BMU: Mit Künstlicher Intelligenz das Grundwasser schützen

Das Bundesumweltministerium fördert ein KI-Leuchtturmprojekt zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat mit 2,5 Mio. Euro.

Bild: (c) BMU, Kathrin_Gansera.

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Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, hat jetzt in Karlsruhe den Förderbescheid für das Projekt „Nitratmonitoring 4.0“ (NiMo) in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro überreicht. Das Projekt entwickelt ein System, um mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die Nitratkonzentration im Grundwasser möglichst genau vorherzusagen. Damit hilft es unser Trinkwasser zu schützen, das zu 70% aus Grundwasser gewonnen wird. Das Projekt ist Teil der Förderinitiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen". Das Bundesumweltministerium fördert mit dieser Initiative Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen.

Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, das durch nichts ersetzt werden kann. Deswegen hat der Schutz des Grundwassers als wichtigste Quelle für sicheres und sauberes Trinkwassersehr hohe Priorität – und dazu gehört, dass die Nitratbelastung gesenkt werden muss. Das Projekt Nitrat-Monitoring 4.0 zeigt auf vorbildliche Weise, wie KI-basierte Verfahren ganz konkret zum Schutz des Grundwassers beitragen können. Das Beispiel macht einmal mehr deutlich, wie viel Potenzial für den Umwelt- und Klimaschutz in Künstlicher Intelligenz steckt.“

Hinter dem Projekt NiMo stehen die Disy Informationssysteme GmbH, das Fraunhofer-Institut IOSB, das Karlsruher Institut für Technologie und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. Die Verbundpartner entwickeln intelligente Verfahren, mit denen die Nitratbelastung im Grundwasser genauer bestimmt werden kann als mit derzeitigen Verfahren. Detaillierte Daten und Vorhersagen sind die Basis für passgenaue Maßnahmen zum Grundwasserschutz. Mithilfe von KI werden sie zudem Möglichkeiten identifizieren, die das Messnetz verbessern. Die Projektergebnisse werden in einer Pilotregion in Baden-Württemberg und einer in Niedersachsen erprobt und so für den bundesweiten Einsatz in der Praxis optimiert.

Das Projekt gehört zu den insgesamt fünfzehn ausgewählten Leuchtturmprojekten der Förderlinie 2 der Förderinitiative „KI-Leuchttürme“, die das Bundesumweltministerium mit einer Laufzeit von insgesamt drei Jahren fördert. Die Bandbreite der Projekte deckt dabei verschiedene Themen, wie etwas intelligente Stromnetze, Insektenschutz, nachhaltiger Konsum oder Abfallsortierung, ab.

Allgemeine Informationen zur Förderinitiative:

Die BMU-Förderinitiative ist ein Beitrag zur Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung mit dem Ziel, Deutschland und Europa zu einem führenden Standort für KI-Technologien zu machen und dabei eine verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI voranzubringen. Das Bundesumweltministerium fördert dabei Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen und beispielgebend für eine umwelt-, klima-, gesundheits- und naturgerechte Digitalisierung sind ("KI-Leuchttürme"). Die Initiative adressiert dabei in zwei Förderlinien Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien: Während Förderlinie 1 die Ausarbeitung kreativer Ideen fördert, richtet sich Förderlinie 2 an Projekte mit einem höheren Reifegrad. Diese sollen Entwicklung, Einsatz und Vermittlung KI-basierter Anwendungen für ökologische Herausforderungen vorantreiben. Für die gesamte Initiative wurden rund 300 Ideen eingereicht und 28 Projekte ausgewählt (13 Projekte der Förderlinie 1 und 15 Projekte der Förderlinie 2). Hierfür stehen aus dem Haushalt 2020 Fördermittel in Höhe von 40 Mio. Euro bereit. Zuständige Projektträgerin für die Förderinitiative KI-Leuchttürme ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH. (BMU)

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