Fachtagung: Pflege von kommunalen Grünflächen

Wie kann kommunale Grünflächenpflege zwischen Kosteneinsparung und Aufgabenmehrung ökologische und betriebswirtschaftliche Aspekte vereinbaren? Wege, wie sich aus Siedlungsgrün ökologisch wertvolle und wirtschaftlich rentable Flächen entwickeln können, beleuchtet diese Fachtagung.

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Wie kann kommunale Grünflächenpflege zwischen Kosteneinsparung und Aufgabenmehrung ökologische und betriebswirtschaftliche Aspekte vereinbaren? Wege, wie sich aus Siedlungsgrün ökologisch wertvolle und wirtschaftlich rentable Flächen entwickeln können, beleuchtet diese Fachtagung.

Als „Landeshauptstadt der Biodiversität“ wurde Bad Saulgau 2015 ausgezeichnet. Sie stellt ihr Biodiversitätskonzept „Mittendrin ist Grün, mittendrin ist Leben“ vor, dessen Schwerpunktthema die Umwandlung artenarmer Grünflächen in Flächen mit größerer Artenvielfalt ist. Im Zusammenspiel von Ökologie und Betriebswirtschaft kategorisiert die Münchner Landespflegerin Dr. Anna Steidle anschließend fünf Intensitätsebenen der kommunalen Pflege. Somit werden nicht nur Arbeitsschritte klarer, sondern auch Kosten- und Einsparungsmöglichkeiten berechenbarer.

Das ökologische Potential der Grünflächen und ihre Bedeutung als Lebensraum von Tieren zu erkennen wird immer wichtiger. Doch wie gelingt der Spagat zwischen Förderung und Pflege von Artenvielfalt bei gleichzeitiger wirtschaftlich-praktischer Nutzung, ohne dass eine Maßnahme zu Lasten der anderen geht? Um diese Fragen geht es ebenso wie um rechtliche Vorgaben im Pflanzenschutz, die Martin Heiler, Abteilungsleiter des Grünflächenamts Heilbronn anhand praktischer Erfahrungen erläutert. Neophyten spielen zunehmend eine Rolle in der kommunalen Grünflächenpflege. Sie werden vor allem dann als problematisch eingestuft, wenn sie andere Arten verdrängen, schützenswerte Lebensräume gefährden oder als Unkräuter wirtschaftliche Schäden verursachen. Über den Umgang mit Neophyten im öffentlichen Grün informiert der Brühler Forstwirtschaftsmeister Ralf Nonn. Wie die Königin der Blumen auch ohne Pflanzenschutzmittel und Dünger zu üppiger Blüte und Farbpracht gelangt, beschreibt der gärtnerische Leiter des Rosengartens Zweibrücken und Buchautor Heiko Hübscher.

Die Fachtagung richtet sich an kommunale Bedienstete aus den Grünflächenämtern- und abteilungen, Garten- und Landschaftsarchitekten, Naturschutzorganisationen, Landschaftsgärtner, Gärtner, Städteplaner, Architekten, Kreisfachberater und weitere Interessierte.

Termin: Donnerstag, 10. März 2016
Ort: Landratsamt Biberach, Rollinstraße 9, 88400 Biberach an der Riß
Gebühr: 90,00 Euro ; Mitglieder der GA, sowie des KOV Biberach, Studierende und Auszubildende zahlen 85 Euro.
In der Gebühr enthalten sind: Pausenverpflegung, Mittagessen, Getränke und die Vorträge.

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