Bielefeld: Großeinsatz des Zolls

Betreiber mehrerer Garten- und Landschaftsbaubetriebe standen jetzt im Fokus des Zolls. Sie stehen im Verdacht, Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in Millionenhöhe vorenthalten und hinterzogen zu haben.

Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ), eine Spezialeinheit des Zolls, unterstützte die Einsatzkräfte beim Zugriff. Bild: Zoll.

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Nach intensiven Ermittlungen hat das Hauptzollamt Bielefeld im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund am 22. Mai 2019 in den frühen Morgenstunden mit rund 390 Einsatzkräften des Zolls, der Landespolizei, der Bundespolizei, des Finanzamts für Steuerstrafsachen und der Steuerfahndung Münster rund 50 Wohn- und Geschäftsräume in Hamm und Umgebung sowie in Bielefeld durchsucht. Der Einsatz wurde durch die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ), eine Spezialeinheit des Zolls, unterstützt.

Hierbei wurden vier Haftbefehle vollstreckt. Die vorläufig festgenommenen Personen wurden zwischenzeitlich dem Haftrichter vorgeführt.

Neben umfangreichem Beweismaterial wurden auch drei Schusswaffen sowie dazugehörige Munition, eine Kugelschreiberpistole, eine Armbrust und ein Schlagstock sichergestellt.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um die Betreiber mehrerer Garten- und Landschaftsbaubetriebe. Ihnen wird vorgeworfen, sich seit mehreren Jahren gewerbsmäßig zusammengeschlossen zu haben, um Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in Millionenhöhe vorzuenthalten und zu hinterziehen. Hierbei sollen sie im großen Stil Schwarzarbeiter eingesetzt und Rechnungen fingiert haben.

Der geschätzte sozialversicherungsrechtliche Schaden beläuft sich nach aktuellen Erkenntnissen auf mindestens 3,4 Mio. Euro.

Die weiteren Ermittlungen führt das Hauptzollamt Bielefeld im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dortmund. (zoll)

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