Hohe Lebensmittelpreise: 45% der Verbraucher:innen müssen sich einschränken

Mehr als vier von zehn Verbraucher:innen (45%) müssen sich aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise beim Lebensmitteleinkauf einschränken. Das zeigt eine repräsentative forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

Statement von Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Bild: vzbv - Dominik Butzmann.

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Der Wert ist seit dem vergangenen Jahr um sechs Prozentpunkte gestiegen (2024: 39%). Insgesamt blicken 52% der Verbraucher:innen eher negativ auf das Jahr 2026, wenn sie an ihre persönliche Situation als Verbraucherin oder Verbraucher denken. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands kommentiert:

„Eine gesunde Ernährung wird immer mehr zu einer Frage des Geldbeutels. Das darf nicht sein. Insbesondere Menschen mit geringem Einkommen machen die hohen Lebensmittelpreise zu schaffen. Wer ohnehin schon Schwierigkeiten hatte, den Lebensmitteleinkauf zu bezahlen, hat mittlerweile keine Möglichkeiten mehr, noch weiter zu sparen.   

Die Lebensmittelpreise sind seit 2020 um mehr als 35% gestiegen. Die Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zusehen. Sie muss eine Preisbeobachtungsstelle einrichten, die Kosten und Preise entlang der Wertschöpfungskette erfasst. So lassen sich unfaire Preistreiber aufdecken, denn die hohen Preise lassen sich nicht allein durch gestiegene Produktionskosten erklären. Die Mehrwertsteuersenkung auf Speisen in der Gastronomie wird nicht dazu führen, dass die Menschen mehr Geld im Portemonnaie haben. Profitieren werden von der Mehrwertsteuersenkung vor allem die großen Fast-Food-Ketten. 

Was uns wirklich beunruhigt: Über die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher schaut eher negativ auf das Jahr 2026. Die Politik muss die Alltagssorgen der Menschen ernst nehmen und ganz konkrete Lösungen finden.“

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