Brandenburg: Neuer ToBRFV-Fund

In Brandenburg ist ein neuer Fall des Tobamovirus aufgetreten. Entsprechende Maßnahmen wurden ergriffen.

Das Tomato brown rugose fruit virus befällt Tomatenpflanzen und -früchte. Bild: GABOT.

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In Deutschland wurde in Nordrhein-Westfalen im Juli 2018 in sieben Gewächshäusern, die Tomaten (Solanum lycopersicum) produzieren, erstmals das tomato brown rugose fruit virus (Tobamovirus, ToBRFV) nachgewiesen und im Juli 2019 ausgerottet (EPPO RS 2019/012, 2019/145).

Die Nationale Pflanzenschutzorganisation Deutschlands informierte das EPPO-Sekretariat kürzlich über einen neuen Fund des ToBRFV in einer anderen Region, in Brandenburg. Das Virus wurde in Tomaten (Solanum lycopersicum, Sorte San Marzano) nachgewiesen, die in einem Folientunnel auf einem Biobetrieb angebaut wurden. Die Tomatenpflanzen zeigten keine typischen Blattsymptome, aber die Früchte waren ungleichmäßig gefärbt mit streifenförmiger Rotfärbung und wuchsen mit rosenähnlichen Symptomen. Proben von direkt benachbarten Tomatensorten und Auberginen wurden negativ getestet. Rückverfolgbarkeitsstudien zeigten, dass die befallene Tomatensorte aus Saatgut aus einem anderen EU-Mitgliedstaat angebaut worden war. Weitere Tests sind an Restsaatgut der Saatgutpartie, die für die infizierte Kulturpflanze verwendet wurde, geplant. Offizielle Ausrottungsmaßnahmen wurden ergriffen und umfassen die Vernichtung des infizierten Pflanzenmaterials und des möglicherweise infizierten Komposts durch Verbrennung, das Verbot der Verbringung von Obst und Pflanzenmaterial, Hygienemaßnahmen und die Desinfektion von Transportkisten.

Der Schädlingsstatus des Tomato brown rugose fruit virus in Deutschland wird offiziell angeben als vorhanden, in der Ausrottung befindend.

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