Spargel: König des Gemüse

Spargel ist eine der ältesten Gemüsesorten und galt früher wie heute als Delikatesse. Jetzt hat das zarte Gemüse wieder Saison.

Grün oder Weiß: Der Schweizer Spargel ist begehrt. Bild: lid.ch/ji.

Die einen sind grün, die anderen weiß: Bleich- und Grünspargel. Bei beiden handelt es sich grundsätzlich um die gleiche Pflanze, der Unterschied liegt im Anbau und der Ernte. Während der Grünspargel über der Erdoberfläche wachsen und von der Sonne grün werden, wächst der Bleichspargel in einem Erdwall und bleiben daher weiß. Die Ernte ist insbesondere bei Bleichspargel, die unterirdisch geerntet werden müssen, nicht einfach und erfordert großes Geschick.

In gemächlichem Tempo den Turbo zünden

Ob grün oder bleich, Spargel ist gesund: Er hat einen hohen Gehalt an Rohfasern, Mineralstoffen, organischen Säuren, Aromastoffen und vielen Vitaminen. Und die zu den Liliengewächsen gehörende Pflanze hat es gerne warm: Je höher die Tagestemperatur, desto größer das tägliche Wachstum. Bei über 17°C wächst er 5 Zentimeter pro Tag – ein echtes Turbowachstum.

Spargel ist eine mehrjährige Staude, so kann der Wurzelstock bis zu 15 Jahre alt werden. Die Spargelstange ist die Sprosse der Pflanze. Mit zunehmendem Alter des Wurzelstocks wird die Stange immer dünner, weshalb die Wurzeln nach rund acht bis zehn Jahren ausgerissen werden, weil sich der Anbau nicht mehr rentiert. Gemüsebäuerinnen und Gemüsebauern, die neue Wurzelstöcke anpflanzen, müssen sich aber in Geduld üben, denn der erste Spargel lässt sich erst im dritten Jahr ernten, der volle Ertrag wird gar erst nach vier Jahren erreicht.

Schweizer Anbau

Schweizer Gemüseproduzentinnen und Gemüseproduzenten haben in den letzten Jahren den Spargelanbau stark ausgedehnt und damit das Angebot an Schweizer Spargel erhöht. Innerhalb der letzten Jahre wurde die Anbaufläche für Bleichspargel von 104 Hektar im Jahr 2007 auf 191 Hektar im Jahr 2021 und für Grünspargel von 65 auf 243 Hektar erhöht. 2021 wurden in der Schweiz 432 Tonnen Bleich- und 336 Tonnen grüner Spargel geerntet.

Doch auch wenn die Spargelproduktion in der Schweiz gestiegen ist, werden nach wie vor viele Spargel importiert. Die Importe betrugen 2021 bei den Bleichspargel 4.050 Tonnen, bei Grünspargel gar 6.642 Tonnen.

Essbares Elfenbein

In China und Ägypten sind Spargeln seit etwa 5000 Jahren bekannt – damals leisteten sich ausschließlich reiche Menschen den Genuss. In der Antike sollen Spargeln als Aphrodisiakum eingesetzt worden sein und im Mittelalter galt Spargel als Arznei und wurde zum Beispiel gegen Husten und Geschwüre gegessen. Die begrenzte Verfügbarkeit, der relativ hohe Preis und der feine Geschmack tragen außerdem dazu bei, dass die Spargel einen königlichen Status unter den Gemüsesorten genießt. (Quelle: lid)

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Spargel: König des Gemüse

Spargel ist eine der ältesten Gemüsesorten und galt früher wie heute als Delikatesse. Jetzt hat das zarte Gemüse wieder Saison.

Grün oder Weiß: Der Schweizer Spargel ist begehrt. Bild: lid.ch/ji.

Die einen sind grün, die anderen weiß: Bleich- und Grünspargel. Bei beiden handelt es sich grundsätzlich um die gleiche Pflanze, der Unterschied liegt im Anbau und der Ernte. Während der Grünspargel über der Erdoberfläche wachsen und von der Sonne grün werden, wächst der Bleichspargel in einem Erdwall und bleiben daher weiß. Die Ernte ist insbesondere bei Bleichspargel, die unterirdisch geerntet werden müssen, nicht einfach und erfordert großes Geschick.

In gemächlichem Tempo den Turbo zünden

Ob grün oder bleich, Spargel ist gesund: Er hat einen hohen Gehalt an Rohfasern, Mineralstoffen, organischen Säuren, Aromastoffen und vielen Vitaminen. Und die zu den Liliengewächsen gehörende Pflanze hat es gerne warm: Je höher die Tagestemperatur, desto größer das tägliche Wachstum. Bei über 17°C wächst er 5 Zentimeter pro Tag – ein echtes Turbowachstum.

Spargel ist eine mehrjährige Staude, so kann der Wurzelstock bis zu 15 Jahre alt werden. Die Spargelstange ist die Sprosse der Pflanze. Mit zunehmendem Alter des Wurzelstocks wird die Stange immer dünner, weshalb die Wurzeln nach rund acht bis zehn Jahren ausgerissen werden, weil sich der Anbau nicht mehr rentiert. Gemüsebäuerinnen und Gemüsebauern, die neue Wurzelstöcke anpflanzen, müssen sich aber in Geduld üben, denn der erste Spargel lässt sich erst im dritten Jahr ernten, der volle Ertrag wird gar erst nach vier Jahren erreicht.

Schweizer Anbau

Schweizer Gemüseproduzentinnen und Gemüseproduzenten haben in den letzten Jahren den Spargelanbau stark ausgedehnt und damit das Angebot an Schweizer Spargel erhöht. Innerhalb der letzten Jahre wurde die Anbaufläche für Bleichspargel von 104 Hektar im Jahr 2007 auf 191 Hektar im Jahr 2021 und für Grünspargel von 65 auf 243 Hektar erhöht. 2021 wurden in der Schweiz 432 Tonnen Bleich- und 336 Tonnen grüner Spargel geerntet.

Doch auch wenn die Spargelproduktion in der Schweiz gestiegen ist, werden nach wie vor viele Spargel importiert. Die Importe betrugen 2021 bei den Bleichspargel 4.050 Tonnen, bei Grünspargel gar 6.642 Tonnen.

Essbares Elfenbein

In China und Ägypten sind Spargeln seit etwa 5000 Jahren bekannt – damals leisteten sich ausschließlich reiche Menschen den Genuss. In der Antike sollen Spargeln als Aphrodisiakum eingesetzt worden sein und im Mittelalter galt Spargel als Arznei und wurde zum Beispiel gegen Husten und Geschwüre gegessen. Die begrenzte Verfügbarkeit, der relativ hohe Preis und der feine Geschmack tragen außerdem dazu bei, dass die Spargel einen königlichen Status unter den Gemüsesorten genießt. (Quelle: lid)

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