß.    

Kategorie „Pott-Geselligkeit“: ein bisschen Urlaub in Oberhausen

In der Kategorie „Pott-Geselligkeit auf dem Balkon“ gewinnt Cansu aus Oberhausen. Viel Grün, warme Naturtöne und Erinnerungsstücke aus verschiedenen Urlauben schaffen hier eine mediterrane Atmosphäre mitten im Ruhrgebiet. Viele Details erzählen ihre eigene Geschichte. Vor allem aber ist der Balkon ein Ort zum Kaffeetrinken, Zusammensitzen und Abschalten – persönlicher Rückzugsort und geselliger Treffpunkt zugleich.    

Die zweiten und dritten Preise in der Kategorie Ökopionier*innen gingen nach Dortmund und Duisburg, in der Kategorie Kreative Köpfe und Macher*innen nach Dortmund und Essen und in der Kategorie Pottgeselligkeit nach Hattingen und Dortmund.

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