BASF: 0-Emissionen und direkte Flüssigdüngerdosierung

Vor ungefähr zehn Jahren hatte BASF Vegetable Seeds in Nunhem die Idee, termingerecht in Eigenregie eine Hightech-Entwicklungsanlage zu haben.

Peter Keunen, Projektmanager Greenex: „Diese Installation war echte Maßarbeit." Bild: BASF.

Anzeige

Der Plan wurde Greenex genannt. Greenex steht für Greenhouse Expansion (Gewächshauserweiterung). In der ersten Phase wurden 2,5 ha Gewächshäuser und 1,7 ha Hilfseinrichtungen gebaut.

Emissionsfrei

Es erstaunt nicht, dass bei diesem Projekt die Wassertechnik eine wichtige Rolle spielte. Es war eine echte Herausforderung, alle 36 Abteilungen so einzurichten, dass sie tatsächlich emissionsfrei sein können. Der Betrieb möchte sich damit auf die Zukunft einstellen. Der niederländische Technik-Betrieb Codema nahm die Herausforderung gerne an und konnte den Auftrag ausführen. Für jede Abteilung gibt es nun eine getrennte Regelung, entweder emissionsfrei oder mit der standardmäßigen Wasserwiederverwendung. Im Vorfeld wurde alles sorgfältig ausgerechnet: Wie viel Wasser wird angeboten? Welche Leitungskapazität ist erforderlich? Welche Maschinenkapazität? Usw. Nur Wasser, das Pflanzenschutzmittel enthalten kann, wird getrennt aufgefangen und in separaten Leitungssystemen abgeführt. Dieses Wasser wird getrennt behandelt und anschließend entsorgt. Luc Swinkels, Global Project Manager BASF Vegetable Seeds: „Wir hatten bereits viel Erfahrung. Das machte bestimmt den Unterschied. Das neue Gewächshaus erfüllt auch gleich alle Anforderungen. Wir wollten damit auch gleich für die Zukunft gerüstet sein. Wir haben die Wasserwirtschaftsämter eingeladen und ihnen gezeigt, wie wir alles umgesetzt haben. Es war ein gutes Gefühl, diese Mitteilungen zu machen. Wir wollen uns damit transparent und vorausschauend aufstellen.“

Maßarbeit

Über die Zukunft gesprochen. Ab 2027 dürfen Betriebe nach dem Gesetz keine Dünger mehr im Oberflächenwasser und im Abwasser entsorgen. BASF hat sich bereits darum gekümmert. Bei direkter Flüssigdüngerdosierung befindet sich so wenig Wasser wie möglich in den Systemen, mit denen gespült wird. Peter Keunen, Projektmanager Greenex: „Diese Installation war echte Maßarbeit. Wir haben sehr viele verschiedene Düngerrezepte, die wir zu jeder Zeit verabreichen können. Damit können wir flexibel und schnell reagieren, ohne große Vorräte bereithalten zu müssen.“

Teilprojekt vorab

Die beschriebene Technik ist Teil eines großen Plans. Die Forschungsanlage hat eine isolierte Lage (nicht in der Nachbarschaft von Gartenbauproduktionsbetrieben). Das kommt der Pflanzengesundheit zugute. Nachdem die Bestimmungspläne geändert waren, folgte der Entwurfsprozess. Codema war schnell mit von der Partie. Luc Swinkels: „Wir kannten die Leute von Codema. Wir hatten bereits gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Wir haben mit ihnen gemeinsam die Wasserinstallationen entwickelt.“

Berücksichtigung von Wartungsaspekten

BASF hat eine Projektorganisation und eine Wartungsorganisation. Luc Swinkels: „Derjenige, der für die Wartung zuständig ist, wird bereits in einem sehr frühen Stadium mit ins Boot geholt und bleibt auch lange dabei. Die Verantwortlichen haben einen großen Sachverstand. Sie legen hohe Maßstäbe an. Verwaltungs- und Wartungsaspekte werden deshalb bereits in der Ausschreibung ausgiebig berücksichtigt. Wir wollten mit einem Betrieb zusammenarbeiten, der auf dem neuesten Stand der Technik ist und in puncto Wartung und Unterhalt einer so umfangreichen Anlage gut aufgestellt ist.“ Für dieses Projekt hat Codema mit Cogas zusammengearbeitet. Das Projekt war zu groß für einen allein. Umfang und Komplexität der Anlage waren die große Herausforderung des Projekts. Zurzeit ist die Anlage bereits in Betrieb.

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.