FSI: Weitere Mitglieder gewonnen

Floral Trade Group und die Vereniging van Groothandelaren in Bloemkwekerijproducten (VGB) haben sich der Beschleunigungsinitiative in der Floriculture Sustainability Initiative (FSI) angeschlossen.

Foto mit vier (von sechs) Vertretern der Beschleuniger. Von links nach rechts: John Zwaan, Marcel Zandvliet, Maarten Bánki und Michiel de Haan. Bild: RFH.

Anzeige

Die Floriculture Sustainability Initiative (FSI) besteht aus Vorreitern auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit, die schneller als bisher aktiv zu einer zukunftssicheren Zierpflanzenbranche beitragen wollen, in der Blumen und Pflanzen mit Respekt für Mensch und Umwelt angebaut und vertrieben werden.

Sowohl die Floral Trade Group als auch die VGB wollen hierzu einen aktiven Beitrag leisten, da sie Nachhaltigkeit als strategisch notwendiges Thema betrachten. Die im Jahr 2017 gegründete Gruppe besteht zurzeit aus folgenden Mitgliedern: Dutch Flower Group, Royal Lemkes, FM Group, Royal FloraHolland und die kürzlich beigetretenen Organisationen Floral Trade Group und VGB, eine Vereinigung, zu der gut 150 Handelsunternehmen gehören.

Nachhaltigkeitsziel für die nächsten Jahre

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 strebt die Beschleunigungsinitiative gemeinsam nach einem möglichst hohen Anteil einer zertifizierten Blumen- und Pflanzenerzeugung. Dabei begrüßt sie das Ziel der international führenden Floriculture Sustainability Initiative (FSI), dass 2025 mindestens 90% der von den FSI-Mitgliedern erzeugten, eingekauften und vertriebenen Blumen und Pflanzen nachhaltig sein sollen.

Die Grundlage hierfür ist der sogenannte FSI-Basket of Standards, in den sechzehn Nachhaltigkeitsstandards aufgenommen wurden, die auf drei Schwerpunktbereiche verteilt werden, und zwar: G.A.P. (Good Agricultural Practices; Gute landwirtschaftliche Praxis), Social (soziale Aspekte wie zum Beispiel Arbeitsbedingungen) und Environmental (Umwelt). Alle Unternehmen, die zur Beschleunigungsinitiative gehören, sind selbstverständlich Mitglieder der FSI.

Starker Anstieg der nachhaltig eingekauften und vertriebenen Blumen und Pflanzen

Michiel de Haan, Managing Director von Royal Lemkes, erläutert: „In den vergangenen fünf Jahren hat unsere Beschleunigungsinitiative in enger Zusammenarbeit mit der FSI tatsächlich zu einer Beschleunigung beigetragen, was die Nachhaltigkeit bei Einkauf und Produktion von Zierpflanzen betrifft. Im Hinblick auf das frühere FSI-Ziel für 2020 ist der Anteil am nachhaltigen Einkauf (gemessen in Stückzahlen/Stielen) von und durch FSI-Mitglieder stark gestiegen: bei Pflanzen von 53% im Jahr 2016 auf 81% im Jahr 2020, und bei Blumen von 39% im Jahr 2016 auf 73% im Jahr 2020. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Und der CMO/CSO der Dutch Flower Group, Marcel Zandvliet, sagt: „Wir stellen fest, dass wir dank der Zusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeit inzwischen nicht nur eine Zunahme des nachhaltigen Einkaufs in der Zierpflanzenbranche erreicht haben, sondern es auch verstanden haben, andere Themen gemeinsam anzugehen. Dies unterstreicht die Botschaft an unsere Kunden ‒ von Großhändlern bis zu Floristikgeschäften ‒, uns gemeinsam mit unseren Gärtnern um mehr Nachhaltigkeit zu bemühen.“

Bedeutung einer intensiveren Zusammenarbeit in der Zierpflanzenkette

In den nächsten Jahren werden die Beschleuniger intensiver mit noch mehr Kettenparteien zusammenarbeiten. Nancy van Kleef, Director Marketing & Retail von FM Group: „Wir setzen uns mit Erzeugern, anderen Handelspartnern und den übrigen Parteien, wie zum Beispiel Zertifizierungsstellen, an einen Tisch, um über unsere gemeinsamen Ziele, Interessen und Schwerpunkte zu beraten. Indem wir uns einen guten Ein- und Überblick über alle laufenden Initiativen verschaffen, können wir die Synergien, die sich auf die Grundpfeiler von FSI2025 beziehen, optimal nutzen. Das hilft uns dabei, auf mehreren Gebieten Ziele zu setzen und zu erreichen, über die wir auch immer wieder transparent kommunizieren werden.“

Auf diesem Weg wenden sich die Beschleuniger mit der folgenden Aufforderung an alle Unternehmen in der Internationalen Zierpflanzenkette: Wenn Sie ebenfalls einen Beitrag zu unserem oben beschriebenen, gemeinsamen Nachhaltigkeitsziel leisten möchten oder Ideen bzw. Fragen zu diesem Thema haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Gemeinsam sind wir in der Lage, schneller zu handeln und mehr zu erreichen, was sich wiederum positiv auf unsere Branche auswirken wird.

Zertifizierung bleibt die Grundlage

Auf dem Weg zum FSI-Ziel ist es sehr wichtig, dass die Erzeuger mindestens über eine Umweltzertifizierung verfügen (das fällt unter den Bereich Environment des Basket of Standards der FSI). Auf dieser Grundlage können wir unseren internationalen Kunden Transparenz in Bezug auf Produktion und Handel bieten. Daher möchte RFH uns zusammen mit den Erzeugern hierfür einsetzen und diese darin unterstützen, falls gewünscht; von diesem Gesichtspunkt ist ab 2017 auch ausgegangen.

Maarten Bánki, Manager Nachhaltige Entwicklung bei Royal FloraHolland, erläutert: „In den vergangenen Jahren hat Royal FloraHolland zahlreiche Treffen mit Erzeugern veranstaltet, um deren Probleme zu erörtern und zu überlegen, wie wir ihnen die Zertifizierung erleichtern können. Diese Treffen werden wir unvermindert fortsetzen, und wo dies möglich ist, auch zusammen mit Handelsunternehmen aus der Beschleunigungsinitiative. Damit haben wir vielversprechende Fortschritte erzielt. Gut 2.800 unserer 5.000 Lieferanten verfügen heute schon über eine digitale Umweltregistrierung, und derzeit sind gut 2.150 Gärtner – die miteinander 84% des Umsatzes repräsentieren ‒ im Besitz eines gültigen Umweltzertifikats. Das sehen wir als Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ (RFH)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.