vzbv: Kritisiert irreführende Kennzeichnung

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was sich hinter dem Etikett "aus Meisterhand" oder "kontrollierter Anbau" verbirgt? Wahrscheinlich sind Sie nicht auf das gekommen, was es wirklich bedeutet. Wer nämlich bei Torten "aus eigener Herstellung" denkt, dass das komplette Naschwerk aus der Backstube des Konditors stammt, kann völlig falsch liegen. Es kann sich hierbei nämlich auch nur um eine letzte Sahneverzierung im Laden handeln. Die Torte selbst könnte aus der Tiefkühltruhe oder einer Backmischung stammen. Dadurch wird das Produkt nicht zwingend qualitativ schlechter, aber Prof. Dr. Edda Müller fordert "mehr Wahrhaftigkeit auf dem Lebensmittelmarkt". Die Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) mahnte: "Das schulden wir den Verbrauchern, aber auch den Herstellern, die die Waren mit einem größeren Aufwand produzieren". Der "kontrollierte Anbau" sei nichts als Augenwischerei. Jeder Landwirt, der nur kurz über seinen Acker schaut, kontrolliere diesen bereits. "Diese Bezeichnung verpflichtet den Landwirt zu nichts", so Edda Müller. Die Verbraucherschützer fordern Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast dazu auf, diese Missstände zu klären und die Bezeichnungen enger zu fassen. Aber auch die Produktionsseite wird ermutigt: "Ich wünsche mir auch mehr Initiative der Hersteller", so Edda Müller, um den Preis erzielen zu können, der eben bei aufwändigeren Produkten nötig wäre.

Harald Seitz, aid

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Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was sich hinter dem Etikett "aus Meisterhand" oder "kontrollierter Anbau" verbirgt? Wahrscheinlich sind Sie nicht auf das gekommen, was es wirklich bedeutet. Wer nämlich bei Torten "aus eigener Herstellung" denkt, dass das komplette Naschwerk aus der Backstube des Konditors stammt, kann völlig falsch liegen. Es kann sich hierbei nämlich auch nur um eine letzte Sahneverzierung im Laden handeln. Die Torte selbst könnte aus der Tiefkühltruhe oder einer Backmischung stammen. Dadurch wird das Produkt nicht zwingend qualitativ schlechter, aber Prof. Dr. Edda Müller fordert "mehr Wahrhaftigkeit auf dem Lebensmittelmarkt". Die Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) mahnte: "Das schulden wir den Verbrauchern, aber auch den Herstellern, die die Waren mit einem größeren Aufwand produzieren". Der "kontrollierte Anbau" sei nichts als Augenwischerei. Jeder Landwirt, der nur kurz über seinen Acker schaut, kontrolliere diesen bereits. "Diese Bezeichnung verpflichtet den Landwirt zu nichts", so Edda Müller. Die Verbraucherschützer fordern Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast dazu auf, diese Missstände zu klären und die Bezeichnungen enger zu fassen. Aber auch die Produktionsseite wird ermutigt: "Ich wünsche mir auch mehr Initiative der Hersteller", so Edda Müller, um den Preis erzielen zu können, der eben bei aufwändigeren Produkten nötig wäre.

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