Wiedenmann: Trauer um Firmengründer

Am 25. Mai 2021 verstarb Georg Wiedenmann mit 86 Jahren.

Starb Ende Mai in Rammingen bei Ulm: Georg Wiedenmann wurde 86 Jahre alt. Bild: Wiedenmann.

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Im Jahr 1964 stellte Georg Wiedenmann in Rammingen bei Ulm eine neuartige Rasenpflegemaschine vor. Sie revolutionierte die Grasaufnahme und begründete eine Erfolgsstory: Heute zählt die von ihm und seiner Frau Gertrud gegründete Wiedenmann GmbH mit über 120 Maschinen für Rasenpflege, Schmutzbeseitigung und Winterdienst zu den weltgrößten Anbietern. Am 25. Mai 2021 verstarb Georg Wiedenmann mit 86 Jahren.

Vor 12 Jahren übertrug der versierte Tüftler die Geschäfte seinen Söhnen Horst, Uwe und Jürgen. „Mit Pioniergeist und unermüdlicher Schaffenskraft hat er das Unternehmen geleitet“, würdigten Horst und Uwe Wiedenmann, die den Familienbetrieb heute gemeinsam leiten, die Verdienste ihres Vaters. Mit Ideenreichtum, Risikobereitschaft, Entscheidungsfreude und Ausdauer habe er maßgeblich zum Unternehmenserfolg beigetragen.

Die Wiedenmann GmbH sieht sich diesem Erbe verpflichtet. Man arbeite daran, weiterhin als technischer Innovator und Vorzeigebetrieb der Branche zu gelten.

Ein Anspruch, den nicht nur zahlreiche Patente, Auszeichnungen und Rekorde widerspiegeln. Bis in jüngste Zeit hat Wiedenmann technologische Lösungen in Bereichen geschaffen, für die es bislang keine maschinellen Helfer gab. Zum Beispiel den Core Recycler: Eine Maschine, die den Abfall bei der Tiefenlüftung des Rasens aufnimmt und verwertet. Das macht sie derart gut, dass Betreiber nicht nur Kosten sparen, sondern auch Einnahmen erwirtschaften können. Produktivität sei ein Schlüsselfaktor in allen Entwicklungen, hieß es.

Die Maschinen werden meist als Anbaugerät am Kompakttraktor, Schlepper oder Universalfahrzeug eingesetzt. Angeschafft werden sie von Kommunen, Golf- und Freizeitanlagen, Sportvereinen sowie Dienstleistern. Den Schwerpunkt bildet die Pflege von Natur- und Kunstrasen. Hier deckt Wiedenmann alle gängigen Arbeitsaufgaben ab. Ein mitbegründeter Trend sind Kombi-Maschinen: Universalgeräte etwa für die Wegereinigung, die mehrere Aufgaben übernehmen und damit verschiedene Einzelmaschinen ersetzen. Bemerkenswert ist auch der Winterdienst: Die schwäbischen Schneeschilde und Streuer zählen zu den fortschrittlichsten der Branche.

Wiedenmann fertigt mit rund 250 Beschäftigten am Stammsitz in Rammingen bei Ulm sowie im ungarischen Beled. Rund 75% der Produktion gehen in den Export, neben Europa nach USA, Asien, Australien und Neuseeland. Beratung und Vertrieb erfolgen direkt oder über Handelspartner. In die Forschung und Entwicklung fließt jedes Jahr ein zweistelliger Prozentanteil des wachsenden Umsatzes. Viel wird in die Belegschaft investiert. Die Corona-Krise habe man bislang gut gemeistert. (Wiedenmann)

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