Frankreich: Sehr starker Verdacht auf ToBRFV

Das französische Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung bestätigt einen sehr starken Verdacht auf das ToBRFV-Virus an Gewächshaustomaten auf einem Gemüsebetrieb in Finistère.

Hochdichte Kulturen wie Gewächshaustomaten sind besonders gefährdet. Bild: GABOT.

Anzeige

Die Dienststellen von DRAAF Bretagne führten am 11. Februar eine Inspektion durch, nachdem bei einer Selbstkontrolle (Analysen auf Viren) an Tomaten Symptome festgestellt wurden, die mit dieser Krankheit vereinbar sind. Das so in Frankreich erstmals aufgetretene ToBRFV-Virus hat keine Auswirkungen auf den Menschen.

In der Zwischenzeit wurden Vorsichtsmaßnahmen getroffen:

Eindämmung der beiden Gewächshäuser des Betriebs mit einem Zugangsverbot und
Anwendung von Biosicherheitsmaßnahmen (Isolierung der Ausrüstung, Desinfektion, Rückstandsmanagement).

Eine Untersuchung ist im Gange, um mögliche Kontaminationsquellen sowie eventuell angeschlossene Betriebe zu identifizieren. Alle Tomatenpflanzen in den kontaminierten Gewächshäusern werden vernichtet, sobald der Ausbruch offiziell bestätigt ist.

Das Virus (ToBRFV oder TBRFV) ist nicht auf den Menschen übertragbar. Seine wirtschaftlichen Auswirkungen sind jedoch groß: Er kann bis zu 100% der Pflanzen auf einer Produktionsstätte für Tomaten, Paprika, Chili-Paprika infizieren, was ihn für hochdichte Kulturen wie Gewächshauskulturen sehr gefährlich macht. Es ist extrem resistent und kann durch Saatgut und Pflanzen, durch Tomaten, die das Virus selbst tragen können, oder durch menschliche Aktivitäten (z.B. durch Verwendung von kontaminiertem Material) übertragen werden. Dieses Virus wurde erstmals 2014 in Israel gefunden, dann 2018 an Tomatenkulturen in Mexiko, den USA, Deutschland und Italien und schließlich 2019 in den Niederlanden, Großbritannien und Griechenland festgestellt.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung ruft alle Züchter und Hobbygärtner zu äußerster Wachsamkeit auf. Die Ausbreitung dieses Virus auf dem nationalen Territorium hätte große wirtschaftliche Folgen für den Sektor, aber auch für die Hobbygärtner.

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.