HS Osnabrueck: Beteiligt an der Sonderausstellung "Über Wasser"

Der Hochschule Osnabrück beteiligt sich mit fünf Studienprojekten an der Sonderausstellung "Über Wasser". Veranstalter ist das MIK Museum Industriekultur Osnabrück.

Drei Wassereimer, Postkarten mit Nachhaltigkeits-Tipps und ein Wasserbecken mit Membranfiltern – das ist der Beitrag der Hochschule Osnabrück zur Ausstellung "Über Wasser". Bild: Hochschule Osnabrück / Lidia Wübbelmann.

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Wasser spielt in unserem Leben eine zentrale Rolle. Medikamentenrückstände im Wasser, weltweite Sanitärversorgung oder auch der Wald als Trinkwasserspeicher – dieser Ausschnitt an Projekten von Studierenden der Hochschule Osnabrück zeigt verschiedene Blickwinkel auf das Thema „Wasser“. Studentische Teams der Fakultäten Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur sowie Ingenieurwissenschaften und Informatik haben ihre Projektergebnisse in einer ungewöhnlichen Form aufbereitet – in Wassereimern. Diese fünf Exponate sind nun Teil der interaktiven Ausstellung „Über Wasser“ des MIK Museums Industriekultur Osnabrück. Neben der Hochschule Osnabrück beteiligen sich rund 70 lokale Akteurinnen und Akteure an der Sonderausstellung, die am 22. März, dem Internationalen Tag des Wassers, offiziell eröffnet wird. Sie ist dann zunächst online zu sehen unter: www.mik-osnabrueck.de.

Prof. Dr. Frank Helmus und Prof. Dr. Sandra Rosenberger vom Laborbereich Verfahrenstechnik forschen seit vielen Jahren über (umwelt-)technische Aspekte der Wasseraufbereitung und -nutzung. „Die Idee, uns an der MIK-Wasserausstellung zu beteiligen, fand auf Anhieb großes Interesse unserer Studierenden“, berichtet Prof. Rosenberger. Gemeinsam mit ihrem Kollegen und der Museumsdirektorin, Dr. Vera Hierholzer, betreute die Professorin für Nachhaltige Energietechnik drei Teams des Studiengangs Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik.

Die Studierenden befassten sich mit dem Thema „Bedrohtes Wasser“ und haben dabei drei Aspekte untersucht: Medikamentenrückstände und Mikroplastik im Wasser sowie Wertstoffe im Abwasser. „Wir wollen, dass die Museumsgäste nicht nur Neues lernen, sondern auch konkrete Tipps zum umweltfreundlichen Umgang mit der wichtigen Ressource bekommen“, so der Professor für Mechanische Verfahrenstechnik und Anlagenplanung Frank Helmus. Deshalb haben die Teams zusätzlich zu ihren Wassereimern auch Postkarten mit verschiedenen Alltagstipps gestaltet.

Welche zentrale Bedeutung Wasser im täglichen Leben hat, erarbeiteten Studierende unter der Führung von Prof. Dr. Ursula Eid, Honorarprofessorin für Nachhaltigkeit in der Wasserver- und -entsorgung, anhand verschiedener Projekte. Beispielsweise befasste sich eine Gruppe unter dem Titel „Klobalisierte Welt“ mit den Unterschieden der globalen Sanitärversorgung. Das Ergebnis: 4,5 Mrd.Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberen Toiletten. Durchfallerkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Die Studierenden arbeiteten heraus, dass Komposttoiletten eine sinnvolle Alternative in entwicklungsstarken sowie -schwachen Regionen darstellen, um eine nachhaltige Sanitärversorgung zu ermöglichen.

„Die Studierenden haben durch diese Praxisarbeit analysiert, warum die Vereinten Nationen weltweit die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen gewährleisten wollen“, erklärt Prof. Eid: „Gleichzeitig ist ihnen bewusst geworden, warum wir erst am Anfang der Umsetzung dieses Ziels stehen.“

Zur Ausstellung:

Die Sonderausstellung „Über Wasser“ des MIK Museums Industriekultur Osnabrück beleuchtet Wasser als Lebensraum und Lebensgrundlage. Von der Trinkwasserversorgung über die Energiegewinnung aus Wasserkraft bis zur Geschichte des Wassersports wird unser Nutzen von Wasser deutlich. Perspektiven aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur verschränken sich in der Ausstellung mit Beiträgen von Vereinen und aus der regionalen Bevölkerung. Es entsteht ein umfassendes Bild der Bedeutung von Wasser in der Region. Im globalen Kontext werden Herausforderungen für die Zukunft aufzeigt. Mit dem partizipativen Ausstellungsprojekt, das Beiträge von rund 70 beteiligten regionalen und überregionalen Akteurinnen und Akteuren vereint, wird das Museum zur kreativen Plattform.

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