Bayer: Startet Blockchain-Netzwerk TraceHarvest

Das auf dem System Ethereum basierende TraceHarvest-Netzwerk von BlockApps verbessert die Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Nahrungsmitteln, indem es die landwirtschaftliche Lieferkette effizienter und transparenter macht.

Das Bayer-Kreuz bei Nacht. Bild: Bayer AG.

Anzeige

BlockApps, der führende Anbieter von Blockchain-Plattformen für Unternehmen, hat heute das TraceHarvest-Netzwerk gestartet. Es hat das Potenzial, die landwirtschaftliche Lieferkette von Grund auf zu verändern und wurde in Zusammenarbeit mit Bayer entwickelt, dem führenden Innovationsunternehmen im Agrarbereich. Bayer hat das Netzwerk von Beginn an aktiv mit aufgebaut und in den vergangenen zwei Jahren unter anderem in den USA und Brasilien für kundenbezogene Prozesse genutzt. In den nächsten Jahren sollen weitere Länder folgen. Die zukunftsweisende Plattform fördert die Nachhaltigkeit und digitale Transformation der Agrarindustrie und die Widerstandskraft des Nahrungsmittelversorgungssystems.

Mit Unterstützung von Bayer wird die flexible, skalierbare und globale Plattform landwirtschaftlichen Betrieben jeder Größe Zugang zu neuen Märkten und Dienstleistungen verschaffen. Die Landwirte können neue Premiumprodukte anbieten und so ihre Einkommenssituation verbessern. Zudem können sie dank genauerer Informationen aus der Lieferkette ihre betrieblichen Prozesse optimieren. Andere vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten der Plattform, die etwa dem Umwelt- und Verbraucherschutz dienen, sind ebenfalls denkbar – zum Beispiel Kohlendioxid-Gutschriften oder der Rückruf von Lebensmitteln. Die Daten aus dem gesamten Produktions- und Konsumprozess landwirtschaftlicher Waren und die Erkenntnisse, die daraus gewonnen werden, können dazu dienen, die Lieferkette für Nahrungsmittel nachhaltiger zu gestalten.

Als erste Blockchain-Lösung dieser Art deckt das TraceHarvest-Netzwerk von BlockApps den gesamten Lebenszyklus landwirtschaftlicher Produkte von Beginn an ab. Produkte wie Saatgut lassen sich vollständig nachverfolgen: vom Verkauf über Anbau und Ernte bis hin zur Verarbeitung. So können die beteiligten Akteure ihrer Produktverantwortung in vollem Umfang gerecht werden. Die gemeinsam mit Bayer entwickelte Plattform erfüllt die höchsten Ansprüche, die an die Nach- und Rückverfolgbarkeit landwirtschaftlicher Produkte gestellt werden, und ist eine bahnbrechende und branchenweit führende Lösung für Getreide. Landwirte, Hersteller, Händler und Verarbeiter können auf einer einzigen, sicheren Plattform ausgewählte Daten teilen und der gesamten Lieferkette zugänglich machen. Durch den prozessoptimierten Ansatz und die Bereitstellung von Echtzeitinformationen können die Beteiligten sehr viel schneller als mit den bisher üblichen manuellen Methoden Produkte nachverfolgen und etwaigen Problemen auf den Grund gehen.

„Die Blockchain-Technologie revolutioniert schon heute die Agrarindustrie und wir sind dank unserer Partnerschaft mit Bayer Vorreiter auf diesem Gebiet. Gemeinsam ist es uns gelungen, dieses Konzept in die Realität umzusetzen“, erklärt Kieren James-Lubin, President und CEO von BlockApps. „Wir entwickeln mit den Landwirten weltweit führende Innovationen, setzen neue Maßstäbe im Umweltschutz und treiben die digitale Transformation der Agrarwirtschaft voran.“

Die bisher üblichen analogen Prozesse sind mit einem hohen Arbeits- und Ressourcenaufwand verbunden und liefern nicht die Daten, die die Landwirte und andere Akteure der Wertschöpfungskette benötigen. Daher laufen Betriebe auf vielen Stufen der Lieferkette und in vielen Regionen potenziell Gefahr, gegen geltende Richtlinien zu verstoßen. TraceHarvest sorgt dafür, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse schneller auf den Markt kommen, hilft bei der zulassungskonformen Einführung neuer Produkte und erlaubt eine präzise Rückverfolgung, so dass damit die Einhaltung internationaler Vorschriften belegt werden kann.

Bayer hat TraceHarvest mehrere Anbausaisons lang eingesetzt, um die Prozessschritte hochwertiger Agrarprodukte wie Sojabohnen und Mais vom Verkauf über den Anbau bis zur Ernte zu verfolgen.

Die teilnehmenden Landwirte, Hersteller, Händler und Verarbeiter nutzen alle dasselbe TraceHarvest-Netz, um den Weg ihrer Produkte genau zu verfolgen.

„TraceHarvest ermöglicht die Nachverfolgung von Produkten in der gesamten Nahrungsmittel-Lieferkette und schafft damit die Voraussetzungen für neue Lösungen und Dienstleistungen zur Nahrungsmittelqualität und -transparenz. Darauf legen Landwirte und Verbraucher großen Wert“, erklärte Sascha Israel, Chief Information Officer von Bayer Crop Science und Leiter des Bereichs Digital Transformation.

„Die TraceHarvest-Plattform hilft unseren Geschäftspartnern aus der landwirtschaftlichen Produktionskette, neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu erschließen. Um sich in der komplexen Welt der modernen Landwirtschaft zurechtzufinden, muss man die Verantwortung für die Produkte übernehmen und sich auf ordnungsgemäße Prozesse verlassen können“, sagt Michael Pareles, der den Bereich Digital Strategy & Growth bei Bayer Crop Science leitet. „Mit der Verwendung in der Produktion konnten wir die betriebliche Effizienz und die Wertschöpfung steigern und die Sichtbarkeit, Transparenz und Compliance innerhalb der gesamten landwirtschaftlichen Liefer- und Wertschöpfungskette erhöhen.“

Das TraceHarvest-Netzwerk läuft auf der Cloud-neutralen STRATO-Plattform von BlockApps, einer flexiblen, auf Ethereum basierenden Blockchain-Lösung, die besonders auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten ist, und mit der Business-Netzwerke aufgebaut und betrieben werden können. Die gemeinsam genutzte Infrastruktur fördert die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Landwirten.

„TraceHarvest besticht durch seine gute Skalierbarkeit. Das ist enorm wichtig, damit die Mitglieder des Netzwerks weitere Geschäftsprozesse, Anwendungen und Technologien hinzufügen können“, erklärt Kieren James-Lubin. „Mitglieder können beispielsweise mit Lebensmittelproduzenten zusammenarbeiten, um landwirtschaftliche Produkte in späteren Stufen der Wertschöpfungskette zu verfolgen und so die Richtigkeit von Inhaltsangaben und die Nachhaltigkeit der Produktion belegen zu können.“ (Bayer)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.